Katarina Harjus Biographie und Manifest

Biographie

Katarina ist eine Schwedisch sprechende Finnin, die momentan an einem Abschluss in Informationstechnologie arbeitet. Zuvor war sie viele Jahre in der Buchhaltung tätig. Sie machte sich 2000 auf die Suche nach Fandom, nachdem sie in einem Magazin darüber gelesen hatte (und wird für immer dankbar dafür sein, dass sie in einem Moment der Langeweile ausgerechnet nach diesem griff). Sie hat Fanwerke für eine Vielzahl von Fandoms erschaffen, von denen viele auf ihrer Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv)-Benutzerseite zu finden sind. Irgendwann auf diesem Weg verliebte sie sich in Podfics. Sie schreibt noch immer Fanfiction, nimmt Podfics auf und kreiert ab und zu fannische Handarbeiten, wenn auch nicht so oft wie sie gerne würde. Katarina verfolgte die Arbeit der OTW (Organisation für Transformative Werke) von Beginn an genau und begann sich 2013 als Mitglied des Übersetzungskomitees selbst zu beteiligen. Dort ist sie momentan Übersetzerin und freiwillige Mitarbeiterin. Sie verbrachte 2014 Zeit als Tagbändigerin und dient zur Zeit außerdem im AO3-Missbrauchskomitee.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Während meines Einsatzes für die OTW sind mir die Ziele der OTW, meine Mit-Freiwilligen und die BenutzerInnen unserer Projekte sehr ans Herz gewachsen. Es gibt allerdings einige Bereiche in der Arbeitsweise der OTW, mit denen ich nicht zufrieden bin, inklusive einiger Aspekte der Arbeit des derzeitigen Vorstandes. Ich denke, dass ich den Bedürfnissen der oben genannten Gruppen am besten dienen kann, indem ich mich für den Vorstand zur Wahl stelle – so kann ich auch helfen, die Vorstandsarbeit auf diese Bedürfnisse abzustimmen. Ich habe die Entwicklung der OTW von Beginn an verfolgt und mir sind ihre Mission und ihre Projekte sehr wichtig. In den letzten zwei Jahren habe ich viele Komitees gedeihen, kooperieren und Fortschritte hinsichtlich ihrer Ziele machen sehen, während andere sich aufgrund schlechter Kommunikation und schlechter Leitung durch den Vorstand abrackerten. Mich freiwillig als Teil des Vorstandes zu melden, halte ich für den logischen Weg, um dabei zu helfen, diese Probleme zu lösen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Ich habe professionelle Erfahrung in der Buchhaltung, und obwohl die Regularien sich unterscheiden, da die OTW ihren Sitz in den USA hat, sind die wesentlichen Elemente und die optimalen Verfahren der Buchhaltung und Bilanzierung doch die gleichen für die OTW wie für die Firmen, für die ich gearbeitet habe.

Als Teil der freiwilligen MitarbeiterInnen des Übersetzungskomitees habe ich praktische Erfahrung sowohl im Management als auch in der administrativen Arbeit. Das beinhaltet die Bearbeitung einer großen Anzahl E-Mails mit extrem vielfältigen Anfragen in kurzer Zeit, die Verwaltung der Aufgaben für unsere mehr als 150 freiwilligen HelferInnen, das Schreiben von Dokumentation und die Zusammenarbeit mit anderen Komitees. Ich habe Erfahrung in der Arbeit mit Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft und Kultur., sowohl in der OTW als auch im Offline-Leben, was eine exzellente Grundlage für die Arbeit im Vorstand einer so facettenreichen Organisation wie der OTW darstellt. Ich habe außerdem Erfahrung in der IT, und obwohl ich nie Teil der Gruppe war, die sicherstellt, dass das AO3 in Gang bleibt und immer besser wird, habe ich doch ein praktisches Verständis für das, was sie tut (und bin immens dankbar dafür).

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich würde gerne sehen, dass sich der Vorstand in eine Richtung entwickelt, in der er es nicht für nötig hält, am Alltagsgeschehen der Dinge beteiligt zu sein – einen Vorstand, der nicht bis ins kleinste kontrolliert und sich stattdessen auf Entscheidungen auf höchster Ebene konzentriert und Pläne macht, wie die Organisation ihre Mission erfüllen kann. Wenn die Beteiligung des Vorstandes doch einmal erforderlich ist, wie es manchmal der Fall ist, würde ich mein Bestes geben, um sicherzustellen, dass die Dinge glatt laufen und, noch wichtiger, schnell gehen, so dass die Arbeit der Komitees nicht unnötig verzögert wird.

Darüber hinaus würde ich gerne das Finanzkomitee in irgendeiner Form wieder eingesetzt sehen oder eine andere vernünftige Lösung dafür finden, wie unsere Finanzen verwaltet werden. Es erscheint nicht klug, all diese Arbeit auf die Schultern nur einer Person zu laden, wie es jetzt der Fall ist. Unabhängig von der Fähigkeit dieser Person, diese Arbeit zu schaffen, ist es einfach unverantwortlich, hinsichtlich der Verwaltung unserer Finanzen keine eingebaute Redundanz zu haben. Weil unsere Buchführung von nur einer einzigen Person verwaltet wird, die auch dafür verantwortlich ist, die Berichte für den Vorstand zu interpretieren (und sogar Teil des Vorstandes sein mag), gibt es keinen ausreichenden Überblick über die Finanzen und die Buchhaltung. Es gibt momentan keine interne oder externe Prüfung, weshalb es uns nicht möglich ist, ausreichend Verantwortlichkeit zu demonstrieren.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Ich war für einige Zeit Tagbändigerin und bin momentan Mitglied des AO3-Missbrauchskomitees. Ich bin auch eine AO3-Benutzerin, weshalb ich mehr praktische Erfahrung mit dem AO3 als mit anderen Projekten habe. Ich bin allerdings auch Mitglied des Übersetzungskomitees, das mit vielen der OTW-Projekte zusammenarbeit. Ich habe deshalb viele Gelegenheiten gehabt, mich mit ihrer Arbeit vertraut zu machen und mit den Komitees, die die Projekte möglich machen.

Insgesamt denke ich, ist es wichtig, dass der Vorstand zugänglich ist, und dass er in der Lage ist, durch offenen Dialog herauszufinden, was die Komitees benötigen, da die Komitees das selber am besten wissen. Dem Vorstand einen Vorschlag zu machen erscheint oft mehr als Hürde beim Erledigen von Dingen denn als Gelegenheit für Veränderung und nützliche Verbesserung von Plänen. Deshalb ist eine Sache, die ich für alle Projekte ändern möchte, so zugänglich wie möglich zu sein und meine Arbeit in angemessener Zeit zu erledigen.

Ich glaube, dass man den Komitees vertrauen sollte, dass sie die Arbeit, derer sie erwiesenermaßen fähig sind, ohne unnötige Einmischung erledigen. Für die, die Hilfe und Unterstützung benötigen, sollte diese angeboten aber nicht aufgezwungen werden. Wir sollten anderen Komitees zuhören, die ähnliche Probleme gelöst haben, lernen wie sie es geschafft haben und die, die noch damit kämpfen, ermutigen, es ihnen gleich zu tun. Der Vorstand kann nicht alles überall auf magische Weise in Ordnung bringen, aber er kann das Hintergrundwissen haben, um den Kontakt zwischen Personen herzustellen, die einander helfen können.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Während meiner beruflichen Karriere habe ich die Finanzen und Buchhaltung anderer Leute verwaltet und ich kann nicht anders als mich darauf zu fokussieren, wie die Finanzen der OTW momentan verwaltet werden. Es erscheint mir nicht ratsam, dass die gesamte Verantwortung auf einer einzelnen Person lastet. Was passiert, wenn uns diese Person, aus welchen Gründen auch immer, plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht? Wir haben außerdem zur Zeit kein prospektives Budget, was ein wichtiger Bestandteil für die Zukunftsplanung /Planung ist und zur Festsetzung von Mittelbeschaffungszielen.

