Nikisha Sanders Biographie und Manifest

Nachträgliche Änderung: Laut dieser Ankündigung wurde Nikisha Sanders durch den OTW-Vorstand vom 2015-Stimmzettel entfernt.

Biographie

Nikisha Sanders hat einen BA in Soziologie und Anthropologie am Earlham College erworben, wo sie ihre Abschlussarbeit zum Thema Geschlechterbewusstsein und -identifikation unter queeren Frauen schrieb. Sie war Aktivistin für AIDS-Aufklärung und -Bildung, lobbyierte als Mitarbeiterin der Fairness Campaign auf lokaler und Landesebene für LGBT-Rechte, und diente als Vorstandsmitglied der “Jobs with Justice”-Zweigstelle in Kentucky. Von 2007 bis 2011 war sie freiwillige Mitarbeiterin im Finanzkomitee der OTW (Organisation für Transformative Werke). Von 2011 bis 2014 war sie Teil des Vorstands der OTW. Von 2011 bis 2015 war sie Schatzmeisterin der OTW und Vorsitzende des Finanzkomitees. Anfang 2015 ist sie dem Komitee „Entwicklung und Mitgliedschaft” beigetreten. In jeder ihrer Positionen hat sie ihre Erfahrungen im Management von gemeinnützigen Organisationen, Mittelbeschaffung sowie im Bereich der Finanzbuchhaltung eingebracht, sowie ein persönliches Interesse daran, eine Verbindung zu PoC (People of Color)-Fangemeinschaften herzustellen. Sie ist 2000 als eifrige Leserin von Buffy the Vampire Slayer-Fanfiction in das Online-Fandom eingestiegen. Seit 2006 schreibt sie auch in verschiedenen Film- und Fernsehfandoms. Mittlerweile umschließen ihre fannischen Interessen auch Vidding, Onlinecomics und das Marvel Cinematic Universe.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich war drei Jahre lang Mitglied des Vorstandes, nachdem ich 2011 gewählt wurde. Über die Entscheidung, nach einem Jahr als Amtsträgerin und reguläre freiwillige Mitarbeiterin wieder für den Vorstand anzutreten, habe ich monatelang nachgedacht. Ich werde ehrlich sein: Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es die beste Entscheidung ist. Ich habe beim ersten Mal Fehler gemacht. Ich bin mir sicher ich werde auch dieses Mal Fehler machen. Worüber ich mir aber ebenfalls sicher bin: Bei jedem Fehler, den ich begangen habe, habe ich mir Mühe gegeben, mich zu entschuldigen, meinen Fehler zu beheben und zu überdenken, und ich habe mich immer für diese Fehler verantwortlich gezeigt.

Während meiner ersten Amtszeit war es mir möglich, im Vorstand als Stimme für die freiwilligen MitarbeiterInnen zu fungieren, wenn andere deren Stimmen nicht wahrnahmen oder vertraten. Mir war es möglich, eine Beziehung zu einer Reihe von Komitees und Individuen aufzubauen und zu unterhalten, welche sich vorher vom Vorstand ausgeschlossen fühlten. Dies kam unserer Zusammenarbeit zugute. Ich konnte konkrete Unterstützung bei der Implementierung verschiedener Projekte und Vorgehensweisen bieten, welche die inneren Arbeitsabläufe der Organisation zum Besseren gewendet haben.

Ich glaube nicht nur, dass ich dies noch einmal tun kann, sondern auch, dass dies dringend nötig ist. Ich stimme der Richtung, die der Vorstand im Jahr 2015 eingeschlagen hat, nicht zu. Sie haben auf eine Weise gehandelt, die zu weniger statt zu mehr Transparenz geführt hat und so Fortschritte rückgängig gemacht, die während meiner Amtszeit erreicht wurden: mehr Probleme offen in Vorstandssitzungen zu besprechen und offeneren Dialog zwischen Vorstandsmitgliedern und freiwilligen MitarbeiterInnen zu fördern. Ich habe die Entfremdung zwischen dem Vorstand und den Komitees selbst erlebt. Es wurde nur wenig unternommen, um einen regelmäßigen Austausch mit freiwilligen MitarbeiterInnen zu ermöglichen. Statt dessen musste ich mit ansehen, wie der Vorstand Entscheidungen getroffen hat, die sich auf die Arbeit der Komitees auswirken, ohne sich vor Augen zu führen, wie dies die Arbeitsrealität beeinflusst. Dieses Defizit kann nur von Innen heraus behoben werden.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

In den letzten 20 Jahren habe ich Erfahrungen im gemeinnützigen Bereich gesammelt, wo ich von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin bis zur geschäftsführenden Direktorin jede Stellung eingenommen habe. Meine Aufgabengebiete beinhalteten unter Anderem das Beschaffen von Finanzmitteln, die Koordination und Schulung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, das Knüpfen von Kontakten, das Finanzmanagement, sowie die Koordinierung von Treffen. Durch die unterschiedlichen Posten, die ich im Laufe der Zeit in der OTW besetzt habe, verfüge ich außerdem über Erfahrung mit all diesen Aufgaben innerhalb der Organisation.

Als Vorstandsmitglied der OTW war ich eines von zwei Mitgliedern, die für die Bildung des ersten Komitees „Strategische Planung“ verantwortlich waren und die bei der Entwicklung und Umsetzung der ersten Phasen der „Strategische Planung“-Roadmap beteiligt waren. Ich habe mit dem „Freiwillige und Rekrutierung“-Komitee zusammengearbeitet, um einen Verhaltenskodex aufzustellen und einen konstruktiven Weg zu finden, auf Verstöße zu reagieren, durch welche alle Mitglieder geschützt werden. Außerdem habe ich mich beim „Freiwillige und Rekrutierung“-Komitee für Änderungen bei der Rekrutierung und Anlernung eingesetzt. Innerhalb des Vorstandes habe ich andere Mitglieder bei ihren jeweiligen Bemühungen unterstützt, die Dokumentation der Vorstandsarbeit zu verbessern, öffentliche Vorstandssitzungen abzuhalten und die Grundlagen für Konfliktlösungsstrategien zu legen, was die Verantwortlichkeit aller freiwilligen MitarbeiterInnen sowie der Vorstandsmitglieder erhöht hat.

Jede dieser Veränderungen führte zu Richtlinien, nach denen ich den größten Teil des Jahres 2015 als freiwillige Mitarbeiterin unabhängig vom Vorstand gearbeitet habe. Ich kenne aus erster Hand die Stärken, Schwächen und Auswirkungen der Vorstandsentscheidungen und wie sich diese auf die Arbeit der freiwilligen HelferInnen und Komitees auswirken. Diese Perspektive können nur eine Handvoll der OTW-Mitglieder aufweisen – es ist selten, dass Mitglieder des Vorstands danach wieder auf den Posten der freiwilligen HelferInnen zurückkehren – und der Vorstand kann von dieser Perspektive sehr profitieren.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich möchte, dass die OTW auch in 50 Jahren noch eine vitale Organisation ist, wofür eine Umsetzung des strategischen Plans und die Einstellung von leitenden Angestellten ein Anfang ist. Meiner Meinung nach brauchen wir mindestens eine/n VorstandsvorsitzendeN, eine/n FinanzchefIn, eine/n technische/n ReferentIn oder hauptverantwortliche/n CoderIn, eine/n HauptsystemanalytikerIn, eine/n UnternehmensjuristIn sowie eine/n LeiterIn der Personalabteilung. Idealerweise sollten diese Aufgabe in erster Linie an OTW-Mitglieder vergeben werden, die bereits in vergleichbaren Rollen tätig waren und welche in bezahlte Voll- oder Teilzeitstellen übernommen werden können. In Verbindung mit diesem Ziel würde ich es begrüßen, wenn einige unserer freiwilligen MitarbeiterInnen ihre ehrenamtlichen Stunden je nach Bedarf auf ein handlicheres und ausgeglicheneres Maß reduzieren könnten.

