Rebecca Sentances Biographie und Wahlprogramm

Biographie

Rebecca Sentance: Rebecca Sentance ist seit etwa 15 Jahren im Fandom unterwegs. Anfangs in Quizilla wo sie in zweiter Person geschriebene Fanfiction in Fandoms wie Yu-Gi-Oh!, Inuyasha, Yu Yu Hakusho und Dragonball Z gelesen hat. Ihre allererste eigene Fanfiction war jedoch eine Enid Blyton Fanfiction, welche sie im Alter von fünf Jahren geschrieben hat – lange bevor sie sich überhaupt vorstellen konnte, dass es ganze Gemeinschaften geben könnte, die solche Werke online veröffentlichen und lesen.

2011 entdeckte sie das Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) und begann langsam die Organisation dahinter und ihre vielen Projekte zu kennenzulernen. Das brachte sie dazu, tiefer in die Historie des Fandoms und die Forschung im Bereich der Fanwissenschaft einzusteigen und mehr darüber zu erfahren, wie wichtig es ist, alle Arten von Fanwerken zu erhalten und zu schützen. Obwohl sie sehr gerne ein Teil der OTW (Organisation for Transformative Works – Organisation für Transformative Werke) geworden wäre, gelang es ihr erst Mitte 2015 eine offene Rekrutierungs-Runde zu erwischen. Dies war kurz nachdem sie ihren Masterstudiengang abgeschlossen hatte. Zu dieser Zeit entdeckte sie auch einen Post, in dem freiwillige MitarbeiterInnen für das AO3 Dokumentations Komitee gesucht wurden – die perfekte Stelle für sie, die alles liebt, was mit Wörtern zu tun hat.

Später fand sie ihren Weg zu den Komitees Transformative Works and Cultures (Transformative Werke und Kultur) und Fanlore. Heute verbringt sie einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit damit, Mitglied dieser großartigen Fangemeinschaft zu sein. Wenn gerade keine Freiwilligenarbeit für die OTW zu leisten ist, kann sie in den verschiedenen Ecken des Marvel Fandoms angetroffen werden oder beim prokrastinieren mit ihrer neuesten Fic.

Wahlprogramm

1. Warum haben Sie sich entschieden, an der Vorstandswahl teilzunehmen?

Freiwilligenarbeit für die OTW nimmt jetzt seit einigen Jahren viel Raum in meinem fannischen Leben ein. Ich liebe die OTW; das, was sie repräsentiert und die Leute, die sie verkörpern. Und ich möchte dazu beitragen, dass sie auch weiterhin eine große Kraft für Gutes im Fandom sein kann. Das ist der Grund, weshalb ich über die Jahre so viele Stunden mit OTW-Arbeit verbracht habe, und das ist auch der Grund, weshalb ich mich für den Vorstand bewerbe. Der Vorstand spielt eine wichtige Rolle dabei, die Mission der OTW einzuhalten und uns transparent und verantwortungsbewusst aufzustellen und auf die Anliegen unserer Freiwilligen und Mitglieder zu reagieren.Und ich möchte gerne dazu beitragen, wo immer ich kann.

Ich denke schon seit einigen Jahren darüber nach, mich für den Vorstand zu bewerben, und dieses Jahr weiß ich zum ersten Mal, dass ich meine ganze Kraft dafür geben kann. Und obwohl es etwas wie „vollkommen vorbereitet sein, um im Vorstand zu arbeiten“ oder „alle erforderlichen Erfahrungen mitbringen“ nicht gibt, habe ich doch genügend Erfahrung gesammelt, um so zuversichtlich wie möglich zu sein, sowohl im Bezug auf den Beitrag den ich leisten kann, als auch die Erfahrungen, die ich mitbringe.

Mir ist auch vollkommen bewusst, wie wichtig es ist, engagierte, enthusiastische KandidatInnen für die Wahl zu haben, so dass wir weiterhin die besten Leute für den Vorstand finden können. Ich weiß, dass ich mit dem Einreichen meiner Kandidatur dazu beitrage, deshalb tue ich das.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrung würden Sie in den Vorstand einbringen?

Nach 15 im online Fandom verbrachten Jahren und fast vier Jahren als Freiwillige Helferin in der OTW kann ich grenzenlosen Enthusiasmus für Fandom in all seinen Formen einbringen und 100%igen Einsatz zur Förderung der Mission der OTW, die fannischen Interessen zu schützen. Meine Zeit als Co-Vorsitzende von Fanlore und eifrige Editorin des Fanlore Wiki haben mir ein Verständnis für unsere Geschichte und unseren Kontext gebracht, sowie ein Bewusstsein, wie unterschiedlich Sichtweisen im Fandom (und ganz besonders was die Arbeit der OTW betrifft) sein können. Ich habe Erfahrung damit auf fannische Sorgen der unterschiedlichsten Art zu reagieren und Wege zu finden, unterschiedliche Fan-Perspektiven zu einem Thema in Einklang zu bringen. Ich glaube, das sind wichtige Fähigkeiten, die ein OTW Vorstand haben sollte.