Und wenn wir beim Thema Finanzen sind – ich denke, wir sollten es auch in anderer Hinsicht überdenken, nämlich hinsichtlich unseres Mittelbeschaffung. Wir hatten mehrere sehr erfolgreiche Mitgliedschaftskampagnen (und wir sind allen unseren SpenderInnen sehr dankbar), aber Tatsache ist, dass der größte Teil dieses Geldes noch immer auf einem Konto liegt und für nichts verwendet wird. Wie können wir es rechtfertigen, unsere BenutzerInnen um mehr zu bitten, wenn wir das Geld, das sie bereits gespendet haben, nicht verwendet haben? Es gibt sinnvolle Dinge, die damit getan werden könnten, z.B. Vertragspartner zu bezahlen, die am AO3-Code oder der OTW-Website mitarbeiten, oder dafür zu sorgen, dass wir rechtzeitig in neue Server für unsere Projekte investieren. Falls uns keine guten Verwendungsmöglichkeiten für das vorhandene Geld einfallen, sollten wir das ehrlich sagen, wenn wir um weitere Spenden bitten.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich bin keine US-amerikanische Staatsbürgerin, aber ich bin mit den Anforderungen an in den USA angesiedelte Non-Profit-Organisationen vertraut und insbesondere mit den Verantwortlichkeiten dieses Vorstandes. Ich würde mich nicht um eine Position bewerben, wenn ich mich nicht zuvor so gut wie möglich über die Verantwortlichkeiten informiert hätte, die sie mit sich bringt. Ich denke, die wesentlichste rechtliche Anforderung ist Sorgfaltspflicht eines Geschäftsführers für die Organisation und ihre Mitglieder: darüber informiert zu sein, was in der Organisation geschieht, Entscheidungen im Sinne ihrer Interessen und ihrer Mission zu treffen

Ich halte es für die Verantwortung des Vorstandes, das große Ganze zu betrachten und die Organisation im Einklang mit ihren Zielen zu führen. Der Vorstand sollte nicht für die alltägliche Verwaltung der Dinge verantwortlich sein. Der Vorstand der OTW hielt es manchmal für nötig, auf einem detaillierten Level involviert zu sein, das nicht ideal ist. Gerade weil die interne Struktur der OTW nicht geeignet war für ein Wachstum im aktuellen Tempo, sollte eine solche Beteiligung, wenn sie denn geschieht, effizient gehandhabt werden: es muss sicher gestellt werden, dass die alltägliche Arbeit nicht behindert wird oder, wenn das nicht möglich ist, dass sie so bald wie möglich wieder aufgenommen werden kann.

Ich halte es außerdem für die Verantwortung des Vorstandes, so offen wie möglich über seine Arbeit zu sprechen. Zur Zeit geschieht vieles von dem, was der Vorstand macht, in Bereichen, die nur für Vorstandsmitglieder einsehbar sind selbst wenn es um Themen geht, für die eine solche Geheimhaltung wirklich nicht notwendig ist. Ein solcher Anschein von Heimlichkeit – so unbeabsichtigt er auch sein mag – ist etwas, das der Vorstand nach Möglichkeit ablegen sollte.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich diene zur Zeit als freiwillige Mitarbeiterin im Missbrauchs- und im Übersetzungskomitee. Ich bin dankbar dafür, in Komitees zu arbeiten, die so stabil sind dass ich weiß, ich kann von meinen Aufgaben zurücktreten, ohne den Rest des Teams zu sehr zu belasten. Ich weiß, dass sie meinen Teil der Arbeit übernehmen können, ohne dass nennenswerte Veränderungen nötig wären.

Im Übersetzungskomitee arbeite ich als freiwillige Mitarbeiterin, was eine eher verwaltende Tätigkeit ist, und als Übersetzerin. Falls ich gewählt werde, werde ich eine Position im Übersetzungskomitee behalten, weil ich die Arbeit sehr befriedigend finde. Das Gemeinschaftsgefühl, das ich dort erlebe, hilft mir außerdem, mich daran zu erinnern, warum die OTW so wichtig für mich ist. Ich fühle ähnliches für das Missbrauchskomitee, und ich schätze die Gelegenheit, mit AO3-BenutzerInnen zu interagieren und ihnen zu helfen, selbst wenn es häufig delikate und wenig glückliche Umstände sind. Ich würde ungern eine dieser Positionen aufgeben; falls sich aber herausstellen sollte, dass die Vorstandsarbeit mich zu sehr in Anspruch nimmt, um in beiden Komitees bleiben zu können, würde ich es in Betracht ziehen, mich aus dem Missbrauchsteam zurück zu ziehen.

Andrea Horbinskis Biographie und Manifest

Biographie

Andrea Horbinski ist die Sekretärin des OTW (Organisation für Transformative Werke)-Vorstands und eine Doktorandin in moderner japanischer Geschichte mit Schwerpunkt auf Neue Medien an der University of California, Berkeley. In 2015 wurde sie zur Sekretärin des Vorstands der Ada Initiative, die der Zunahme von weiblicher Beteiligung an Open-Source-Technologie und -Kultur gewidmet ist, gewählt. Sie war zuvor Fulbright-Stipendiatin in Japan und war die Vorsitzende des OTW-Komitees für Internationalisierung und Outreach, bevor sie 2012 zum OTW-Vorstand gewählt wurde. Sie ist seit 1999 im Online-Fandom aktiv, nachdem sie eine Mittelstufenabschlussrede über ihre Liebe zu Star Wars verfasste. Schon bald beteiligte sie sich am Anime- und Manga-Fandom als AMV-Schöpferin und später Fan-Übersetzerin. Sie hat Fandom, Anime, Manga und japanische Geschichte und Folklore auf Kongressen und Konferenzen auf fünf Kontinenten zur Diskussion gebracht, einschließlich Otakon, Sirens, WisCon, AnimeExpo und HASTAC und ihre Artikel und Rezensionen erschienen in The WisCon Chronicles Ausgabe 6, Mechademia und Transformative Works and Cultures (Transformative Werke und Kultur).