Unsere Zukunftsfähigkeit hängt auch von einer Erweiterung unserer Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung und unserer Fähigkeiten, Kontakte zu knüpfen, ab. Das „Entwicklung und Mitgliedschaft“-Komitee hat bereits gute Ideen für diesen Bereich, die ich umgesetzt sehen möchte. Das beinhaltet vor allem ein großes Spendenprogramm sowie Nachlassspenden und eine größere Präsenz der OTW auf Conventions und Konferenzen. Als Vorstandsmitglied würde ich dabei helfen, einen festen Plan für diese Dinge zu entwerfen und zusammen mit jetzigen und früheren Vorstandsmitgliedern nach den besten Möglichkeiten suchen, um uns mit bereits bestehenden oder zukünftigen UnterstützerInnen zu vernetzen und die Projekte der OTW einem neuen Publikum vorzustellen.

Am Ende meiner Amtszeit möchte ich, dass der Vorstand auf eine Art funktioniert, die eher einem traditionellen Vorstand entspricht, der sich auf die Unternehmensführung fokusiert. Um dies zu erreichen, muss der Vorstand seine Managementfähigkeiten ausbauen und eine Balance zwischen freundlicher Vernachlässigung und Micromanagement finden. Die Einbeziehung einer externen Ausbildung sowie die Schaffung eines Führungskomitees aus erfahrenen freiwilligen MitarbeiterInnen, Vorsitzenden und freien MitarbeiterInnen wird in einer effektiveren Führung resultieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich der Vorstand auf die Langzeitziele der Organisation konzentrieren kann.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Als Mitglied des Vorstands und anschließend als Schatzmeisterin habe ich mit allen Komitees der OTW in irgendeiner Weise zusammengearbeitet und bin mit allen unseren Projekten vertraut. Ich weiß aus Erfahrung, dass es als Vorstandsmitglied in erster Linie meine Aufgabe wäre, den Vorschlägen der Komitees zu folgen, ihren Fachkenntnissen zu vertrauen und auf ihre Anfragen zu reagieren, sowie von Zeit zu Zeit durch Nachfragen sicherzustellen, dass ihre Arbeit im Einklang mit der Mission und den Anforderungen der Organisation steht, sowie mit den gesetzlichen Bestimmungen, welchen wir als eingetragene gemeinnützige Organisation unterliegen.

Ein bestimmtes Beispiel dafür kam Ende des letzten Jahres sowie Anfang 2015 auf. Ein Projekt wurde vorgeschlagen, welches mit unserer Mission und mit unseren Zielen übereinstimmte, aber der Antrag äußerte sich nicht zur Zusammenarbeit mit anderen Komitees und er berücksichtigte nicht die finanziellen Auswirkungen des Plans. Mir ist es gelungen, auf diese Fragen aufmerksam zu machen und mit dem Komitee Wege zu finden, um diese Lücken anzusprechen. Dies führte zu einem besseren Verständnis für das Projekt, dessen Bedürfnisse sowie die möglichen Auswirkungen auf die Organisation.

Ich denke, dass dies eines der besten Dinge ist, die ich einbringen kann: die Fähigkeit, mit allen Komitees nach Bedarf zusammenzuarbeiten, um verschiedene Perspektiven ihrer Arbeit zu beleuchten und dabei zu helfen, ihre Projekte mit unseren gemeinsamen Zielen zu verbinden.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich nähere mich der Arbeit mit der OTW immer noch aus der Perspektive der Mittelbeschaffung und der Finanzen und dies sind auch mit die Bereiche, von denen ich denke, dass sie intern von höchster Priorität sein sollten. Sowohl im Bereich der Mittelbeschaffung als auch im Finanzmanagement waren wir nie in besserer Verfassung. Wir müssen beides beibehalten, sowie unsere Kapazitäten zur Mittelbeschaffung auf verschiedene Aktivitäten ausweiten, etwa indem wir ein großes Spendenprogramm schaffen und Nachlassspenden sowie die Verwendung von verzinsten Konten ermöglichen. Dies alles würde unsere Einnahmen erhöhen.

Nach Außen würde ich es gerne sehen, wenn die OTW sowohl online als auch offline mehr Beziehungen zu fannischen Gemeinden aufbaut. Dabei interessiert es mich besonders, unsere Präsenz auf Conventions, Konferenzen und an anderen Veranstaltungsorten zu erhöhen. Die Möglichkeit, persönlich mit anderen Fans in Kontakt zu treten, ist ein Privileg, und wir haben die Mittel, dies mehr unserer freiwilligen MitarbeiterInnen und HelferInnen zu ermöglichen und dabei gleichzeitig die Arbeit der OTW zu fördern. Wir können solche Plattformen nutzen, um Podiumsdiskussionen zu veranstalten, HauptrednerInnen zur Verfügung zu stellen und andere Möglichkeiten finden, um Diskussionen anzustoßen oder weiterzubringen – etwa über fannische Werke, die juristischen Probleme mit denen sich SchöpferInnen konfrontiert sehen, das entstehende akademische Feld der Fanstudien, sowie die Wichtigkeit, fannische Geschichte oder Produkte zu erhalten. Mein Ziel ist die Zusammenarbeit mit dem „Entwicklung und Mitgliedschaft“-Komitee und dem Vorstand, um ein konzentriertes Programm zur Kontaktaufnahme zu starten und einen Vorteil aus unseren Möglichkeiten zu ziehen, uns zu vernetzen und unsere Arbeit voranzubringen.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich bin sehr vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen, mit denen sich ein Vorstand einer gemeinnützingen Organisation konfrontiert sieht, da ich vor meiner Arbeit bei der OTW bereits bei zweien gearbeitet habe, sowohl als Personalvertretung als auch als Geschäftsführerin. Außerdem habe ich in meinen über 20 Jahren im gemeinnützigen Bereich noch mit vielen weiteren solchen Organisationen zusammengearbeitet.

Die Frage nach den Hauptverantwortlichkeiten teilt sich für mich in zwei Bereiche auf. Erstens ist da die juristische und treuhänderische Verantwortung einer guten Geschäftsführung, sowie die Pflichten der Loyalität, der Sorgfalt und der Gehorsamkeit, die die Verwaltung von Finanzen und Mitteln bestimmen. Dies sind die Grundsätze eines Managements einer gemeinnützigen Organisation. Zweitens glaube ich, dass der Vorstand die komplizierteren und manchmal etwas unklaren Verpflichtungen gegenüber den Menschen hat, mit denen und für die sie arbeiten. Diese Prinzipien beinhalten Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit; für die freiwilligen MitarbeiterInnen als Unterstützung da zu sein, zur Betreuung, Leitung und Zusammenarbeit; und die Fähigkeit, das große Ganze im Auge zu behalten, während man sich gleichzeitig angemessen Mühe gibt, die Details zu verstehen, um einen Plan zu entwickeln, um die Organisation auch für die Zukunft zu erhalten.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich habe meinen Posten als Schatzmeisterin bereits aufgegeben, etwas dass ich zum Ende des Jahres ohnehin tun wollte. Unabhängig vom Ausgang der Wahl möchte ich weiterhin ein Teil des „Entwicklung und Mitgliedschaft“-Komitees bleiben. Da das Komitee außerhalb der zwei jährlichen Kampagnen ein relativ geringes Arbeitsvolumen hat, und da ich möchte, dass der Vorstand eine aktivere Rolle in der Mittelbeschaffung einnimmt, habe ich keine Sorge, die Anforderungen meiner beiden Aufgaben miteinander zu vereinbaren.

