James Beals Biographie und Manifest

Biographie

James Beal ist ein Systemadministrator mit über 26 Jahren Berufserfahrung. In den letzten 8 Jahre hat er sich auf High-Throughput-Computing spezialisiert und dies kürzlich auf das Implementieren privater Clouds erweitert. James lebt mit seiner Ehefrau und zwei Söhnen im Teenageralter in Großbritannien. Sein Fandom-Leben begann wahrscheinlich mit Doctor Who, Blake’s 7 und Per Anhalter durch die Galaxis. Heutzutage bevorzugt er Elementary, Doctor Who, Person of Interest, Steven Universe und Sherlock. Seine LieblingsautorInnen sind Seanan McGuire, Diana Wynne Jones, Diane Duane, Philip Pullman und Ben Aaronovitch. Er trat der Systemadministration im Januar 2011 als freiwilliger Mitarbeiter bei und wurde im März 2013 ihr technischer Leiter. Später im selben Jahr trat er dem „Barrierefreiheit, Design und Technik“-Komitee bei. Primär als freiwilliger Mitarbeiter, aber auch als Kontaktperson zur Systemadministration.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, bei der Vorstandswahl anzutreten?

Ich möchte kein Mitglied des Vorstandes sein. Ich hoffe, es gibt in dieser Wahl zahlreiche andere Personen, die als Vorstandsmitglied besser geeignet sind als ich. Ich bin im Laufe meiner professionellen Karriere Manager gewesen und finde es wesentlich stressiger, für Menschen verantwortlich zu sein als für Maschinen. Ich habe mich entschieden, mich für den Vorstand zur Wahl zu stellen, um sicherzustellen, dass es eine ordentliche Wahl gibt. Die einzige Art, wie ich das praktisch erreichen kann, ist, als Kandidat anzutreten. Ich bin der Ansicht, dass Wahlen ohne GegenkandidatInnen schädlich für die OTW (Organisation für Transformative Werke) sind, und ich möchte dazu beitragen sicherzustellen, dass wir nicht in eine Situation geraten, in der der Vorstand keinerlei Kontakt mit den Mitgliedern mehr hat. Wenn ich gewählt würde und es möglich wäre, den Sitz bei der nächsten Abstimmung zur Wahl zu stellen und trotzdem weiterhin zu kandidieren, (um die Wahrscheinlichkeit einer Wahl ohne GegenkandidatInnen zu verringern,) dann würde ich das tun. Sollte ich Mitglied des Vorstandes werden, dann würde ich alles daran setzen, meine sachdienlichen Qualifikationen einzubringen, um den besten Job zu machen, zu dem ich fähig bin.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Ich bin ein Techniker, der Teil des Teams gewesen ist, das sicherstellt, dass das Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv), Fanlore und Transformative Works – TWC (Transformative Werke und Kulturen) rund laufen. Als einer der wenigen „Datenbankadministratoren“ des AO3 wirke ich als Third Line für das Supportkomitee, wenn versucht wird, Probleme zu lösen, die mit den üblichen Supportwerkzeugen nicht geklärt werden können. Ich verstehe also einige der Probleme, die BenutzerInnen haben. Als Programmierer habe ich mich entweder auf Performanz- oder Stabilitätsverbesserung konzentriert, auch wenn ich versucht habe, Features zum AO3 hinzuzufügen, wie beispielsweise erste Schritte hin zu einer internationalisierten Benutzeroberfläche. Meine einzige Erfahrung mit gemeinnützigen Organisationen war als Vorstandsmitglied der Kindertagesstätte, die meine Kinder vor vielen Jahren besucht haben und als Schriftführer meines Bogensportvereins vor etwa 3 Jahren. Beides sind keine Erfahrungen die mir hier viel nützen werden.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Als Mitglied sowohl des „Barrierefreiheit, Design und Technik“-Komitees als auch der Systemadministration weiß ich, dass diese Teams mehr Ressourcen benötigen, obwohl das Team der Systemadministration im letzten Jahr wesentlich stärker geworden ist. Ich denke, beide Teams werden mit dem weiteren Wachstum der AO3 Vollzeitangestellte benötigen. Ich verstehe, dass sich das zur Zeit nicht praktisch umsetzen lässt, denke aber, dass der Vorstand die Idee von Teilzeit- oder Vollzeitdienstleistern weiterhin für diese Gruppen verfolgen sollte. Wir sollten nicht zögern, diese Art von Möglichkeit auch für andere Komitees zu erwägen, die Unterstützung brauchen. Ich denke, derzeitige freiwillige HelferInnen mit den entsprechenden Fähigkeiten und Erfahrungen sollten bevorzugt (allerdings nicht übermäßig) für diese Positionen in Betracht gezogen werden, und dass diese Positionen zu angemessenen arbeitsmarktüblichen Löhnen vergütet werden sollten. Ich glaube, dass diese Ideen im aktuellen Vorstand auf eine gewisse Zustimmung treffen würden.