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich habe umfassende praktische Erfahrung durch meine Tätigkeit im OTW-Vorstand und im Vorstand der Ada Initiative gesammelt, und ich bin begierig, weiterhin meine Fähigkeiten und Kompetenz zu nutzen, um die OTW zu verstärken und ihre Mission zu fördern. Außerdem wurde der Vorstand ein Ort, an dem meine Fähigkeiten und Erfahrung sind nicht nur wertvoll sind, sondern auch geschätzt werden und deshalb fiel mir die Entscheidung, erneut für den Vorstand zu kandidieren, leicht.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Die Befähigungen und Erfahrung, die ich in den Vorstand mitbringe, sind dreieinhalb Tätigkeitsjahre im Vorstand (eineinhalb als Sekretärin), insgesamt sieben Jahre Erfahrung mit der OTW in unterschiedlichen Rollen, und eine breite Vertrautheit mit anderen Organisationen, die auf dem Gebiet der Open-Source und offener Kultur arbeiten. Zum Beispiel war ich dieses Jahr Mitglied des Gutachterskomitees der Inspirekampagne (Englischer Link), eine Wikimedia Foundation Bemühung, die Geschlechterdiversität auf Wikipedia und die damit verbundenen Projekte durch die Finanzierung der Gemeinschaft vorschlagende Bemühungen erhöhen, und ich bin derzeit auch die Video-Archivarin der WisCon. Ich arbeite daran, WisCons reiche Geschichte als feministische Science-Fiction Konvention zu digitaliseren und zur Verfügung zu stellen. All diese Erfahrungen haben mich mit mehreren unterschiedlichen Organisationsmodellen ganz allgemein vertraut gemacht, sowie welche Art von Politik, Strukturen und Philosophien für eine gut geführte Organisation im Allgemeinen sorgen.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich bin besorgt, dass die Formulierung dieser Frage den Menschen eine falsche Vorstellung davon gibt, wie der OTW-Vorstand (oder jeder Vorstand) funktioniert! Als Vorstandsmitglieder sind wir verantwortlich für die gesamte Leitung und Verwaltung der OTW, sodass das grundsätzliche Ziel der Tätigkeiten für jedes Vorstandsmitglieds ist, ihre Verantwortung nach besten Kräften durchgeführt zu haben, um die Organisation und ihrer Mission am besten zu dienen. Dennoch ist das übergeordnetes Ziel des Vorstands für die nächsten drei Jahre klar: den strategische Plan der OTW zu verwirklichen, indem der Vorstand das „strategische Planung“- und „Freiwillige und Rekrutierung“-Komitees in seiner Arbeit unterstüzt, mit unterschiedlichen Komitees zusammenarbeitet, um die im Plan identifizierte Ziele, die sie und ihre Projekte betreffen, zu erreichen, und durch die Arbeit für die Durchführung der Ziele, die seine eigenen Rollen betreffen. Das ist einerseits das Ziel, an dem ich mit den anderen Mitgliedern des Vorstands arbeiten will um es zu erreichen; aber ganz allgemein will ich, dass die OTW in drei Jahren eine gemeinnützige Organisation mit einem wachsenden Budget ist, die gut aufgestellt für langfristige Nachhaltigkeit ist, sein wird. Um klar zu sein, das ist eine Herausforderung, aber es ist eine, die wir — die gesamte OTW — völlig schaffen können.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Als Vorstandsmitglied habe ich in den letzten drei Jahren mit allen Komitees zusammengearbeitet, die verantwortlich für diese Projekte sind und in meinem persönlichen und beruflichen Leben außerhalb der OTW arbeite ich mit ihnen in unterschiedlichen Kapazitäten zusammen: Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) ist der primäre Ort, an dem ich Fanfiction zum jetzigen Zeitpunkt konsumiere (obwohl nie soviel wie ich möchte!); Ich habe einen wissenschaftlichen Artikel in der Transformative Works and Cultures – TWC (Transformative Werke und Kultur – TWC) veröffentlicht und habe ihre veröffentlichtenen Artikel in meiner eigenen wissenschaftlichen Arbeit zitiert; Fanlore hat mir viele Sache über Fandom(s), die ich nicht wusste, erläutert; und die Arbeit der Rechtsvertretung der OTW war sehr wichtig dafür, den Schutz meines Interneterlebnisses zu verteidigen und auf vielfältige Weise zu erweitern nicht zuletzt ihre Bemühung, Ausnahmen vom DMCA zu sichern, da ich eine Vidderin bin. Das “Offene Türen”-Komitee und seine Tätigkeiten haben mich dazu inspiriert, sorgfältig und kritisch über Archive, Archivierung, und die Bedeutung, das gleiche für nicht-digitale Fandom-Geschichte zu tun, nachzudenken, was mir geholfen hat meine Ziele für meine Arbeit als Video Archivarin des WisCons zu formulieren.

Es ist eine unglücklicher Realität des OTW-Vorstands in seiner derzeitigen Form, dass die Umsetzung unserer dualen Verantwortung der Leitung und Verwaltung bedeutet, dass wir nicht wirklich viel Zeit haben, um mit den von uns überwachten Komitees aktiv zusammenzuarbeiten. Es passiert viel häufier, dass Komitees mit Vorschlägen für unterschiedliche Projekte zu uns kommen, die wir dann überprüfen: das Meiste unserer Zusammenarbeit besteht aus Zusammenarbeit mit Komitees in dieser Phase, um Bedenken, die sie in ihrem ursprünglichen Vorschlag übersehen könnten, anzusprechen, manchmal auch, weil diese Bedenken Aspekte der Organisationsabläufe, mit der Komitees nicht vertraut sind betreffen, da sie unter die Befugnisse des Vorstands fallen. Ich freue mich auf weitere Zusammenarbeit mit diesen Komitees, damit die OTWs Projekte weiter wachsen können!

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Eine Frage, über die ich kürzlich viel nachgedacht habe, ist Nachhaltigkeit. Dieses Thema wurde für mich das erste Mal im Rahmen der Diskussion über die Einstellung der Ada Initiative angesprochen, und obwohl dies die richtige Wahl für die Ada Initiative war, ist sie es offensichtlich nicht für die OTW. Also, was müssen wir tun, um sicherzustellen, dass die OTW langfristig nachhaltig ist, nicht nur drei, sondern fünf oder zehn oder zwanzig Jahre später? Es gibt immer noch viele Engpässe in der OTW, wo wir zu viel von einzelnen Freiwilligen verlangen, oder keine angemessene Bestimmungen haben, falls der Verlust von Schlüsselpersonen eintritt (in einem „von einem Bus überfahren“ Szenario, oder welchem Grund auch immer), und Umgang mit diesen Fehlerstellen ist durchaus ein großer Teil davon, die OTW nachhaltig zu machen. Die Ausführung des strategischen Plans wird auch offensichtlich zur dieser Nachhaltigkeit beitragen, aber sie ist etwas, denke ich, über das wir im Vorstand nur begonnen haben, uns eindeutig Gedanken zu machen, und für die Zukunft können und sollten wir mehr tun.

Noch eine Frage, über die ich nachgedacht habe, ist Sichtbarkeit. Eine Sache, die ich manchmal im Gespräch mit Menschen aus aller Welt frustrierend finde, ist, dass sie nichts von der OTW gehört haben, oder wenn sie gehört haben, kennen sie nur das AO3 – und viele AO3 BenutzerInnen haben keine Ahnung, dass AO3 ein Projekt der OTW ist und von der OTW unterstützt wird! Es besteht noch viel Spielraum um die OTW in den Räumen der offenen Kultur und des Open-Source-Aktivismus besser sichtbar zu machen, und in sichtbarer Weise Fandom und Fanwerke als legitime Aktivitäten außerhalb der Rechtssphäre zu verteidigen, und dies würde unsere Mission fördern. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber es ist eine andere Aufgabe, die letztlich die Organisation stärken wird.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Die Hauptverantwortlichkeiten des Vorstands werden in den Satzungen aufgeführt: Der Vorstand ist verantwortlich für die allgemeine Leitung der OTW in der Tätigkeit ihre Mission, und da der Vorstand keine seiner Aufgaben auf einen bezahlten Mitarbeiter, wie eine/n GeschäftsführerIn oder ein BetriebsdirektorIn, übertragen hat, heißt das, dass der Vorstand derzeit auch für das Tagesgeschäft der OTW verantwortlich ist. Als Sekretärin ist eine meiner Hauptverantwortlichkeiten die Satzungen der OTW zu erhalten; dank dieser Erfahrungen, meiner Vorstandstätigkeit in der OTW und der Ada Initiative, und meiner Arbeit mit anderen Organisationen, bin ich sehr vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für eine gemeinnützigen Organisation in den USA.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich bin derzeit in keinen anderen OTW Rollen.