Wahlergebnisse 2015

Das Wahlkomitee möchte allen diesjährigen KandidatInnen seinen Dank für ihre Bemühungen während dieses Wahlzeitraums aussprechen. Wir sind erfreut, euch hiermit die Ergebnisse der Vorstandswahl 2015 mitteilen zu können.

Atiya Hakeem und Matty Bowers (alphabetisch nach Vornamen geordnet) wurden offiziell in den Vorstand gewählt. Die neuen Vorstandsmitglieder werden, beginnend mit einem Monat Übergangszeit, am ersten Dezember ihren Sitz einnehmen. Wir wünschen ihnen für ihre Amtszeit alles Gute.

Damit endet diese Wahlperiode. Vielen Dank an alle die sich beteiligt haben, sei es durch die Verbreitung von Informationen zur Wahl, oder das Einreichen von Fragen für die KandidatInnen oder, natürlich, der Abgabe ihrer Stimmen. Wir freuen uns darauf Euch alle im nächsten Jahr wiederzusehen.

Dieser Newsbeitrag wurde von freiwilligen ÜbersetzerInnen der OTW übersetzt. Um mehr über uns und was wir tun herauszufinden, schau auf der transformativeworks.org-Seite des Übersetzungsteams vorbei.

Atiya Hakeems Biographie und Manifest

Biographie

Atiya Hakeem (Lady Oscar) schloss ihr Grundstudium in Biologie am California Institute of Technology ab und ging anschließend an die University of Hawaii, um in biomedizinischen Wissenschaften zu promovieren. Nachdem sie viele Jahre als Neurobiologin an der Caltech Autismus und soziale Kognition studierte, kehrte sie vor kurzem nach Hawaii zurück und verbringt im Moment ihre Zeit mit Erdferkeln im Zoo von Honolulu. Fandom war für sie schon immer Fluchtmöglichkeit und kreatives Ventil, mit Interessen wie Star Trek, Baseball, das Zeitalter der Segelschiffe, Hawaii Five-O und Anime. Aufgrund von letzterem begann sie, bei der Anime Expo und AX New York mitzuarbeiten. 2012 wurde sie Freiwillige bei der OTW (Organisation für Transformative Werke), und hat seither als Teil des Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) Support-Teams etwa 5.000 Anfragen von BenutzerInnen beantwortet. Da sie direkt dazu beitragen wollte, das AO3 am Laufen zu halten, trat sie Barrierefreiheit, Design und Technik (dem Programmier- und Designskomitee des AO3) als Testerin bei und ist jetzt Leiterin im Unterkomitee Qualitätssicherung und Test. Sie war auch aktiv in den Arbeitsgruppen Kategorieanpassung und Gutachten.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Nachdem ich die letzten 3 ½ Jahre für die OTW gearbeitet habe, möchte ich die so gesammelte Erfahrungen dafür nutzen, bei der Führung zu helfen. Wir sind nicht irgendeine gemeinnützige Organisation – unsere Stellung als internationale, virtuelle und Fandom-orientierte Gruppe macht uns ungewöhnlich, ebenso wie unsere extrem vielfältigen aber miteinander verbundenen Projekte. Ich glaube, es ist extrem wichtig für die Zukunft der OTW, einen Vorstand zu haben, der die speziellen Charakteristiken der OTW und ihrer Freiwilligen versteht, und ich kann zu diesem Verständnis beitragen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Zuallererst bringe ich meine Erfahrungen in der OTW selber mit. Als altgediente freiwillige Mitarbeiterin im AO3-Support habe ich ein Gespür dafür, was unsere Mitgliedschaft bewegt, sowie viel Erfahrung darin, mit diesen Anliegen hilfreich und professionell umzugehen. Ich habe durch Supportmeldungen, Kommentare zu Newsbeiträgen und den AO3 Status-Twitter ausgiebig mit dem fannischen Publikum zu tun gehabt. Als Mitglied von BD&T (Barrierefreiheit, Design und Technik) bin ich den Herausforderungen bei der Leitung eines großen Multikomitee-Projekts begegnet. Obwohl meine Arbeit größtenteils innerhalb des AO3 war, hatte ich in den Arbeitsgruppen Kategorieanpassung und Gutachten, in thematischen Chats und in sozialen Bereichen der OTW die Gelegenheit, Freiwillige aus allen Teilen der Organisation zu treffen und mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Im wirklichen Leben habe ich zwei relevante Erfahrungsquellen. Zuerst habe ich viele Jahre im Umfeld von akademischen Laboren gearbeitet. Dadurch habe ich Erfahrungen mit Budgetierung, Projektplanung, Personalmanagement, Mentoring und Training gesammelt. Außerdem habe ich Erfahrung mit mehreren gemeinnützigen Organisationen, sowohl als Mitglied wie auch als Spenderin, und habe aus erster Hand gesehen, wie viele gemeinnützige Gepflogenheiten in der “realen Welt” funktionieren oder nicht funktionieren.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

  • Prozesse optimieren, so dass alle Anfragen an den Vorstand rasch beantwortet und Entscheidungen schnell getroffen werden können
  • Debatten und Entscheidungsbildung des Vorstandes über alles außer vertraulichen persönlichen Angelegenheiten in den öffentlichen Raum bringen
  • Verbesserung des Finanzmanagement, Budgetplanung und Transparenz inbegriffen
  • Teil eines Vorstands sein, in dem alle Mitglieder produktiv und professionell zusammenarbeiten

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Überwiegend kommt meine Erfahrung vom AO3, sowohl vom Support-Komitee als auch vom “Barrierefreiheit, Design und Technik”-Komitee (BD&T). Als Mitglied von BD&T habe ich mit allen AO3-Komitees zusammengearbeitet, um das AO3 zu erhalten und zu verbessern. Dies beinhaltet das Offene Türen-Projekt, da BD&T das “Offene Türen”-Komitee beim Import von gefährdeten Archiven ins AO3 unterstützt. Meine Erfahrung bedeutet, dass ich aufs Engste und laufend damit vertraut bin, was die AO3-Komitees an Hilfe und Aufsicht vom Vorstand brauchen und nicht brauchen, und ich hoffe, dieses Verständnis in den Vorstand als Ganzen einbringen zu können. Da das AO3 sowohl der größte Verbraucher der finanziellen Ressourcen der OTW wie auch das bekannteste Projekt bei der Spendensammlung ist, halte ich es für extrem wichtig, dass der Vorstand es vollständig versteht und unterstützt.

Fanlore ist ein Projekt mit ähnlichen technischen Herausforderungen wie das AO3, aber mit noch größeren Personal- und Ressourcen-Schwierigkeiten. Ich würde gerne dabei helfen, stärkere Grundlagen zu entwickeln, damit die freiwilligen MitarbeiterInnen mehr Freiheit haben, sich auf die Ziele des Projekts zu konzentrieren.