Ich habe außerdem mehr als drei Jahre in der Funktion als Vorsitzende verbracht und war einmal Co-Vorsitzende von zwei Komitees. Vorsitzende zu sein, hat mich gelehrt das große Ganze eines Komitees zu sehen und Langzeitplanungen und das Tagesgeschäft im Gleichgewicht zu halten – Erfahrungen, von denen ich annehmen, dass ich sie regelmäßig benötigen werde, sollte ich in den Vorstand gewählt werden. Außerdem habe ich viel über Beziehungen zwischen den Komitees und ihre Zusammenarbeit gelernt. Ich nehme an, dass dies ebenfalls wichtige Teile der Vorstandsarbeit sind. Und es hat mich sowohl einige wichtige Fähigkeiten des Zeitmanagements, als auch delegieren und priorisieren gelehrt.

Meine Arbeit als Freiwillige Mitarbeiterin im AO3 Dokumentationskomitee hat meine Fähigkeiten im Dokumentieren verbessert und ich plane diese einzusetzen, um die Prozesse und Aufgaben des Vorstands zu dokumentieren. Generell liegt mir Kommunikation und eine meiner Stärken liegt darin, genau die richtigen Worte zu finden um etwas zu vermitteln – egal, ob es sich um eine Nachricht zwischen Komitees, ein Stückchen Dokumentation oder einen erklärenden Post handelt. Und vor allem bin ich ein Team-Player und erreiche am meisten als Teil eines Teams.

3. Wählen Sie ein oder zwei Ziele für die OTW, die Ihnen wichtig sind und an denen Sie gerne während Ihrer Amtszeit arbeiten würden. Warum sind Ihnen diese Ziele wichtig? Wie würden Sie mit anderen zusammenarbeiten, um diese Ziele zu erreichen?

Das erste Thema, das mich brennend interessiert, ist es, mich um das Burnout-Risiko unserer freiwilligen MitarbeiterInnen zu kümmern. Da ich Co-Vorsitzende von zwei Komitees gewesen bin und, ehrlich gesagt, zeitweise selbst kurz vor dem Burnout stand, bin ich eng vertraut mit der Herausforderung, die Arbeit für die OTW und das reale Leben sowie andere fannische Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Ich weiß wie schwierig es sein kann, insbesondere für Diejenigen innerhalb der OTW, welche die Stützen ihrer jeweiligen Komitees und Projekte sind.

Es gibt nicht die eine, einfache Lösung, den Burnout zu verhindern, sondern eine Reihe von Möglichkeiten – einschließlich regelmäßiger Check-ins, Unterstützung durch das Anwerben zusätzlicher Komitee-Mitglieder, sowie durch die Dokumentation kritischer Prozesse – die helfen können. Sollte ich den Vorstand gewählt werden, würde ich daran arbeiten, Maßnahmen wie diese einzuführen und außerdem die Komitees ermutigen, sich über ihre Strategien auszutauschen, da das meiner Erfahrung nach eine weitere, sehr nützliche Möglichkeit ist, die Arbeitslast besser zu verteilen und dem Burnout entgegenzuwirken.

Zweitens würde ich gerne unser Engagement bei unserer wachsenden Mitgliederschaft sowie unseren Outreach unterstützen, sowohl bei fannischen wie nicht-fannischen Gemeinschaften. Die OTW steht zunehmend im Scheinwerferlicht, und das Bewusstsein für unsere Projekte wächst stetig. Das verdanken wir der Nominierung des AO3 für den Hugo Award, der exzellenten Arbeit unserer Rechtsabteilung und der harten Arbeit all unserer freiwilligen MitarbeiterInnen, welche sich auch im guten Zustand unserer verschiedenen Projekte widerspiegeln. Als Teil des Vorstands wäre es mein Ziel, noch mehr Wege zu finden, Fans und Nicht-Fans für unsere Arbeit zu begeistern, Kontakt mit neuen Gemeinschaften aufzunehmen und unsere Mission zu verbreiten. Dies ist bereits Teil meiner Arbeit bei Fanlore, wo wir regelmäßig Herausforderungen veranstalten und uns die Köpfe zerbrechen, wie wir neue RedakteurInnen für das Wiki begeistern können. Diese Erfahrung kann ich einbringen, um unseren Outreach zu verbessern und zu stärken.

4. Welche Erfahrungen haben Sie mit den Projekten der OTW? Und wie würden Sie mit den jeweiligen Komitees zusammenarbeiten, um diese zu unterstützen und zu stärken? Versuchen Sie eine Reihe unterschiedlicher Projekte zu berücksichtigen; Sie können aber gerne jene besonders hervorheben, mit denen Sie Erfahrung haben.

Während meiner Zeit als freiwillige Helferin für die OTW hatte ich das Glück mit sehr vielen verschiedenen Komitees aus unterschiedlichen Projekten der OTW zusammenarbeiten zu können.