Wahlenskomitee Notiz: am 14. September wurde ein Tippfehler als Antwort auf Frage 4 (erster Absatz , letzter Satz) mit der Erlaubnis der Kandidatin korrigiert.

Daniel Lamsons Biographie und Manifest

Änderungsnotiz, 29 September: Dan Lamsons Ankündigung seine Kandidatur zurückzuziehen.

Biographie

Dan Lamson ist Geschäftsführer eines kleinen gemeinnützigen Unternehmens in Florida, USA, das sich auf Fragen zu Lebensqualität und der lokalen Ökologie spezialisiert hat. Er machte 2007 seinen Bachelor in Politik und internationalen Beziehungen, mit dem Nebenfach “kreatives Schreiben” am Ursinus College. Er hat fünf Jahre lang Spenden für ein Obdachlosenasyl eingeworben. Dabei hat er einen großen Teil des 300.000 US$ Budgets der Organisation zusammen gebracht. Dan hat seine Erfahrungen mit gemeinnütziger Arbeit bei der OTW (Organisation für Transformative Werke) während des letzten Jahres als Vorsitzender und Co-Vorsitzender des Komitees Entwicklung und Mitgliedschaft eingebracht. Er hat bereits früher Erfahrung mit der Zusammenarbeit sowohl mit Vorständen als auch freiwilligen MitarbeiterInnen und HelferInnen gesammelt. Dan ist sich vollkommen über die Verantwortung im Klaren, die er anstrebt. Er liebt es zu reisen und genießt es, neue Menschen zu treffen und Neues zu lernen. Daneben spielt er Videospiele und beteiligt sich an verschiedenen Medien-Fandoms, darunter Star Wars, Harry Potter, Marvel, and Warcraft.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich liebe die OTW seitdem ich sie kenne. Meine Karriere in der OTW habe ich im Missbrauchskomitee begonnen, nachdem ich auf Tumblr eine Mitteilung entdeckt hatte, dass sie Personal suchten. Später habe ich mich dem Komitee Entwicklung und Mitgliedschaft angeschlossen, da Spenden sammeln schon immer meine Leidenschaft war; derzeit bin ich einer der Co-Vorsitzenden dieses Komitees. Sowohl durch diesen Posten, als auch durch meine Zusammenarbeit mit anderen Komitees, habe ich viel von der OTW gesehen und über sie gelernt.

Seit sich meine Rolle innerhalb der OTW erweitert hat, schätze ich die Arbeit, die Menschen und die Projekte mehr und mehr, und ich möchte so viel zurückgeben, wie ich kann. Ich habe schon immer serviceorientiert gedacht, und ich glaube, dass ich mit meinem Berufsleben und meiner OTW-Erfahrung eine wertvolle Ergänzung für den OTW Vorstand sein werde. Ich weiß, dass meine Erfahrungen und mein Enthusiasmus mich zu einem erfolgreichen Vorstandsmitglied und Team Player machen werden.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Mein ganzes bisheriges Berufsleben war gemeinnützigen Unternehmen gewidmet. Ich habe in den letzten Jahren im “echten Leben” mit Vorständen gearbeitet, und ich verstehe die Wichtigkeit und die Verantwortlichkeiten dieser Arbeit. Diese Erfahrung bringe ich in den Vorstand ein. Daneben bin ich ein sehr optimistischer Mensch, der stets auf die Sonnenseite der Dinge blickt. Ich denke, dass man mit der richtigen Einstellung eine Menge erreichen kann. Zwar bin ich noch nicht so lange bei der OTW wie einige andere, aber ich glaube nicht, dass das für eine Kandidatur von Nachteil ist. Ich denke, dass ich eine neue Sicht auf die Dinge und einen neuen Ansatz für Problemlösungen mitbringe, die der OTW nicht nur helfen werden zu wachsen, sondern auch neue Visionen zu älteren und aktuellen Themen bieten.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich halte eine offene Kommunikation für wichtig, und ich denke, Dinge sollten in einem vernünftigen Tempo voran getrieben werden. Wenn ich gewählt werde, würde ich gerne dafür sorgen, dass der Vorstand zugänglicher und kommunikativer wird. Als ich anfing, ehrenamtlich für die OTW zu arbeiten, hat mich die Idee eines “Vorstandes” eingeschüchtert. Vorstandsmitglieder waren zwar beteiligt, aber sehr abgehoben. Dies ist in letzter Zeit besser geworden, aber ich würde gerne mithelfen, eine Kultur zu entwickeln, in der der Vorstand für jedeN InteressierteN leicht erreichbar ist, um so einen konstruktiven Dialog zu erleichtern. Ich denke, dass die Entmystifizierung des Vorstandes die Organisation stärker machen wird.

Außerdem mag ich es, Dinge zu erledigen. Es gibt nichts Besseres, als Dinge auf Deiner To Do Liste abzuhaken. Ich habe das Gefühl, dass sich die OTW manchmal nur sehr langsam bewegt. Manchmal muss das so sein, aber ich denke, dass es Momente gibt, wo die Organisation ihre Ziele schneller erreichen könnte. Mein übergreifendes Ziel ist es, Effizienz zu fördern, ohne die Qualität der Vorstandsarbeit und der Organisation als Ganzes zu beeinträchtigen.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Ich war freiwilliger Mitarbeiter im Missbrauchskomitee, derzeit bin ich einer der Co-Vorsitzenden des Komitees Entwicklung und Mitgliedschaft. Davor war ich eifriger Nutzer sowohl des Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv), als auch von Fanlore, wie ich es gerade brauchte.

Ich bin der erste, der zugibt, dass er nicht alles weiß. Nicht einmal annähernd. Als Vorstandsmitglied würde ich die verschiedenen Projekte und die dazu gehörigen Komitees respektieren, weil ich denke, dass sie eher wissen, was sie benötigen, als ich (ein potentieller Außenseiter). Wenn ein Projekt sagt, sie benötigen etwas, um ihre Arbeit fortsetzen zu können, und dem Vorstand darlegen können, warum sie es brauchen, würde ich eine solche Maßnahme sehr wahrscheinlich unterstützen. Ich würde nicht meinen Willen durchsetzen, ohne vorher mit dem Komitee oder dem Projekt gesprochen zu haben. Ich mache möglicherweise Gegenvorschläge, aber letztlich ist es Sache des Komitees/Projektes über die tägliche Arbeit ihres Bereiches zu entscheiden..

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich denke, Vorstandsmitglieder sollten zukünftig mehr ins Spendensammeln eingebunden werden, als in der Vergangenheit. Das bedeutet mehr, als nur eine jährliche Spende der OTW Vorstandsmitglieder an die Organisation. Alle Vorstandsmitglieder sollten eine genaue Kenntnis haben, wie wir Spenden einwerben. Und warum wir das tun. Vorstandsmitglieder sollten auch mehr in die direkte Kommunikation mit unseren SpernderInnen einbezogen werden und die Beziehungen zu unseren Mitgliedern zu pflegen. Das ist ein Schlüsselelement für viele gemeinnützige Organisationen. Die OTW ist anders als viele andere Organisationen, daher mögen manche althergebrachten Methoden nicht funktionieren, aber es gibt viele Möglichkeiten, den Vorstand am Spendensammeln zu beteiligen. Für den Fall meiner Wahl plane ich Mitglied des Entwicklung und Mitgliedschaft Komitees zu bleiben, um so die Kommunikation zwischen Vorstand und Mittelbeschaffung zu erleichtern.