Transformative Works and Cultures – TWC (Transformative Werke und Kultur) und Legal (Rechtsvertretung) laufen momentan sehr effizient und funktionell. Als Außenstehende und im Rahmen meines Umgangs mit Legal beim Weiterleiten von Support-Angelegenheiten, bin ich sehr von der Professionalität und Kompetenz ihrer freiwilligen MitarbeiterInnen beeindruckt. Ich denke, dass das Beste, was ich als Vorstandsmitglied für sie tun könnte, wäre es, sie so zu unterstützen, wie sie es wünschen.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich denke, die höchste Priorität der OTW sollte es sein, unser eigenes Haus in Ordnung zu bringen. Unser Finanzmanagement muss nachhaltiger sein: nicht nur eine Person, die alle Konten ungeprüft verwaltet, und keine Spendensammlung mehr ohne konkrete Ausgabenziele und geplante Budgets. Das ist etwas, das die erfolgreichen gemeinnützigen Organisationen, mit denen ich im “wahren Leben” zu tun habe, gut machen, und ich möchte ihre Arbeit als Vorbild nutzen.

Unser Umfeld für die Freiwilligen muss gesünder sein: weniger Überlastung, bessere Werkzeuge, bessere Kommunikation, besserer Informationsfluss vom Vorstand und durch Komitees.

Bei der Arbeit im AO3 sind mir häufig Situationen begegnet, in denen die fehlende Unterstützung durch den Vorstand unsere Arbeit erschwerte und die Stabilität des AO3 riskierte. Verzögerte Entscheidungen verhinderten den Kauf von notwendiger Ausrüstung, obwohl das Geld vorhanden war. Grundsatzentscheidungen ohne Transparenz und mit mangelndem Verständnis der Probleme führten zu schlechterer Moral bei den Freiwilligen und Entgleisung von Projekten. Als Vorstandsmitglied werden mir diese Erfahrungen dabei helfen, die Unterstützung all unserer Projekte und Freiwilligen zu verbessern.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich habe mich im Internet über die rechtlichen Grundlagen für den basierten Vorstand einer in den USA basierten gemeinnützigen Organisation informiert. Darüber hinaus, was wir von einem Vorstand brauchen, ist eine Gruppe, bei der sich unsere Freiwilligen darauf verlassen können, dass sie:

  • sich über die Projekte der OTW auf dem Laufenden hält
  • transparente, informierte und zeitnahe Entscheidungen trifft
  • verantwortungsbewusste finanzwirtschaftliche Aufsicht bietet
  • öffentlich die OTW repräsentiert

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Es ist wichtig, dass der Vorstand mit den alltäglichen Abläufen in den Komitees der OTW in Verbindung bleibt. Deshalb plane ich nicht, vollständig von meinen Rollen zurückzutreten. Support hat kürzlich eine Anzahl vielversprechende neue MitarbeiterInnen rekrutiert, und ich plane, meine Mitwirkung dort auf Mentoring und die Bewahrung von Wissen zu beschränken, wodurch sich mein zeitliches Engagement reduziert. Als LeiterIn in QS&T (Qualitätssicherung und Test) plane ich, ein/e MitarbeiterIn zu rekrutieren, der/die mir beim Management von Freiwilligenaufgaben hilft; wir sind auch daran, unsere Suite von automatischen Tests zu verbessern, was mein Engagement bei der Beaufsichtigung manueller Tests reduziert.

In der Vergangenheit habe ich meine Komiteearbeit zeitgleich mit einer Vollzeitstelle erledigt. Momentan nehme ich mir etwas Zeit, um mich auf meine Freiwilligenarbeit und Karriereentwicklung zu konzentrieren, was es mir ermöglichen sollte, meinen Verantwortlichkeiten im Vorstand die nötige Zeit zu widmen.

Matty Bowers Biographie und Manifest

Biographie

Matty stolperte das erste Mal über’s Fandom im Mai 1998. Richtig tief eingestiegen ist sie jedoch erst 2001. Ihre ersten Fandoms waren Highlander und Buffy, aber sehr schnell landete sie in einer Menge anderer Fandoms. Heute ist sie ein ausgesprochener Fan der Fandoms. Sie liest so ziemlich jedes Werk von epischer Länge in jedem Fandom! Matty hat sich die ersten Jahre im Hintergrund gehalten, aber schließlich begann sie, zu Fan-Projekten wie Newslettern und Rec-Communities beizutragen. Sie war fasziniert und interessiert, als sie erstmals Gerüchte über die Gründung eines Platzes hörte, wo die Fandoms die Server besitzten, und als 2009 Freiwillige gesucht wurden, trat sie der OTW (Organisation für Transformative Werke) als Tagbändigerin bei. Seit dem hat sie im Support-, dem Archive of Our Own – AO3 Dokumentations- und dem Missbrauchskomitee gearbeitet. Matty hat einen Hochschulabschluss in Pädagogik und verbrachte über zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie eine Arbeit auf technischem Gebiet aufnahm. Derzeit ist sie als Managerin für ein regionales Unternehmen tätig, und in ihrer Freizeit als technischer Support für ihre vielen Freunde und die Familie.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich war für die OTW als freiwillige Helfer- und Mitarbeiterin tätig sowie als Vorsitzende verschiedener Komitees in unterschiedlichen Situationen – ich habe in funktionierenden und nicht funktionierenden Teams gearbeitet, und ich lernte, was nötig ist, um besser zu werden. Das war nicht immer einfach, aber ich bin willens, die notwendige Arbeit reinzustecken. Zusammen mit einigen fantastischen freiwilligen MitarbeiterInnen half ich sowohl Support als auch Missbrauch, von einem nicht funktionierenden Komitee zu einem erfolgreichen umzuformen. Diese Erfahrung half mir aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen, wie die OTW funktioniert, beziehungsweise nicht funktioniert. Ich glaube, wir haben einen kritischen Punkt in der Entwicklung der OTW erreicht, und ich möchte dem Vorstand und der OTW helfen zu wachsen und voranzukommen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Während meines Berufslebens, sowohl als Lehrerin als auch als Geschäftsführerin, gewann ich eine Unmenge von Erfahrungen im Umgang mit Leuten in einer Vielzahl unterschiedlicher Situationen mit unterschiedlichen Fristen und Erfordernissen. Schnell und effektiv zu Kommunizieren ist eine Kernkomponente der Lehrtätigkeit; dies ist eine weitere Fähigkeit, die mir im Vorstand helfen wird. Das Arbeiten in der Grundschule lehrt, wie man mehrere Projekte gleichzeitig managed und Sachen erledigt.

Diese Erfahrungen waren sehr nützlich für mich, als ich mit der Aufgabe konfrontiert wurde, erst Support, dann Missbrauch, welche kurz vor dem Zusammenbruch standen, wieder aufzubauen. Beide Komitees waren von ihrer Arbeitslast erdrückt und hatten mit einem empfindlichen Mitarbeitermangel zu kämpfen. Mit der Unterstützung einiger fantastischer freiwilliger MitarbeiterInnen gelang es mir, die Arbeitsorganisation und das Training zu verbessern, effektivere Kommunikationswege mit anderen Komitees zu schaffen und einen festen Kern engagierter und aktiver Freiwilliger zu halten, der es uns erlaubte, auf die Nachfragen der BenutzerInnen in einer deutlich fristgerechteren Art zu reagieren. Das so geschaffene Fundament dürfte beiden Komitees helfen, mit den steigenden Anforderungen durch die BenutzerInnen zu wachsen. Ich bin sehr stolz auf diese Arbeit und auf die Teams, die wir gemeinsam aufgebaut haben.