Als freiwillige Mitarbeiterin und ehemalige Co-Vorsitzende des AO3 Dokumentationskomitees habe ich eng mit den Komitees Support, Accessibility, Design & Technology (AD&T, Barrierefreiheit, Design und Technik) und Übersetzung zusammengearbeitet: Antworten für FAQs entwerfen und Tutorials, für die beste Art mit Anfragen an den Support umzugehen, und dabei auf deren Wissen über NutzerInnen-Feedback zu vertrauen; Fragen über die AO3-Schnittstelle und mögliche Bugs an AD&T weiterleiten; Zusammenarbeit mit Übersetzung, um die Sprache der unterstützenden Dokumentation zu klären und sicherzustellen, dass Änderungen in der Dokumentation so eindeutig wie möglich erklärt werden. Daneben habe ich auch Entwürfe für Tutorials für Offene Türen Korrektur gelesen, was mir einige Einsicht in ihre wichtige Arbeit, gefährdete Archive zu erhalten, gegeben hat – und ich habe die Früchte dieser Arbeit dann auf Fanlore dokumentiert.

Derzeit arbeite ich als freiwillige Helferin für Transformative Works and Cultures und bin sehr an Forschung im Bereich der Fanwissenschaft interessiert: Ich habe als Nicht-Akademikerin an Konferenzen zu Fan-Studien teilgenommen und mich an vielen Diskussionen auf Twitter beteiligt. Und als derzeitige Co-Vorsitzende von Fanlore habe ich ein tiefgreifendes Verständnis für die Prioritäten, den Umfang des Wiki und auch für dessen Herausforderungen.

Bei den Komitees und Projekten, mit denen ich vertraut bin, beabsichtige ich, mich auf mein vorhandenes Wissen über ihre Arbeit und Zusammenarbeit zu verlassen, um zu entscheiden, wie ich sie als Mitglied des Vorstandes am besten unterstützen und mit ihnen zusammenarbeiten kann. Für diejenigen, mit denen ich weniger Zeit verbracht habe, beabsichtige ich die Dinge unvoreingenommen anzugehen, um so viel wie möglich darüber zu lernen, was sie vom Vorstand benötigen, ihre Historie, ihren Kontext und ihre Beziehungen zu anderen Projekten und Komitees der OTW.

5. Wie würden Sie Ihre Arbeit als Vorstand mit anderen Tätigkeiten innerhalb der OTW vereinbaren? Oder planen Sie die Übergabe Ihrer anderen Tätigkeiten, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren? Wie werden Sie vorgehen?

Da ich bereits seit einiger Zeit plane, meine Kandidatur für den OTW Vorstand einzureichen, habe ich zur Vorbereitung meine Verpflichtungen für die OTW im letzten Jahr zurückgeschraubt. Im Januar bin ich als Teil dessen von einer meiner Funktionen als Co-Vorsitzende zurückgetreten (AO3 Dokumentation). Derzeit habe ich Aufgaben in drei Komitees: Fanlore, wo ich Co-Vorsitzende bin; AO3 Dokumentation, wo ich als freiwillige Mitarbeiterin arbeite und Transformative Works and Cultures (TWC, Transformative Werke und Kultur), wo ich Layout-Redakteurin bin.

Von diesen nimmt meine Funktion in der TWC am wenigsten Zeit in Anspruch. Nur zwei- oder dreimal im Jahr, bevor eine Ausgabe veröffentlicht wird, erfordert sie eine Zeitlang intensive Arbeit. Meine Arbeit an Entwürfen und Korrekturlesen von Aufgaben für das AO3 Dokumentationskomitee ist auch ziemlich selbstgesteuert und kann sehr leicht mit meinen anderen Verpflichtungen in Einklang gebracht werden. Meine Aufgabe als Fanlore Vorsitzende ist die anspruchsvollste, sie erfordert sowohl die meiste tägliche Aufmerksamkeit als auch wöchentliche Komitee-Meetings. Ich teile diese Verantwortung mit einer/m fantastischen Co-Vorsitzenden, welche/r mir sehr hilft, mit der Arbeitslast umzugehen. Ich würde mich nicht für den Vorstand bewerben, wenn ich nicht davon ausgehen würde, dass ich die Vorstandsarbeit mit meinen Aufgaben als Vorsitzende ausbalancieren kann.

Sollte ich aber herausfinden, dass die Vorstandsarbeit fordernder ist als erwartet, oder sollten die Dinge aus anderen Gründen zu schwierig werden, können mein/e Co-Vorsitzende/r und ich nach anderen Möglichkeiten suchen, das Arbeitspensum neu zu verteilen, einschließlich der Rekrutierung neuer Komitee-Mitglieder oder der Ausbildung einer/eines weiteren Co-Vorsitzenden, so dass ich der Vorstandsarbeit so viel Zeit wie nötig widmen kann.