Gerade jetzt arbeitet die OTW meist getrennt von anderen Organisationen mit ähnlichen Zielen, wie Redefreiheit, Copyright und Fankultur. Ich denke, wir sollten uns den anderen Organisationen zuwenden, um gemeinsam mehr zu erreichen. Zusammen sind wir stärker als allein. Z.B. würde ich gerne engere Beziehungen zu Organisationen wie dem Comic Book Legal Defense Fund, der Wikimedia Foundation, der First Amendment Coalition und vielen anderen erkunden. Fannische Themen und Redefreiheit stehen im Fokus vieler Organisationen, und die Mittel der SpenderInnen verteilen sich auf alle. Mit diesen Organisationen, die ich ebenfalls unterstütze, zusammen zu arbeiten, ist meiner Ansicht nach sinnvoll, und ich würde eine Zusammenarbeit ermutigen.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich bin vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer 501(c)(3) gemeinnützigen Organisation und ich glaube an die drei wichtigsten gesetzlichen Verpflichtungen eines Vorstands: ‚Pflicht zur Fürsorge,‘ ‚Pflicht zur Loyalität,‘ and ‚Pflicht zur Befolgung von Regeln.‘

Vorstandsmitglieder haben treuhänderische Verpflichtung gegenüber der Organisation, für die sie tätig sind. Die ‚Pflicht zur Fürsorge‘ besagt, dass Vorstandsmitglieder sich um alle Menschen kümmern sollen, die mit der OTW zu tun haben, alle ihre Aktivitäten, ebenso wie sie Verwalter ihrer Mission sein sollen. Die ‚Pflicht zur Loyalität‘ besagt, dass Vorstandsmitglieder die Interessen der OTW über ihre eigenen stellen sollten, falls beide in Konflikt geraten sollten. Und die ‚Pflicht zur Befolgung von Regeln‘ schließlich besagt, dass die gemeinnützige Organisation tut, was sie gesetzlich und ethisch tun muss, und dass sie zu ihrer Mission steht und für ihre Verwirklichung arbeitet. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass ein Vorstandsmitglied Fürsprecher für seine Organisation sein sollte.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Derzeit arbeite ich als Co-Vorstand für das Entwicklung und Mitgliedschaft Komitee, zusammen mit einer sehr talentierten und kompetenten Person. Ich habe seit einigen Monaten geplant, nach dem Oktober-Drive als Co-Vorstand zurückzutreten, damit andere Stimmen im Komitee gehört werden können. Das ist die Voraussetzung, um Kontinuität in der Komitee-Führung zu bewahren, so dass Wissen und Methoden nicht verloren gehen. Ich habe vor, als Mitarbeiter im Team zu bleiben, um beim Spendensammeln zu helfen und unsere Mitgliedschaft zu pflegen und weiter zu entwickeln.

Aline Carrãos Biographie und Manifest

Biographie

Aline hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften der Universidade de Juiz de Fora (Brasilien). Sie war im Verbraucherschutz und im Zivilrecht tätig, und bildet sich momentan für die Arbeit als Staatsbeamtin weiter. Aline entdeckte das Fandom für sich als Harry Potter die Welt eroberte, und hat es seitdem nie mehr verlassen. Du kannst sie unter ihrer Fanidentität LilyC im Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv – AO3) finden sowie auf Tumblr. Sie trat 2013 der OTW (Organisation für Transformative Werke) als TagwranglerIn bei und brachte sich nach und nach in weitere Bereiche der Organisation ein; sie ist nun Freiwillige Mitarbeiterin im Support und bei der Übersetzung. Im Support befasst sie sich mit den Sorgen, Fragen und Hinweisen von Benutzern; bei der Übersetzung managt sie über 150 Freiwillige und hat zeitkritische Projekte in einer Atmosphäre dauerhafter und produktiver, teamweiter Kommunikation zum Abschluss gebracht.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich glaube, dass ich wertvolle Erfahrungen in den Vorstand einbringen kann, als Mitglied mehrerer OTW Komitees und Verbindungsfrau zu noch einem anderen. Es ist nützlich, Leute verschiedener Komitees im Vorstand zu haben; die unterschiedlichen Teams machen unterschiedliche Erfahrungen und haben unterschiedliche Bedürfnisse, und Leute hineinzunehmen, die Berührung damit hatten, wie die unterschiedlichsten Projekte erfolgreich zum Abschluss gebracht werden können, wird dem Vorstand helfen, eine umfassendere Sicht auf die OTW und ihre Komitees zu gewinnen.

Außerdem hat mir das Managen von Freiwilligen in der Übersetzung Einblick in die Arbeit mit einer sehr internationalen und facettenreichen Gruppe gegeben, eine Erfahrung von der ich hoffe, dass sie hilft, Vorstand und Komitees auf dasselbe Ziel hinarbeiten zu lassen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Ich habe im letzten Jahr die Freiwilligen des OTW Übersetzungskomitees gemanagt, das heißt unabhängige Teams mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Zielen und Kräften betreut. Einige der vielen dazu nötigen Tätigkeiten beinhalteten die Koordination und Leitung von Besprechungen mit TeilnehmerInnen auf der ganzen Welt; das Anwerben und Trainieren von Freiwilligen HelferInnen und MitarbeiterInnen; das Bearbeiten von durchschnittlich 50-100 Emails pro Tag; das Dokumentieren interner Arbeitsabläufe; die Leitung und die Teilnahme an großen und kleinen Projekten; und die Zusammenarbeit mit einer beträchtlichen Zahl von Komitees. Da die Übersetzung mit verschiedenen Bereichen der OTW zusammenwirkt, habe ich gelernt, eng mit anderen Teams zusammenzuarbeiten und dabei deren spezielle Bedürfnisse und Grenzen zu berücksichtigen. Ich denke, diese Erfahrungen werden sehr hilfreich sein, wenn ich meine Arbeit im Vorstand aufnehme.

Ich habe einiges an Personalmanagement und Projektkoordination in der Org ausgeführt, und ich lernte, was geht und was nicht. Meiner Meinung nach bedarf die OTW jetzt mehr als alles andere der Fähigkeit, sich in einer praxis- und ziel-orientierten Weise zu organisieren, so dass die Zielvorstellungen unserer Freiwilligen und die für die Projekte innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens, mit minimalen Reibungsverlusten für alle Beteiligten erreicht werden. Ich denke, meine bisherigen Erfahrungen werden dabei sehr hilfreich sein.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich will einen Vorstand, der offener und empfänglicher für Feedback ist: einer der vollständig anerkennt, dass die Komitees am ehesten in der Lage sind zu bestimmen, was ihre täglichen Bedürfnisse und Ziele sind, und einen der darauf hinarbeitet, diese Ziele zu unterstützen und zu ermöglichen, ohne unnötige Hindernisse oder Verzögerungen zu erzeugen. Ein Vorstand, der sich verpflichtet sieht, Fragen, Vorschläge und Anträge zügig und in einer inhaltlich erschöpfenden Weise zu beantworten, weil er einsieht, dass eines jeden Zeit und Fähigkeiten wertvoll sind und respektiert werden sollten.

Ich stelle mir einen Vorstand vor, der sich wohl dabei fühlt, offen über seine Pläne zu sprechen, und den Hintergrund und Inhalt seiner Entscheidungen dem Rest der Organisation und den Mitgliedern zu erläutern. Einer, der in der Lage ist, offen zu kommunizieren und die Freiwilligen der OTW über laufende Diskussionen in einer zugänglichen und verständlichen Art zu informieren, und dessen Mitglieder persönlichen Groll und belastende Vorgeschichten beiseite schieben können, um mit den Komitees und den Freiwilligen MitarbeiterInnen in einer produktiven Weise zusammenzuwirken.