Ich denke, der Vorstand ist ebenfalls an einem kritischen Punkt angelangt, und ich glaube, dass die Lektion, die mir die Arbeit an Support und Missbrauch erteilt hat, von großem Nutzen bei der Vorstandstätigkeit sein wird.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Eins der ersten Dinge, das wir tun müssen, ist einen Blick darauf werfen, wo wir jetzt sind und was Komitees tatsächlich vom Vorstand benötigen. Um das zu tun, ist es wichtig, alle Vorsitzenden in einen Dialog über den Zustand der OTW und ihrer Komitees einzubinden. Ich wäre gerne Teil eines Vorstands, der diesen Dialog mit den Vorsitzenden führen kann – der sich der derzeitigenProbleme bewusst ist und der Integration und Zusammenarbeit zwischen den Vorsitzenden fördern kann, um Lösungen für unsere gemeinsamen Probleme zu finden.

In den letzten Jahren haben wir uns damit abgemüht, Kontinuität zu erreichen. Einige Komitees schienen sich gut zu schlagen, während andere zu kämpfen hatten. Es ist zwingend notwendig, dass die OTW die Balance findet und sicher stellt, dass alle ihre Komitees und der Vorstand zusammenarbeiten, wenn ich meine Vorstandsarbeit beende. Unsere interne und externe Kommunikation ist oft nur Stückwerk; was dem Erfolg unserer Projekte und einem glücklichen und produktiven Umfeld für unsere Freiwilligen entgegensteht. Das muss sich ändern, und ich denke, dass der erste, essentielle Schritt hierfür die Änderung der Arbeitsweise der Vorstands ist.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Ich war im Support, der AO3 Dokumentation, Missbrauch und bei den Tagbändigern für mehrere Jahre tätig, und als Vorsitzende habe ich häufig mit den freiwilligen MitarbeiterInnen von Barrierefreiheit, Design und Technik, der Systemadministration, der Rechtsabteilung, Übersetzung, Kommunikation und Offene Türen zusammengearbeitet. Ich konnte mit eigenen Augen sehen, wie unglaublich engagiert jedeR in diesen Projekten ist und wie effektiv die Zusammenarbeit zwischen ihnen sein kann, wenn die richtigen Arbeitsabläufe vorhanden sind. Persönlich genieße ich die Arbeit an Fanlore und verschlinge mit Begeisterung jedes Journal; ich halte diese für wichtige Quellen des Fandoms.

Ich denke, das Wichtigste was ich als Vorstandsmitglied tun kann, ist herauszufinden, was jedes Projekt braucht und mein Bestes zu tun, dem Rechnung zu tragen. Der Vorstand sollte bereit und in der Lage sein, Komitees und freiwillige MitarbeiterInnen zu unterstützen und anzuleiten, so wie sie es benötigen, aber ihnen Freiheit bei ihrer täglichen Arbeit lassen. Eins der ersten Dinge, die ich als Vorstandsmitglied tun möchte, ist jedem Projekt die Hand zu reichen und einen offenen, ehrlichen Dialog darüber zu führen wo sie stehen und wo sie hin wollen. Ich werde dann diesen Belangen den Vorrang geben und sicherstellen, dass alle Projekte die Werkzeuge, die Mitarbeiter und die Ressourcen haben, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich möchte mehr Transparenz und Kommunikation zwischen Vorstand und den OTW Freiwilligen und Mitgliedern sehen. Die Freiwilligen des OTW sollen verstehen, warum der Vorstand die Entscheidungen trifft, die er trifft, und was der Vorstand für die Zukunft plant. Erhöhte Transparenz ermöglicht nicht nur einen gesteigerten Haftungsumpfang der Vorstandsmitglieder, sie gibt den freiwilligen MitarbeiternInnen und HelferInnen auch ein besseres Verständnis dafür, was innerhalb der Organisation passiert. In der Lage zu sein, das große Ganze zu sehen, erlaubt es Allen zu verstehen, wie ihr Einsatz die OTW formt und sich enger in die gesamte Organisation eingebunden zu fühlen.

Ich möchte ebenso gewährleisten, dass jedes Komitee die Hilfe und die Ressourcen hat, die es braucht, um erfolgreich zu sein. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit weiß ich nur zu gut, wie schwierig es ist, ein Komitee ohne ausreichende MitarbeiterInnen oder angemessene Arbeitsmittel zu leiten. Ich denke, es ist essentiell, dass Komitees, die dringend neue Werkzeuge benötigen um ihre Arbeit zu tun, die Unterstützung und Billigung für deren Einführung vom Vorstands innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens erhalten. Komitees sollten in der Lage sein, alle ihre Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Freiwillige MitarbeiterInnen sollten rechtzeitig bestätigt werden. Emails sollten umgehend beantwortet werden. Das war bisher nicht der Fall, und das ist etwas, was ich zu ändern hoffe.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich habe mehrere Jahre mit Arbeit für nicht-internetbasierte, gemeinnützige Organisationen verbracht, und als Vorsitzende des Supports habe ich selbständig einiges zu den Bestimmungen gemeinnütziger Organisationen in den USA recherchiert.

Der Vorstand hat die Verantwortung für die Leitung der OTW und die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, welche im Interesse der Organisation und ihrer Mitglieder sind. Ich glaube, es ist die Verantwortung des Vorstands Freiwillige und Mitglieder auf dem Laufenden zu halten, was in der Organisation geschieht, von den Finanzen bis hin zu den täglichen Entscheidungen des Vorstandes. Wir haben sicherzustellen, dass die OTW auf festem Boden steht um ihre Mission zu erfüllen, den Interessen der Fans zu dienen, indem wir einen Zugang zur Geschichte der Fanwerke und Fankultur ihren unzähligen Formen schaffen, und damit auch ihre Bewahrung ermöglichen.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich habe mich vor kurzem aus dem Tagbändigen und dem Support zurückgezogen und ein Trainingsprogramm für Vorsitzende des Missbrauchs gestartet. Mit Beginn der nächsten Amtszeit dürfte ich eineN funkelnagelneueN Missbrauchs Co-VorsitzendeN haben. Am Ende der nächsten Amtszeit sollten weitere freiwillige MitarbeiterInnen ihr Vorsitzenden-Trainingsprogramm abgeschlossen haben. EineR dieser glücklichen MitarbeiterInnen wird als Co-VorsitzendeR aufrücken, was mir erlaubt, auf den Posten einer Mitarbeiterin zurückzutreten. Mein Ziel ist, in irgendeiner Form beim Missbrauch zu bleiben, um nicht die Verbindung zu den Angelegenheiten der Komitees zu verlieren. Ich fühle, dass es wichtig ist, das Vorstandsmitglieder beteiligt bleiben und die Bedürfnisse der Komitees verstehen. Weiter zum Missbrauch zu gehören, einem Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) Komitee, was mit allen anderen AO3 Komitees sowie direkt mit den Benutzern arbeitet, würde mir ermöglichen, in Verbindung mit diesen anderen Teilen der OTW und den Benutzern des AO3 zu bleiben.

