Kari Daytons Biografie und Wahlprogramm

Biographie

Kari Dayton (sie/ihr) hat das Fandom in sehr jungem Alter über Sailor Moon kennengelernt. Aber es sollte noch einige Jahre dauern, bis sie dann im Harry Potter-Fandom Fanfiction fand. (Sie glaubt fest an Trans-Rechte und ist begeistert von der Arbeit, die geleistet wurde, um das großartige Harry Potter-Fandom von den hasserfüllten Ansichten seiner Schöpferin zu distanzieren.) Obwohl viele „plot bunnies“ in ihrem Kopf leben, hat sie selbst nicht viel Fanfiction geschrieben. Sie zieht es vor, hinter den Kulissen als Tagbändigerin zu arbeiten – ein Komitee, dem sie 2018 beigetreten ist. Sie ist eine aktive Tagbändiger-„Supervisorin“ (seit 2019) und genießt es, bei administrativen Arbeiten zu helfen und Wege zu finden, um das Leben der Bändiger*innen einfacher zu machen.

Tagsüber arbeitet sie in der Technik für eine VoIP-Firma und ist intern die Haupt-Trainerin und technische Leiterin ihrer Abteilung. Zu ihren täglichen Aufgaben gehört es, Dokumentationen zu schreiben und zu aktualisieren, für verschiedene Abteilungen als Ressource zur Verfügung stehen, Fragen per Chat und E-Mail zu beantworten und neue Mitarbeiter*innen zu schulen. Sie ist in ihrer Firma dafür bekannt, Abteilungen bei der Zusammenarbeit zu helfen, die Kommunikation zwischen Abteilungen zu erleichtern, die Person zu sein, die alles weiß und generell der Meinung ist, dass Informationssilos für alle von Nachteil sind. Sie würde sich freuen, Sie in jeder Aufgabe zu schulen, über die Sie mehr wissen möchten – fragen Sie einfach!

Wahlprogramm

1. Warum haben Sie sich entschieden an der Vorstandswahl teilzunehmen?

Ich habe mich aus mehreren Gründen zur Kandidatur entschlossen. Eine meiner Hauptmotivationen ist, die OTW (Organisation für Transformative Werke) über das hinaus zu unterstützen, was ich derzeit in Form von Spenden und freiwilliger Arbeit tue. Ich glaube wirklich an das, was die OTW macht und wofür sie steht. Und ich glaube daran, meine Zeit, mein Geld und mein Engagement in Dinge zu stecken, die mir wichtig sind.

Außerdem bin ich ein sehr neugieriger Mensch, der am besten arbeitet, wenn er weiß, woran alle arbeiten und wie die einzelnen Teile eines Ganzen zusammenwirken. Daher schien mir die Kandidatur für den Vorstand ein logischer nächster Schritt zu sein! Ich mag es, das „große Ganze“ zu sehen, so dass ich meinen eigenen Anteil daran besser verstehen kann.

Schlussendlich wollte ich auch sicherstellen, dass wir genügend Kandidat*innen haben, damit unsere Notfall-Kandidat*innen nicht einspringen müssen. Ich hatte letztes Jahr in Erwägung gezogen zu kandidieren, aber es war eine sehr turbulente Zeit in meinem persönlichen Leben, so dass ich mich letztendlich dagegen entschieden habe. Eine weitere Motivation, dieses Jahr zu kandidieren, war, dass einige meiner OTW-Freunde dachten, dass ich gut in den Vorstand passen würde!

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrung würden Sie in den Vorstand einbringen?

Von meiner Arbeit in der OTW bringe ich eine Menge Erfahrung im Tagbändigen mit (in Form von drei Jahren Bändigen und zwei Jahren Supervision) sowie etwa sechs Monate Erfahrung im Support. Die OTW-Freiwilligenarbeit hat mir geholfen zu lernen, wie man klarer und effektiver mit Menschen kommuniziert, die Englisch nicht als erste Sprache sprechen, wie man aus der Ferne arbeitet und mit Menschen auf der ganzen Welt zusammenarbeitet.

Von meiner bezahlten Arbeit bringe ich noch mehr Erfahrung in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturen, Führungserfahrung (sowohl offiziell als auch inoffiziell), Erfahrung in der Organisation (Bibliothekswesen, Lehrplanentwicklung, Dokumentation) und viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen mit, die unterschiedliche Ziele haben können.

Ich habe keine Angst, mich zu äußern, wenn ich nicht sicher bin, ob ich etwas verstehe oder eine zusätzliche Erklärung benötige. Ich bin dafür bekannt, dass ich entweder eine Antwort auf eine Frage habe, schnell die Antwort auf eine Frage finden kann oder jemanden finde, der die Frage beantworten kann.

3. Wählen Sie ein oder zwei Ziele für die OTW, die Ihnen wichtig sind und an denen Sie gerne während Ihrer Amtszeit arbeiten würden. Warum sind Ihnen diese Ziele wichtig? Wie würden Sie mit anderen zusammenarbeiten, um diese Ziele zu erreichen?