Die OTW würde profitieren von einem Vorstand, der akzeptiert, dass Pläne und “bewährte Verfahren”, obschon nützlich, angepasst werden müssen an die vorhandene Realität und unsere sehr besonderen Umstände; und dass Regeln, Arbeitsabläufe und Werkzeuge immer einer Veränderung unterworfen sein sollten, wenn die OTW wächst.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind..

Ich bin seit langer Zeit Nutzerin des AO3, und es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass ich auf die Seite wenigstens einmal pro Tag zugreife – zusätzlich zu meiner Arbeit als TagwranglerIn und Teil des AO3 Supportteams, und der engen Zusammenarbeit mit allen anderen Komitees, die die AO3 Seite betreuen. Ich hatte ebenso in unterschiedlichem Maß Berührungspunkte mit allen anderen Projekten der OTW, sei es dadurch, dass ich einen Artikel in Fanlore nachgeschlagen habe, sei es durch die Übersetzung einer Nachricht zur Arbeit unserer Rechtsabteilung, oder sei es durch die Kontaktaufnahme zu Open Doors wegen einer AO3 Importankündigung.

Ich denken, was unsere Projekte benötigen, ist Unterstützung die sie stärkt und hilft ihre Sache so gut wie möglich zu machen. Die beste Art der Zusammenarbeit mit einem jeden dieser Komitees und bei jeglichem Projekt, ist als erstes und wichtigstes zu akzeptieren, dass alle verschieden sind und eine eigene Kultur und ein eigenes Umfeld haben. Das bedeutet, wir sollten hören was das Komitee uns sagt, verstehen wie es arbeitet und so weit wie möglich angemessen planen und agieren. Wenn z.B. Open Doors ein neues Werkzeug braucht, oder Fanlore mehr Freiwillige MitarbeiterInnen benötigt, oder die ProgrammiererInnen des AO3 Bedarf haben, einen Auftragnehmer anzustellen, dann sollten wir diese Dinge unterstützen um den Komitees zu erlauben ihre Arbeit zu tun.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Rechenschaftspflicht: Ich wünsche mir, dass sich die derzeitige Eingleisigkeit bei der Rechenschaftspflicht innerhalb der OTW ändert. Von den Komitees wird erwartet, offen, klar und aktuell bei der Protokollierung von Sitzungen und Tagesordnungen zu sein; monatliche Tätigkeitsberichte an den Vorstand und andere Komitees zu liefern; fundierte Vorschläge zu unterbreiten wann immer sie etwas tun wollen und ihre internen Arbeitsprozesse und Strukturen umfassend dokumentarisch aufzubereiten. Dieser Vorgabe folgt der Vorstand nicht, und das muss sich ändern. Der Vorstand sollte dasselbe Niveau der Rechenschaftspflicht einhalten, das von den OTW-Komitees erwartet wird – er sollte als gutes Beispiel vorangehen, und nicht hinterherhinken.

Konkret gesagt heißt das, der Normalfall sollte die Diskussion aller nicht-personalbezogenen Themen in offenen Versammlungen sein, mit Ausnahme derer, wo Kommitees oder einzelne Teilnehmer ausdrücklich um Vertraulichkeit gebeten haben; Tagesordnungen und Sitzungsprotokolle sollen zugänglich und verständlich gehalten werden, mit Zusammenhängen und relevanten Informationen hinsichtlich getroffener Entscheidungen; der Vorstand sollte monatlich allen Freiwilligen und Komitees berichten, woran er arbeitet; und er sollte seinen Wiki-Bereich aktuell halten hinsichtlich seiner internen Struktur, den Verantwortlichkeiten, Rollen, Pläne, Projekten und in Diskussion befindlichen nicht-personalbezogenen Themen. Die Freiwilligen der OTW sollten wichtige Neuigkeiten zur Organisation nicht über Twitter oder Tumblr erfahren; es sollte eine interne Kommunikation zu diesen Vorgängen existieren, aber derzeit gibt es die überhaupt nicht.

Zusammenarbeit über Komiteegrenzen hinweg: Es gibt weit weniger Zusammenarbeit über Komiteegrenzen hinweg als möglich und notwendig ist: es fehlt uns an den Werkzeugen, den offenen Kommunikationskanälen und der Beweglichkeit. Dadurch sind alle nahezu im Dunklen darüber, was die anderen jeweils tun – und gemeinsam etwas zu schaffen ist unnötig kompliziert. Wir müssen daran arbeiten, das Gespräch zwischen den verschiedenen Komitees zu fördern, aber ohne das an ein starres Format oder eine Hierarchie zu knüpfen. Wegzukommen von Kommunkationsengpässen kann der OTW nur gut tun und wir sollten alles in unserer Macht stehende tun, die Werkzeuge zu erwerben und das Umfeld zu schaffen, das das möglich macht.

6. What do you think the key responsibilities of a/the Board are? Are you familiar with the legal requirements for a US-based nonprofit board of directors?

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich habe mich in die gesetzlichen Bestimmungen für gemeinnützige Organisationen in Delaware, wo die OTW registriert ist, eingelesen, insbesondere dahingehend, was von Vorstandsmitgliedern gemeinnütziger Organisationen unter US-Recht erwartet wird: im Kern, die juristische, verwaltende und finanzielle Aufsicht, ausgeführt mit der erforderlichen Sorgfalt, mit Loyalität gegenüber den Mitgliedern und in Treu und Glauben.

Der Vorstand hat die Verpflichtung, die Ziele und Mission der OTW und ihrer Projekte hochzuhalten, und die Freiwilligen, die auf die besagten Ziele hinarbeiten, zu unterstützen. Das heißt nicht nur sich mit anderen Organisationen und Einzelpersonen zu vernetzen, die auf dieselben Ziele hinarbeiten, sondern auch sicherzustellen, dass alle Komitees und freiwilligen MitarbeiterInnen die Werkzeuge besitzen, die für ihre Arbeit erforderlich sind. Der Vorstand hat die Pflicht, das finanzielle Wohlergehen der Organisation zu überwachen und sicherzustellen, das Mittelbeschaffung, Ausgaben und Abrechnung verantwortungsvoll erfolgen, mit Respekt allen Fans gegenüber, die uns ihre Spenden anvertraut haben. Der Vorstand sollte mit den KomiteeleiterInnen wirklich kommunizieren und ein Verhalten der Integrität und Pflichtbewusstheit an den Tag legen, um ein durchgängiges Umfeld der Offenheit, Hilfsbereitschaft und Produktivität zu gewährleisten.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich bin derzeit in keinem Komiteevorsitz, und ich kann von meinen aktuellen Tätigkeiten zurücktreten, wenn es notwendig werden sollte. Ich habe vor, zu warten und zu beobachten, wie viel Arbeit und Zeit der Vorstand erfordert, und, unter Berücksichtigung dessen, meine OTW-Tätigkeiten entsprechend anzupassen.

Alex Tischers Biographie und Manifest

Biographie

Dr. Alex Tischer: Tierarzt für Notfall & Intensivmedizin. Aufgewachsen in Deutschland und lebt zur Zeit in Großbritannien. Ist seit vor der Jahrhundertwende im Fandom unterwegs und hat mehr Fandoms durchwandert, als hier gelistet werden können. Unter den jüngsten Rivers of London, Person of Interest und Mad Max: Fury Road. Seit 2008 fast dauerhaft Mitglied der OTW (Organisation für Transformative Werke), immer auch in irgendeiner Form aktiv am Helfen. Ist abgesehen von Medien-Fandoms auch durch Zufall in der seltsamen und wunderbaren Welt des Sports gelandet – wo es kleine Gruppen gibt, die Fandoms auf überraschende Art und Weise ähneln. Wenn nicht gerade kranke Tiere zu behandeln sind, trifft man Alex fast so oft in Geländeparcours, beim Klettern und beim Traillauf wie beim Konsumieren von Medien.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Der aktuelle Vorstand ist auf einige strukturelle und interne Probleme gestoßen, die er bis jetzt noch nicht auf zufriedenstellende Art und Weise lösen konnte. Im Gegenteil, er wirft diese Probleme innerhalb seiner vielen Interaktionen mit unseren Komitees auf den Rest der Organisation zurück. Es herrscht ein Mangel an Vision, Kommunikation und Prioritäten, den ich beunruhigend finde. Einige Komitees sind so überlastet mit ihrer eigenen Dokumentation und Pflichten in den Abläufen, dass sie keine konstanten Fortschritte in ihren alltäglichen Aufgaben erreichen, geschweige denn Ziele für ihre Zukunft definieren können. Anstatt Komitees zu stärken, sucht der Vorstand nach Wegen, die Situation zu verschlimmern.