Katarina Harjus Biographie und Manifest

Biographie

Katarina ist eine Schwedisch sprechende Finnin, die momentan an einem Abschluss in Informationstechnologie arbeitet. Zuvor war sie viele Jahre in der Buchhaltung tätig. Sie machte sich 2000 auf die Suche nach Fandom, nachdem sie in einem Magazin darüber gelesen hatte (und wird für immer dankbar dafür sein, dass sie in einem Moment der Langeweile ausgerechnet nach diesem griff). Sie hat Fanwerke für eine Vielzahl von Fandoms erschaffen, von denen viele auf ihrer Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv)-Benutzerseite zu finden sind. Irgendwann auf diesem Weg verliebte sie sich in Podfics. Sie schreibt noch immer Fanfiction, nimmt Podfics auf und kreiert ab und zu fannische Handarbeiten, wenn auch nicht so oft wie sie gerne würde. Katarina verfolgte die Arbeit der OTW (Organisation für Transformative Werke) von Beginn an genau und begann sich 2013 als Mitglied des Übersetzungskomitees selbst zu beteiligen. Dort ist sie momentan Übersetzerin und freiwillige Mitarbeiterin. Sie verbrachte 2014 Zeit als Tagbändigerin und dient zur Zeit außerdem im AO3-Missbrauchskomitee.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Während meines Einsatzes für die OTW sind mir die Ziele der OTW, meine Mit-Freiwilligen und die BenutzerInnen unserer Projekte sehr ans Herz gewachsen. Es gibt allerdings einige Bereiche in der Arbeitsweise der OTW, mit denen ich nicht zufrieden bin, inklusive einiger Aspekte der Arbeit des derzeitigen Vorstandes. Ich denke, dass ich den Bedürfnissen der oben genannten Gruppen am besten dienen kann, indem ich mich für den Vorstand zur Wahl stelle – so kann ich auch helfen, die Vorstandsarbeit auf diese Bedürfnisse abzustimmen. Ich habe die Entwicklung der OTW von Beginn an verfolgt und mir sind ihre Mission und ihre Projekte sehr wichtig. In den letzten zwei Jahren habe ich viele Komitees gedeihen, kooperieren und Fortschritte hinsichtlich ihrer Ziele machen sehen, während andere sich aufgrund schlechter Kommunikation und schlechter Leitung durch den Vorstand abrackerten. Mich freiwillig als Teil des Vorstandes zu melden, halte ich für den logischen Weg, um dabei zu helfen, diese Probleme zu lösen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Ich habe professionelle Erfahrung in der Buchhaltung, und obwohl die Regularien sich unterscheiden, da die OTW ihren Sitz in den USA hat, sind die wesentlichen Elemente und die optimalen Verfahren der Buchhaltung und Bilanzierung doch die gleichen für die OTW wie für die Firmen, für die ich gearbeitet habe.

Als Teil der freiwilligen MitarbeiterInnen des Übersetzungskomitees habe ich praktische Erfahrung sowohl im Management als auch in der administrativen Arbeit. Das beinhaltet die Bearbeitung einer großen Anzahl E-Mails mit extrem vielfältigen Anfragen in kurzer Zeit, die Verwaltung der Aufgaben für unsere mehr als 150 freiwilligen HelferInnen, das Schreiben von Dokumentation und die Zusammenarbeit mit anderen Komitees. Ich habe Erfahrung in der Arbeit mit Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft und Kultur., sowohl in der OTW als auch im Offline-Leben, was eine exzellente Grundlage für die Arbeit im Vorstand einer so facettenreichen Organisation wie der OTW darstellt. Ich habe außerdem Erfahrung in der IT, und obwohl ich nie Teil der Gruppe war, die sicherstellt, dass das AO3 in Gang bleibt und immer besser wird, habe ich doch ein praktisches Verständis für das, was sie tut (und bin immens dankbar dafür).

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich würde gerne sehen, dass sich der Vorstand in eine Richtung entwickelt, in der er es nicht für nötig hält, am Alltagsgeschehen der Dinge beteiligt zu sein – einen Vorstand, der nicht bis ins kleinste kontrolliert und sich stattdessen auf Entscheidungen auf höchster Ebene konzentriert und Pläne macht, wie die Organisation ihre Mission erfüllen kann. Wenn die Beteiligung des Vorstandes doch einmal erforderlich ist, wie es manchmal der Fall ist, würde ich mein Bestes geben, um sicherzustellen, dass die Dinge glatt laufen und, noch wichtiger, schnell gehen, so dass die Arbeit der Komitees nicht unnötig verzögert wird.

Darüber hinaus würde ich gerne das Finanzkomitee in irgendeiner Form wieder eingesetzt sehen oder eine andere vernünftige Lösung dafür finden, wie unsere Finanzen verwaltet werden. Es erscheint nicht klug, all diese Arbeit auf die Schultern nur einer Person zu laden, wie es jetzt der Fall ist. Unabhängig von der Fähigkeit dieser Person, diese Arbeit zu schaffen, ist es einfach unverantwortlich, hinsichtlich der Verwaltung unserer Finanzen keine eingebaute Redundanz zu haben. Weil unsere Buchführung von nur einer einzigen Person verwaltet wird, die auch dafür verantwortlich ist, die Berichte für den Vorstand zu interpretieren (und sogar Teil des Vorstandes sein mag), gibt es keinen ausreichenden Überblick über die Finanzen und die Buchhaltung. Es gibt momentan keine interne oder externe Prüfung, weshalb es uns nicht möglich ist, ausreichend Verantwortlichkeit zu demonstrieren.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Ich war für einige Zeit Tagbändigerin und bin momentan Mitglied des AO3-Missbrauchskomitees. Ich bin auch eine AO3-Benutzerin, weshalb ich mehr praktische Erfahrung mit dem AO3 als mit anderen Projekten habe. Ich bin allerdings auch Mitglied des Übersetzungskomitees, das mit vielen der OTW-Projekte zusammenarbeit. Ich habe deshalb viele Gelegenheiten gehabt, mich mit ihrer Arbeit vertraut zu machen und mit den Komitees, die die Projekte möglich machen.

Insgesamt denke ich, ist es wichtig, dass der Vorstand zugänglich ist, und dass er in der Lage ist, durch offenen Dialog herauszufinden, was die Komitees benötigen, da die Komitees das selber am besten wissen. Dem Vorstand einen Vorschlag zu machen erscheint oft mehr als Hürde beim Erledigen von Dingen denn als Gelegenheit für Veränderung und nützliche Verbesserung von Plänen. Deshalb ist eine Sache, die ich für alle Projekte ändern möchte, so zugänglich wie möglich zu sein und meine Arbeit in angemessener Zeit zu erledigen.

Ich glaube, dass man den Komitees vertrauen sollte, dass sie die Arbeit, derer sie erwiesenermaßen fähig sind, ohne unnötige Einmischung erledigen. Für die, die Hilfe und Unterstützung benötigen, sollte diese angeboten aber nicht aufgezwungen werden. Wir sollten anderen Komitees zuhören, die ähnliche Probleme gelöst haben, lernen wie sie es geschafft haben und die, die noch damit kämpfen, ermutigen, es ihnen gleich zu tun. Der Vorstand kann nicht alles überall auf magische Weise in Ordnung bringen, aber er kann das Hintergrundwissen haben, um den Kontakt zwischen Personen herzustellen, die einander helfen können.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Während meiner beruflichen Karriere habe ich die Finanzen und Buchhaltung anderer Leute verwaltet und ich kann nicht anders als mich darauf zu fokussieren, wie die Finanzen der OTW momentan verwaltet werden. Es erscheint mir nicht ratsam, dass die gesamte Verantwortung auf einer einzelnen Person lastet. Was passiert, wenn uns diese Person, aus welchen Gründen auch immer, plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht? Wir haben außerdem zur Zeit kein prospektives Budget, was ein wichtiger Bestandteil für die Zukunftsplanung /Planung ist und zur Festsetzung von Mittelbeschaffungszielen.

