Wie die OTW-Wahlen funktionieren

Der Wahlvorgang der OTW

Für unsere Vorstandswahlen bedient sich die OTW (Organisation für Transformative Werke) einer auf der Vorzugswahl basierenden Unterart des Rangfolgewahlsystems. Diese Methode ermöglicht es, die Wahl mithilfe eines einzigen Wahlvorganges durchzuführen, und stellt sicher, dass jede Stimme zählt.

Während die Stimmen abgegeben werden, wird die erste Wahl jeder wählenden Person gezählt und daraus eine geordnete Liste von Kandidierenden erstellt. Wenn alle Stimmen aus dieser ersten Wahl ausgezählt sind und ein*e Kandidat*in eine Mehrheit hält, dann ist diese*r Kanditat*in GewinnerIn des ersten Sitzes. Um das Prinzip der Rangfolgewahl so zu modifizieren, dass mehrere GewinnerInnen möglich sind, wird der/die erste GewinnerIn in der folgenden Auszählung nicht berücksichtigt. Die Stimmzettel mit der ersten Stimme für den/die wegfallende*n Kanditat*in werden erneut gezählt und die Stimmen jeweils der zweiten Wahl zugewiesen. Es wird wieder eine geordnete Liste der Kandidierenden erstellt und die Person, die oben auf dieser Liste steht, ist der/die zweite SiegerIn.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung befindet sich in den Wahlhinweisen.

Was ist eine Rangfolgewahl?

Die Rangfolgewahl ist ein Wahlsystem, das es erlaubt, innerhalb eines einzigen Wahlgangs zu einem Ergebnis zu gelangen, indem die Stimmen je nach Belieben nach Rang verteilt werden. Der größte Vorteil liegt darin, dass es nicht mehr nötig ist, bei einem Gleichstand eine neue Wahl abzuhalten. Meist verhindert die Rangfolgewahl auch taktische Wahlentscheidungen – zum Beispiel eine Wahl gegen Kandidierende, von denen man gar nicht will, dass sie gewinnen, anstelle der Wahl von Kandidierenden, die man unterstützt – denn diese Methode vermindert die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zum/zur SpoilerkandidatIn wird. Keine Stimme ist umsonst, was den WählerInnen mehr Optionen bietet. Dieses Einordnen in eine Rangfolge vermindert ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Negativkampagnen und Konflikten zwischen AnhängerInnen verschiedener Kanditat*innen – schließlich braucht kein*e Kanditat*in UnterstützerInnen eines/r anderen Kanditat*in gegen sich
aufzubringen, da jedeR WählerIn beide zugleich unterstützen kann!

Auf dem Stimmzettel der OTW können WählerInnen so vielen oder so wenigen Kanditat*innen Ränge zuweisen, wie sie möchten, vorausgesetzt, sie stimmen für mindestens eine*n Kanditat*in.

Während die Stimmen abgegeben werden, wird die erste Wahl jeder wählenden Person gezählt und daraus eine geordnete Liste von Kandidierenden erstellt. Wenn alle Stimmen aus dieser ersten Wahl ausgezählt sind und ein*e Kanditat*in eine Mehrheit hält, dann ist diese*r Kanditat*in GewinnerIn des ersten Sitzes. Gibt es keine Mehrheit, scheidet der/die Kandidierende mit den wenigsten ersten Stimmen aus. Die Stimmzettel mit der ersten Stimme für den/die wegfallendeN Kanditat*in werden erneut gezählt und die Stimmen jeweils der zweiten Wahl zugewiesen. Es wird wieder eine geordnete Liste der Kandidierenden erstellt und der Vorgang wird wiederholt, bis es zu einer Mehrheit kommt.

Die Rangfolgewahl ermittelt den/die Kanditat*in, der/die für die Mehrheit aller WählerInnen akzeptabel ist – nicht nur den/die Kanditat*in mit den meisten Stimmen, wie es bei einer Wahl ohne Ränge aber mit mehr als zwei Kanditat*innen der Fall wäre.

Wählen durch Vertretung

Wählen durch eine Vertretung bedeutet, dass Sie jemand anderen beauftragen, an Ihrer Stelle zu wählen.

Die OTW muss das Wählen durch eine Vertretung erlauben, da das Gesetz von Delaware vorschreibt: “EinE AktionärIn kann eine andere Person oder Personen autorisieren, für dieseN AktionärIn als Vertretung zu handeln, indem er/sie eine elektronische Übermittlung an die Person sendet, die die Vertretung ausführt, oder eine solche Sendung autorisiert.”

In Firmenwahlen wird eine Vertretung normalerweise bestimmt, wenn ein wahlberechtigtes Mitglied nicht persönlich an einer Besprechung teilnehmen kann. Durch erweiterte, elektronische Abstimmungen fallen die meisten üblichen Gründe für das Wählen durch Vertretung weg. Es kann jedoch vorkommen, dass ein*e WählerIn während der Wahlzeit anderweitig verhindert ist oder keinen Zugang zum Internet hat.

Sie können bis zwei Wochen vor einer Wahl eine Vertretung bestimmen, wenn Sie sie brauchen. Die Vertretungsvollmacht gilt für sechs Monate und bevor diese sechs Monate um sind, können wir Ihren Auftrag weder widerrufen noch ändern. Stimmen, die von der Vertretung abgegeben werden, können nicht geändert werden.

Vertretungen werden per E-Mail beauftragt. Ihre E-Mail mit der Bitte um eine Vertretung muss von dem E-Mail-Konto stammen, das Sie bei der OTW angegeben haben, und sie muss sowohl an [email protected] als auch an Ihre Vertretung adressiert sein. Die E-Mail muss außerdem Ihren echten Namen und eine Erklärung, dass Sie den/die EmpfängerIn der E-Mail als Vertretung bestimmen möchten, enthalten. Ihre Vertretung muss allen Beteiligten antworten, den Erhalt bestätigen und in der Antwort ihren/seinen echten Namen angeben. Diese Antwort muss bis spätestens zwei Wochen vor der Wahl an [email protected] gesendet worden sein.

Wenn Sie eine Vertretung bestimmen, entscheiden Sie sich für jemanden, dem Sie vertrauen, in Ihrem Sinne zu wählen. Allgemein kann die Abmachung zwischen Ihnen und Ihrer Vertretung an jede gewünschte Bedingung geknüpft sein, aber sie bleibt eine Vereinbarung zwischen zwei Personen. Die OTW ist nicht für die Erfüllung der Bedingungen verantwortlich und wir können nicht nachweisen, ob Ihre Vertretung diese Stimme abgegeben hat oder nicht, oder sehen, für welcheN Kanditat*in sie gestimmt hat.

Anfechtung der Wahl

Nur Kandidierende können eine Stimmennachzählung oder eine Neuwahl fordern. Kandidierende, die dies tun möchten, schreiben bitte innerhalb einer Woche nach Beendigung der Stimmabgaben eine E-Mail mit der Erklärung, weshalb sie denken, dass eine Nachzählung oder Wiederholung nötig ist, an unser Wahlenkomitee. Das Wahlenkomitee wird innerhalb einer Woche nach Erhalt einer solchen Anfrage eine Entscheidung treffen. Falls eine Neuwahl für nötig befunden wird, beginnt sie innerhalb von zwei Wochen nach dieser Entscheidung.