Wir leiden noch immer an einer hohen Fluktuation unter den freiwilligen HelferInnen und an ernsten organisationsweiten strukturellen Problemen wie einer soliden finanziellen Aufsicht, die nicht darauf basiert, dass eine einzige Person unsere gesamte Buchführung macht. Ich glaube, dass ich als Teil des Vorstands verlässliche Veränderungen anbieten und umsetzen könnte, die über Prozedere-Veränderungen um ihrer selbst willen hinausgehen und es uns erlauben, tatsächlich einen Schritt in die Zukunft zu tun, statt immer wieder das Rad neu zu erfinden.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Im Laufe der Jahre bin ich in einer Reihe von Organisationen und Komitees aktives Mitglied gewesen. Ich habe dort in zahlreichen Funktionen gedient, vom Schatzmeister einer Studentenvereinigung bis hin zum Mitglied des Internet- und des Gesundheits- und Sicherheitskomitees meiner professionellen Organisationen. All diese Erfahrungen haben mir eine Menge darüber beigebracht, Menschen zu führen – ich erinnere mich an die Zeit, in der ich für die Dienstpläne von 40+ klinischen Doktoranden und/oder Praktikanten verantwortlich war. Sie haben es mir außerdem ermöglicht zu lernen, wie man eine Aufgabe auf verschiedene Art und Weise angehen kann und wie man kreative Lösungen für ein Problem findet. Ich glaube, dass der Vorstand einen ernsthaften Mangel an diesen Fähigkeiten aufweist und ich möchte diese Lücke füllen.

Was meine Geschichte als Teil der OTW betrifft: Ich bin vor mehr als einem Jahr freiwilliger Mitarbeiter des Übersetzungskomitees geworden und war sechs Jahre lang Teil von verschiedenen anderen Komitees. Das hat es mir erlaubt, die Herausforderungen, denen wir täglich gegenüber stehen, direkt zu erleben und, soweit es mir möglich war, daran mitzuarbeiten, einige von ihnen zu lösen. Es war mir dadurch außerdem der Kontakt zu unseren anderen Komitees möglich, wodurch ich einen Eindruck ihrer Ambitionen für die Zukunft aber auch der Grenzen des für sie Möglichen erhalten habe. Ich würde die Vision mitbringen, die der Vorstand so dringend nötig hat und gleichzeitig das Wissen darüber, wie unsere größten Komitees funktionieren und gedeihen.

Der Vorstand leidet außerdem unter regelmäßigen Kommunikationsproblemen mit unseren freiwilligen MitarbeiterInnen, freiwilligen HelferInnen und den Komiteevorsitzenden. Direkte und effiziente Kommunikation ist etwas, das ich bei meiner Arbeit als Tierarzt und im Übersetzungskomitee (mit seinen 170+ freiwilligen HelferInnen) gelernt habe. Ich bin sicher, dass ich dazu beitragen kann, eine gute Arbeitsumgebung in der Organisation zu fördern.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Wenn ich bis zum Ende meiner Amtszeit der Organisation zu einer etwas offeneren Kommunikation verhelfen und die Abschottung der Komitees wenigstens etwas aufbrechen könnte, wäre das für mich ein Sieg. Wir müssen wirklich mehr Transparenz und Kooperation innerhalb der Organisation anstreben, um unseren BenutzerInnen das zu geben, was sie verdienen: eine gut geölte Maschine, die all ihre Energie darauf fokussieren kann, ihre Projekte zu verbessern, anstatt ihre Kraft bei internen Kabbeleien verpuffen zu lassen.

Wenn wir von großen Träumen sprechen, dann wären weit oben auf meiner Liste bessere Rahmenbedingungen, um den Projekten der OTW angemessene Unterstützung zu bieten. Das Fachzeitschriftenkomitee zum Beispiel ist eine Gruppe, die bisher weitestgehend sich selbst überlassen worden ist. Sie erhalten wenn nötig Unterstützung vom Vorstand, können aber ansonsten ihre eigenen Entscheidungen treffen. Sie hatten minimale Fluktuationen in den letzten fünf Jahren und bringen in diesem September ihre zwanzigste Ausgabe heraus. Obwohl nicht jedes Komitee so selbstständig sein kann oder sollte, ist das Fachzeitschriftenkomitee doch ein Beispiel dafür, wie der Vorstand ein Komitee konstruktiv unterstützen kann, indem er ihm vertraut.

Ein weiteres Beispiel ist das Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv): Hinsichtlich der OTW tendierte der Vorstand aus mir unverständlichen Gründen dazu, das AO3 aus dem Fokus zu verlieren. In Anbetracht der Tatsache, wie wichtig uns allen dieses Projekt ist, erscheint es nur natürlich, ihm die best mögliche Pflege und Förderung zu geben. Mir wäre es besonders wichtig, einen Teil der Aufmerksamkeit der Verwaltung wieder darauf zu lenken, so dass wir unserem kleinen Team an freiwilligen Codern die Mittel geben können, das AO3 noch weiter zu verbessern und sie nie wieder aufgrund fehlender Werkzeuge oder finanzieller Mittel darum kämpfen lassen zu müssen, es am Laufen zu halten.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Ich trat der OTW 2008 bei, habe also die OTW und ihre Komitees seit der Gründung begleitet. Im Laufe der Jahre habe ich in einer Reihe von Komitees geholfen: Als Tester, Bändiger, freiwilliger Mitarbeiter im Support und als Übersetzer. In letzter Zeit hat es mir meine Arbeit als freiwilliger Mitarbeiter des Übersetzungskomitees erlaubt zu lernen, wie man mit den meisten der aktuellen Komitees interagiert, um ihnen den Support zu bieten, den sie benötigen. Gleichzeitig habe ich mehr über ihren individuellen Stil und ihre Atmosphäre lernen können. Ich habe festgestellt, dass klares Kommunizieren, schnellstmögliches Beantworten von E-Mails und generell Offenheit und Flexibilität für verschiedene Möglichkeiten Schlüsselanforderungen sind. Die Art und Weise wie wir an die jeweiligen Komitees herantreten, muss auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein: Die Kooperation mit der Rechtsabteilung ist notwendigerweise anders als die Arbeit mit dem Fachzeitschriftenkomitee, genauso wie Fanlore und Open Doors ihre ganz eigenen Herausforderungen mit sich bringen.

Die Komitees sind sich normalerweise ihrer Stärken und Schwächen bewusst und ich halte es für wichtig, Hilfe nicht von oben aufdrücken zu wollen. Wir müssen ganz im Gegenteil sicherstellen, dass die angebotene Zusammenarbeit und Unterstützung auch erwünscht und benötigt wird. Natürlich benötigen wir mehr zwischenmenschlichen Kontakt als pro forma Dokumentation, um das einschätzen zu können. In dieser Hinsicht sehen unsere Aussichten für eine produktive Zukunft ziemlich düster aus.