Und wenn wir beim Thema Finanzen sind – ich denke, wir sollten es auch in anderer Hinsicht überdenken, nämlich hinsichtlich unseres Mittelbeschaffung. Wir hatten mehrere sehr erfolgreiche Mitgliedschaftskampagnen (und wir sind allen unseren SpenderInnen sehr dankbar), aber Tatsache ist, dass der größte Teil dieses Geldes noch immer auf einem Konto liegt und für nichts verwendet wird. Wie können wir es rechtfertigen, unsere BenutzerInnen um mehr zu bitten, wenn wir das Geld, das sie bereits gespendet haben, nicht verwendet haben? Es gibt sinnvolle Dinge, die damit getan werden könnten, z.B. Vertragspartner zu bezahlen, die am AO3-Code oder der OTW-Website mitarbeiten, oder dafür zu sorgen, dass wir rechtzeitig in neue Server für unsere Projekte investieren. Falls uns keine guten Verwendungsmöglichkeiten für das vorhandene Geld einfallen, sollten wir das ehrlich sagen, wenn wir um weitere Spenden bitten.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich bin keine US-amerikanische Staatsbürgerin, aber ich bin mit den Anforderungen an in den USA angesiedelte Non-Profit-Organisationen vertraut und insbesondere mit den Verantwortlichkeiten dieses Vorstandes. Ich würde mich nicht um eine Position bewerben, wenn ich mich nicht zuvor so gut wie möglich über die Verantwortlichkeiten informiert hätte, die sie mit sich bringt. Ich denke, die wesentlichste rechtliche Anforderung ist Sorgfaltspflicht eines Geschäftsführers für die Organisation und ihre Mitglieder: darüber informiert zu sein, was in der Organisation geschieht, Entscheidungen im Sinne ihrer Interessen und ihrer Mission zu treffen

Ich halte es für die Verantwortung des Vorstandes, das große Ganze zu betrachten und die Organisation im Einklang mit ihren Zielen zu führen. Der Vorstand sollte nicht für die alltägliche Verwaltung der Dinge verantwortlich sein. Der Vorstand der OTW hielt es manchmal für nötig, auf einem detaillierten Level involviert zu sein, das nicht ideal ist. Gerade weil die interne Struktur der OTW nicht geeignet war für ein Wachstum im aktuellen Tempo, sollte eine solche Beteiligung, wenn sie denn geschieht, effizient gehandhabt werden: es muss sicher gestellt werden, dass die alltägliche Arbeit nicht behindert wird oder, wenn das nicht möglich ist, dass sie so bald wie möglich wieder aufgenommen werden kann.

Ich halte es außerdem für die Verantwortung des Vorstandes, so offen wie möglich über seine Arbeit zu sprechen. Zur Zeit geschieht vieles von dem, was der Vorstand macht, in Bereichen, die nur für Vorstandsmitglieder einsehbar sind selbst wenn es um Themen geht, für die eine solche Geheimhaltung wirklich nicht notwendig ist. Ein solcher Anschein von Heimlichkeit – so unbeabsichtigt er auch sein mag – ist etwas, das der Vorstand nach Möglichkeit ablegen sollte.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich diene zur Zeit als freiwillige Mitarbeiterin im Missbrauchs- und im Übersetzungskomitee. Ich bin dankbar dafür, in Komitees zu arbeiten, die so stabil sind dass ich weiß, ich kann von meinen Aufgaben zurücktreten, ohne den Rest des Teams zu sehr zu belasten. Ich weiß, dass sie meinen Teil der Arbeit übernehmen können, ohne dass nennenswerte Veränderungen nötig wären.

Im Übersetzungskomitee arbeite ich als freiwillige Mitarbeiterin, was eine eher verwaltende Tätigkeit ist, und als Übersetzerin. Falls ich gewählt werde, werde ich eine Position im Übersetzungskomitee behalten, weil ich die Arbeit sehr befriedigend finde. Das Gemeinschaftsgefühl, das ich dort erlebe, hilft mir außerdem, mich daran zu erinnern, warum die OTW so wichtig für mich ist. Ich fühle ähnliches für das Missbrauchskomitee, und ich schätze die Gelegenheit, mit AO3-BenutzerInnen zu interagieren und ihnen zu helfen, selbst wenn es häufig delikate und wenig glückliche Umstände sind. Ich würde ungern eine dieser Positionen aufgeben; falls sich aber herausstellen sollte, dass die Vorstandsarbeit mich zu sehr in Anspruch nimmt, um in beiden Komitees bleiben zu können, würde ich es in Betracht ziehen, mich aus dem Missbrauchsteam zurück zu ziehen.

Andrea Horbinskis Biographie und Manifest

Biographie

Andrea Horbinski ist die Sekretärin des OTW (Organisation für Transformative Werke)-Vorstands und eine Doktorandin in moderner japanischer Geschichte mit Schwerpunkt auf Neue Medien an der University of California, Berkeley. In 2015 wurde sie zur Sekretärin des Vorstands der Ada Initiative, die der Zunahme von weiblicher Beteiligung an Open-Source-Technologie und -Kultur gewidmet ist, gewählt. Sie war zuvor Fulbright-Stipendiatin in Japan und war die Vorsitzende des OTW-Komitees für Internationalisierung und Outreach, bevor sie 2012 zum OTW-Vorstand gewählt wurde. Sie ist seit 1999 im Online-Fandom aktiv, nachdem sie eine Mittelstufenabschlussrede über ihre Liebe zu Star Wars verfasste. Schon bald beteiligte sie sich am Anime- und Manga-Fandom als AMV-Schöpferin und später Fan-Übersetzerin. Sie hat Fandom, Anime, Manga und japanische Geschichte und Folklore auf Kongressen und Konferenzen auf fünf Kontinenten zur Diskussion gebracht, einschließlich Otakon, Sirens, WisCon, AnimeExpo und HASTAC und ihre Artikel und Rezensionen erschienen in The WisCon Chronicles Ausgabe 6, Mechademia und Transformative Works and Cultures (Transformative Werke und Kultur).