Mein erstes Hauptziel ist es, marginalisierte Stimmen innerhalb des OTW-Teams zu verstärken. Ich denke, es ist wichtig sicherzustellen, dass wir zuhören und Änderungen vornehmen, um marginalisierten Menschen zu helfen, sowohl um ihr Wohlbefinden als auch die OTW zu verbessern. Meiner Erfahrung nach ist die OTW gut darin, zuzuhören – aber ich denke, sie könnte es noch besser machen (wie viele Organisationen). Einer der schwierigsten Teile dieses Ziels ist jedoch, Menschen innerhalb der OTW zu finden, die bereit sind, über ihre Erfahrungen zu sprechen (die sich selbst als marginalisiert bezeichnen). Ich bin motiviert, daran zu arbeiten hierfür eine Lösung zu finden. Das für mich selbst als marginalisierte Person mit vielen lieben Menschen, die ebenfalls marginalisiert sind, sehr wichtig. Dies ist auch ein wichtiger Teil meiner Bemühungen, Privilegien zu verlernen (so sehr es mir möglich ist). Die Stimmen derer zu verstärken, die sich vielleicht nicht gehört fühlen oder nicht das Gefühl haben, einen Platz am Tisch zu haben, ist ein unglaublich wichtiges (aber schwieriges) Ziel. Aber ich denke, es ist ein lohnendes Ziel für uns (die OTW), das wir angehen sollten.

Mein anderes Hauptziel ist es, eine offenere Kommunikation innerhalb der OTW zu fördern. Wir haben einen regelmäßigen Newsletter, und der Vorstand hat ein anonymes Feedback-Formular, aber ich würde gerne weitere Möglichkeiten erkunden, um mehr Sichtbarkeit sowohl zwischen den Komitees als auch innerhalb der Komitees zu fördern.

4. Welche Erfahrungen haben Sie mit den Projekten der OTW? Und wie würden Sie mit den jeweiligen Komitees zusammenarbeiten, um diese zu unterstützen und zu stärken? Versuchen Sie eine Reihe unterschiedlicher Projekte zu berücksichtigen, Sie können aber gerne jene besonders hervorheben, mit denen Sie Erfahrung haben.

Ich bin durch meine Arbeit als Tagbändigerin hauptsächlich mit dem Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) vertraut. Aber ich habe auch Erfahrung mit Fanlore (durch persönlichen Gebrauch) und Open Doors (Offene Türen) (mit Tag Mapping und enthusiastischer Unterstützung) gesammelt.

Ich würde gerne Gespräche mit weniger bekannten Projekten wie Fanhackers und Transformative Works and Cultures – TWC (Transformative Werke und Kulturen) führen, um zu sehen, ob sie daran interessiert sind, Wege zu finden, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen – entweder intern (innerhalb der OTW) oder extern (für Nicht-Freiwillige). Ich weiß zum Beispiel, dass Fanlore das ganze Jahr über spannende Aktivitäten durchführt. Vielleicht wäre Ähnliches für andere Projekte auch von Interesse? Wichtig ist dabei natürlich, mit den Komitees zu sprechen, um herauszufinden, was sie davon halten, so etwas zu übernehmen, und sie dabei zu unterstützen, sollten sie Interesse haben.

Ich würde auch gerne mehr über andere Projekte erfahren, um persönlich besser informiert zu sein, sollten Fragen oder Probleme auftauchen. Ich glaube, dass es meinem Verständnis und meiner Unterstützung der OTW als Ganzem nur helfen kann, mehr Wissen über die anderen Projekte zu haben, mit denen ich keine unmittelbaren Berührungspunkte habe.

Trotz meiner Begeisterung darüber, mehr über weniger bekannte Projekte zu erfahren, sehe ich mich auch verpflichtet, die sichtbareren internen Komitees, wie Tag Wrangling, Policy & Abuse (Richtlinien und Mißbrauch), Support und Translation (Übersetzung), in jeder Weise zu unterstützen, die sie benötigen oder wollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man viel erreichen kann, wenn man zu Feedback einlädt und den Antworten wirklich zuhört. Ich würde gerne mit diesen und anderen Komitees sprechen, um zu erfahren, wo ihre Schmerzpunkte liegen, und Unterstützung anbieten.

5. Wie würden Sie Ihre Arbeit als Vorstand mit anderen Tätigkeiten innerhalb der OTW vereinbaren? Oder planen Sie die Übergabe Ihrer anderen Tätigkeiten, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren? Wie werden Sie vorgehen?

Ich habe nicht vor, meine derzeitige Rolle aufzugeben, da das Supervisions-Team für das Tagbändigen groß genug ist, um mich zu unterstützen, falls ich etwas kürzer treten muss. Ich habe auch nicht vor, meine Arbeit im Tagbändigen zu reduzieren, da dies etwas ist, das in kleinen Aufgabenpaketen erledigt werden kann. Allerdings kann ich die Anzahl der Fandoms, die ich bearbeite, reduzieren, wenn ich mich mehr auf Vorstands-bezogene Arbeit konzentrieren muss.