Angesichts des Nachspiels der Wahlen 2015 denke ich, dass wir eine Möglichkeit benötigen, Mitglieder des Vorstandes abzuberufen. Wir müssen es mindestens als Recht der Mitglieder festschreiben, das Wahlenkomitee anzuweisen, eine Misstrauensabstimmung zu einem oder mehreren Mitgliedern des Vorstandes anzusetzen.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Rechtsabteilung und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Als Mitglied der Systemadministration habe ich am AO3 gearbeitet, und zwar als einer derjenigen, die Mitten in der Nacht geweckt werden, um Dinge wieder online zu bringen. Ich habe die Software aktualisiert, mit der das TWC im letzten Jahr lief. Das Fanlore-Wiki hatte in den letzten 4 Jahren seinen eigenen Spezialisten, aber wir arbeiten doch gelegentlich mit daran. Als Mitglied der Systemadministration habe ich der Rechtsabteilung Fragen gestellt und fand sie immer hilfsbereit und zügig in ihren Antworten, wenn es potentielle Probleme gab.

Als Mitglied des „Barrierefreiheit, Design & Technik“-Komitees habe ich geholfen, Antworten für die Rechtsabteilung rund um die praktischen Folgen potentieller Probleme zu formulieren. Ich stelle die Third Line für das Supportkomitee dar, wenn versucht wird, Probleme zu lösen, die mit den üblichen Supportwerkzeugen nicht geklärt werden können. Mein Kontakt mit Offene Türen beschränkt sich normalerweise auf das Hochladen von Grafiken.

5. Wählen Sie zwei Themen, von denen Sie glauben, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Nachhaltigkeit: Wir müssen anfangen, uns von einer reinen Freiwilligenorganisation hin zu einer Organisation zu entwickeln, in der wir eine gewissen Anzahl Dienstleister beschäftigen, und auf lange Sicht zu einer, in der wir einige Angestellte haben. Dies ist eine schwierige und knifflige Entwicklung und wir müssen sicherstellen, dass derzeit tätige Freiwillige HelferInnen nicht entmutigt werden, sondern es als Gelegenheit für schnelle Fortschritte in unseren Projekten sehen, während sichergestellt wird, dass die alltäglichen Aufgaben nicht vergessen werden.

Internationalisierung: Ich kann nur auf Englisch kommunizieren und schätze es daher, das AO3 in meiner Muttersprache verwenden zu können. Ich möchte, dass wir darauf hinarbeiten, dass das AO3 zumindest in verschiedenen Sprachen verwendet werden kann. Das ist ein Projekt, das viele Stunden Programmierung, viele Stunden Übersetzertätigkeiten und viele Stunden Tests beinhaltet. Wir haben bereits erste kleine Schritte getan; wir bewegen uns jedoch nicht so schnell, wie ich es mir wünsche, weil wir wie wild rudern, nur um uns über Wasser zu halten.

6. Was, glauben Sie, sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich glaube, dass es die zentrale Verantwortung eines Vorstandes ist, Entscheidungen im Interesse der Organisation zu treffen. Die Pflicht zur Fürsorge, Loyalität und Gehorsam folgt daraus. Die Vorstandsmitglieder haben die Verantwortung, die OTW zu lenken, indem sie strategische Ziele setzen, und sicherzustellen, dass wir auf eine Art handeln, die unsere finanzielle Zukunft sichert.

Auf praktischer Ebene bin ich der Meinung, dass ein Vorstand auf Anfragen in angemessener Weise reagieren muss, dass er willens sein muss, für die OTW zu sprechen und sie gegenüber ihren BenutzerInnen zu repräsentieren. Ich vermute, Vorstandsmitglieder müssen eine Reihe von Aufgaben erfüllen, die mir noch unbekannt sind.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich möchte wirklich kein Mitglied des Vorstandes werden und hoffe ehrlich, dass es wenigstens zwei gute KandidatInnen gibt, die Sitze im Vorstand gewinnen können. Ich hätte Probleme, mehr Zeit für OTW-Aktivitäten zu finden und müsste demnach die Arbeit an anderen Aufgaben zurückschrauben, die ich für die Organisation übernehme. Ich müsste meine Programmiertätigkeit auf ein Minimum reduzieren und prüfen, ob ein Teil der „Datenbankadministrator“-Tätigkeit auf eine der wenigen anderen Personen übertragen werden könnte, die diese Arbeit machen; sie sind allerdings mit ihren eigenen Aufgaben beschäftigt.

Dieser Newsbeitrag wurde von freiwilligen ÜbersetzerInnen der OTW übersetzt. Um mehr über uns und was wir tun herauszufinden, schau auf der transformativeworks.org-Seite des Übersetzungsteams vorbei.