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich habe umfassende praktische Erfahrung durch meine Tätigkeit im OTW-Vorstand und im Vorstand der Ada Initiative gesammelt, und ich bin begierig, weiterhin meine Fähigkeiten und Kompetenz zu nutzen, um die OTW zu verstärken und ihre Mission zu fördern. Außerdem wurde der Vorstand ein Ort, an dem meine Fähigkeiten und Erfahrung sind nicht nur wertvoll sind, sondern auch geschätzt werden und deshalb fiel mir die Entscheidung, erneut für den Vorstand zu kandidieren, leicht.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Die Befähigungen und Erfahrung, die ich in den Vorstand mitbringe, sind dreieinhalb Tätigkeitsjahre im Vorstand (eineinhalb als Sekretärin), insgesamt sieben Jahre Erfahrung mit der OTW in unterschiedlichen Rollen, und eine breite Vertrautheit mit anderen Organisationen, die auf dem Gebiet der Open-Source und offener Kultur arbeiten. Zum Beispiel war ich dieses Jahr Mitglied des Gutachterskomitees der Inspirekampagne (Englischer Link), eine Wikimedia Foundation Bemühung, die Geschlechterdiversität auf Wikipedia und die damit verbundenen Projekte durch die Finanzierung der Gemeinschaft vorschlagende Bemühungen erhöhen, und ich bin derzeit auch die Video-Archivarin der WisCon. Ich arbeite daran, WisCons reiche Geschichte als feministische Science-Fiction Konvention zu digitaliseren und zur Verfügung zu stellen. All diese Erfahrungen haben mich mit mehreren unterschiedlichen Organisationsmodellen ganz allgemein vertraut gemacht, sowie welche Art von Politik, Strukturen und Philosophien für eine gut geführte Organisation im Allgemeinen sorgen.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich bin besorgt, dass die Formulierung dieser Frage den Menschen eine falsche Vorstellung davon gibt, wie der OTW-Vorstand (oder jeder Vorstand) funktioniert! Als Vorstandsmitglieder sind wir verantwortlich für die gesamte Leitung und Verwaltung der OTW, sodass das grundsätzliche Ziel der Tätigkeiten für jedes Vorstandsmitglieds ist, ihre Verantwortung nach besten Kräften durchgeführt zu haben, um die Organisation und ihrer Mission am besten zu dienen. Dennoch ist das übergeordnetes Ziel des Vorstands für die nächsten drei Jahre klar: den strategische Plan der OTW zu verwirklichen, indem der Vorstand das „strategische Planung“- und „Freiwillige und Rekrutierung“-Komitees in seiner Arbeit unterstüzt, mit unterschiedlichen Komitees zusammenarbeitet, um die im Plan identifizierte Ziele, die sie und ihre Projekte betreffen, zu erreichen, und durch die Arbeit für die Durchführung der Ziele, die seine eigenen Rollen betreffen. Das ist einerseits das Ziel, an dem ich mit den anderen Mitgliedern des Vorstands arbeiten will um es zu erreichen; aber ganz allgemein will ich, dass die OTW in drei Jahren eine gemeinnützige Organisation mit einem wachsenden Budget ist, die gut aufgestellt für langfristige Nachhaltigkeit ist, sein wird. Um klar zu sein, das ist eine Herausforderung, aber es ist eine, die wir — die gesamte OTW — völlig schaffen können.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Als Vorstandsmitglied habe ich in den letzten drei Jahren mit allen Komitees zusammengearbeitet, die verantwortlich für diese Projekte sind und in meinem persönlichen und beruflichen Leben außerhalb der OTW arbeite ich mit ihnen in unterschiedlichen Kapazitäten zusammen: Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) ist der primäre Ort, an dem ich Fanfiction zum jetzigen Zeitpunkt konsumiere (obwohl nie soviel wie ich möchte!); Ich habe einen wissenschaftlichen Artikel in der Transformative Works and Cultures – TWC (Transformative Werke und Kultur – TWC) veröffentlicht und habe ihre veröffentlichtenen Artikel in meiner eigenen wissenschaftlichen Arbeit zitiert; Fanlore hat mir viele Sache über Fandom(s), die ich nicht wusste, erläutert; und die Arbeit der Rechtsvertretung der OTW war sehr wichtig dafür, den Schutz meines Interneterlebnisses zu verteidigen und auf vielfältige Weise zu erweitern nicht zuletzt ihre Bemühung, Ausnahmen vom DMCA zu sichern, da ich eine Vidderin bin. Das “Offene Türen”-Komitee und seine Tätigkeiten haben mich dazu inspiriert, sorgfältig und kritisch über Archive, Archivierung, und die Bedeutung, das gleiche für nicht-digitale Fandom-Geschichte zu tun, nachzudenken, was mir geholfen hat meine Ziele für meine Arbeit als Video Archivarin des WisCons zu formulieren.

Es ist eine unglücklicher Realität des OTW-Vorstands in seiner derzeitigen Form, dass die Umsetzung unserer dualen Verantwortung der Leitung und Verwaltung bedeutet, dass wir nicht wirklich viel Zeit haben, um mit den von uns überwachten Komitees aktiv zusammenzuarbeiten. Es passiert viel häufier, dass Komitees mit Vorschlägen für unterschiedliche Projekte zu uns kommen, die wir dann überprüfen: das Meiste unserer Zusammenarbeit besteht aus Zusammenarbeit mit Komitees in dieser Phase, um Bedenken, die sie in ihrem ursprünglichen Vorschlag übersehen könnten, anzusprechen, manchmal auch, weil diese Bedenken Aspekte der Organisationsabläufe, mit der Komitees nicht vertraut sind betreffen, da sie unter die Befugnisse des Vorstands fallen. Ich freue mich auf weitere Zusammenarbeit mit diesen Komitees, damit die OTWs Projekte weiter wachsen können!

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Eine Frage, über die ich kürzlich viel nachgedacht habe, ist Nachhaltigkeit. Dieses Thema wurde für mich das erste Mal im Rahmen der Diskussion über die Einstellung der Ada Initiative angesprochen, und obwohl dies die richtige Wahl für die Ada Initiative war, ist sie es offensichtlich nicht für die OTW. Also, was müssen wir tun, um sicherzustellen, dass die OTW langfristig nachhaltig ist, nicht nur drei, sondern fünf oder zehn oder zwanzig Jahre später? Es gibt immer noch viele Engpässe in der OTW, wo wir zu viel von einzelnen Freiwilligen verlangen, oder keine angemessene Bestimmungen haben, falls der Verlust von Schlüsselpersonen eintritt (in einem „von einem Bus überfahren“ Szenario, oder welchem Grund auch immer), und Umgang mit diesen Fehlerstellen ist durchaus ein großer Teil davon, die OTW nachhaltig zu machen. Die Ausführung des strategischen Plans wird auch offensichtlich zur dieser Nachhaltigkeit beitragen, aber sie ist etwas, denke ich, über das wir im Vorstand nur begonnen haben, uns eindeutig Gedanken zu machen, und für die Zukunft können und sollten wir mehr tun.

Noch eine Frage, über die ich nachgedacht habe, ist Sichtbarkeit. Eine Sache, die ich manchmal im Gespräch mit Menschen aus aller Welt frustrierend finde, ist, dass sie nichts von der OTW gehört haben, oder wenn sie gehört haben, kennen sie nur das AO3 – und viele AO3 BenutzerInnen haben keine Ahnung, dass AO3 ein Projekt der OTW ist und von der OTW unterstützt wird! Es besteht noch viel Spielraum um die OTW in den Räumen der offenen Kultur und des Open-Source-Aktivismus besser sichtbar zu machen, und in sichtbarer Weise Fandom und Fanwerke als legitime Aktivitäten außerhalb der Rechtssphäre zu verteidigen, und dies würde unsere Mission fördern. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber es ist eine andere Aufgabe, die letztlich die Organisation stärken wird.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Die Hauptverantwortlichkeiten des Vorstands werden in den Satzungen aufgeführt: Der Vorstand ist verantwortlich für die allgemeine Leitung der OTW in der Tätigkeit ihre Mission, und da der Vorstand keine seiner Aufgaben auf einen bezahlten Mitarbeiter, wie eine/n GeschäftsführerIn oder ein BetriebsdirektorIn, übertragen hat, heißt das, dass der Vorstand derzeit auch für das Tagesgeschäft der OTW verantwortlich ist. Als Sekretärin ist eine meiner Hauptverantwortlichkeiten die Satzungen der OTW zu erhalten; dank dieser Erfahrungen, meiner Vorstandstätigkeit in der OTW und der Ada Initiative, und meiner Arbeit mit anderen Organisationen, bin ich sehr vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für eine gemeinnützigen Organisation in den USA.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich bin derzeit in keinen anderen OTW Rollen.

Wahlenskomitee Notiz: am 14. September wurde ein Tippfehler als Antwort auf Frage 4 (erster Absatz , letzter Satz) mit der Erlaubnis der Kandidatin korrigiert.