Es wäre besonders schwierig für mich, eins unserer Projekte hervorzuheben, da sie alle spezifische und essentielle Bedürfnisse im Fandom bedienen. Es freut mich, sie alle gedeihen zu sehen und ich werde weiterhin mein Bestes tun, um die mir mögliche Hilfe für die Komitees zu geben, die sie fördern. Mitglied des Vorstandes zu sein würde mich einfach in eine bessere Position bringen, um für alle mehr tun zu können und gleichzeitig einige unmittelbare Probleme wie das Fehlen gegenseitigen Respektes und Verständnisses in ihrer Beziehung zum Vorstand zu lösen.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich denke, unsere administrativen Strukturen zu klären sollte eine Priorität sein. Es ist bezeichnend, dass wir keine funktionierende Abteilung für unsere Finanzen haben. Das ist für die Organisation nach außen eine Peinlichkeit und intern ein ständiger Quell der Sorge. Die Tatsache, dass Leute bereit sind, für unsere Organisation zu spenden, obwohl es kein verlässliches Finanzenkomitee oder Betriebsprüfungsstrukturen gibt, unterstreicht die Wichtigkeit und Nützlichkeit unserer Projekte. Es wäre aber unverantwortlich, uns weiterhin nur auf das Vertrauen unserer BenutzerInnen in unser Wohlwollen zu verlassen; wir schulden ihnen mehr als das. Die momentane administrative Architektur wird nur durch schiere Willenskraft zusammengehalten und dank des standhaften Engagements einiger unserer aktiven Komitee-Vorsitzenden, freiwilligen MitarbeiterInnen und freiwilligen HelferInnen. Das mindeste was wir tun können, um ihre Dienste zurückzuzahlen ist, Cross-Komitee-Prozesse zu modernisieren und die administrativen Belastungen der den BenutzerInnen dienenden Komitees zu verringern. Das würde es uns erlauben, unsere Fluktuationen an freiwilligen HelferInnen zu reduzieren, unsere Produktionsprozesse zu glätten und die vermehrte Veröffentlichung von Inhalten und neuen Features zum Genuss unserer BenutzerInnen zu fördern.

Ein stärker nach außen gerichtetes Ziel wäre es, an unserer Internationalisierung zu arbeiten. Das ist für mich eins der wichtigsten Ziele der OTW – Fans auf der ganzen Welt in ihrer Leidenschaft für Fandom zu verbinden. All unsere Projekte zu übersetzen und die Resourcen zu erwerben, unser Legal Advocacy (Rechtsvertretung)-Projekt außerhalb der Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten sind wunderbare Ziele. Mit unseren momentanen Beschränkungen können wir sie aber nicht erreichen und bis jetzt haben die Lösungen, die der Vorstand eingebracht hat, nicht geholfen. Alle Internationalisierungsüberlegungen in ein Komitee oder eine Arbeitsgruppe zu stecken, die große Ambitionen aber nicht die nötigen Mittel haben sie zu erreichen, bringt keinen Nutzen. Ich möchte den Fokus unserer Strategie in dieser Hinsicht verrücken und stattdessen jedem Komitee die Freiheit geben, in diesen Punkten effizient zu arbeiten.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ja, selbstverständlich sind mir die rechtlichen Anforderungen bekannt. Es wäre sehr unklug, sich für den Vorstand zur Wahl zu stellen, ohne die nötigen Dokumentationen und Gesetzestexte gelesen zu haben!

Abgesehen von rechtlichen Pflichten sehe ich die Schlüsselverantwortung des Vorstandes darin, einen operationalen Überblick über die OTW zu haben. Es sind die Vorstandsvorsitzenden, die dafür verantwortlich sind, finanzielle Grenzen und strategische Ziele im Hinterkopf zu behalten, während sie unsere Komitees beaufsichtigen und ihnen die benötigte Unterstützung bieten. Sie müssen die Vision der Organisation sein, aber auch ihre treibende Kraft.

Konkret bedeutet das, dass Vorstandsmitglieder zu Meetings erscheinen sollten – und zwar pünktlich. Sie müssen E-Mails zeitnah beantworten und gute Beziehungen zu unseren professionellen Partnern (sowohl zu anderen Organisationen, als auch zu allen Firmen, mit denen wir Verträge abgeschlossen haben – wir sollten zum Beispiel unsere Rechnungen rechtzeitig bezahlen) und auch zu unseren freiwilligen HelferInnen pflegen. Sie müssen hinsichtlich der neuesten großen Entwicklungen in allen unseren Komitees auf dem Laufenden bleiben, aber nicht so involviert sein, dass sie unsere Langzeitziele aus den Augen verlieren. Zu guter Letzt sollten sie sicherstellen, dass sie für ihre Arbeit verantwortlich sind, da sie das einzige wirkliche Fenster sind, das unseren BenutzerInnen Einblick in die arbeitenden Mitglieder unserer Organisation gibt. Das heißt, dass Vorstandsmitglieder Transparenz und Ehrlichkeit anstreben und konstante Anstrengungen unternehmen müssen, ihre Arbeit, Diskussionen und Entscheidungsfindungen offener für die Mitglieder und die freiwilligen HelferInnen der OTW zu gestalten.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich bin generell effizient und gut darin, meine Zeit zu managen. Daher sehe ich überhaupt keinen Grund, meine aktuellen Positionen in den Übersetzungs- und Supportkomitees abzugeben, falls ich in den Vorstand gewählt werde. Im Laufe der Jahre habe ich einen produktiven Weg gefunden, meine Zeit auf meine täglichen Aufgaben und mehr aufzuteilen und sie zu erfüllen. Ich schaffe es momentan, mein berufliches und privates Leben mit meiner Arbeit in den OTW-Komitees ohne jegliche Schwierigkeiten zu vereinen. Es wäre überhaupt kein Problem, meinem Zeitplan eine feste Zeitspanne für die Vorstandsarbeit hinzuzufügen, inklusive eines großzügigen Puffers, um unerwartete und dringende Aufgaben zu erledigen.

Es läuft alles auf gute Organisationsfähigkeiten hinaus und, ganz im Ernst, was wäre ich für ein Vorstandsmitglied, wenn ich nicht mal ein wenig Zeitplanung im Griff hätte? Das scheint das absolut erforderliche Minimum zu sein, um das Ruder einer internationalen Organisation in den Händen zu halten, da der Umgang mit Zeitzonen und einschränkenden Zeitplänen Alltag für jeden von uns ist.

Bekanntgabe der KandidatInnen für die OTW Wahl 2015

Bekanntgabe der KandidatInnen

Die OTW (Organisation für Transformative Werke) ist erfreut, die folgenden KandidatInnen für die 2015 Wahl bekannt geben zu können (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Alex Tischer
  • Aline Carrão
  • Andrea Horbinski
  • Atiya Hakeem
  • Daniel Lamson
  • Katarina Harju
  • Matty Bowers
  • Nikisha Sanders

Da dieses Jahr zwei Sitze frei werden und wir 8 KandidatInnen haben, wird die 2015 Wahl eine ordentliche sein, das heißt, dass die OTW Mitglieder die KandidatInnen, die die Sitze füllen sollen, wählen werden.

Das Wahlkomitee ist freut sich darauf, den Vorstellungsprozess für die KandidatInnen für alle OTW Mitglieder zu starten! In diesem Post befinden sich Links zu kurzen Biographien und Wahlprogrammen, die von den KandidatInnen verfasst wurden. Zudem markiert diese Ankündigung den Beginn unserer Frage und Antwort Periode, während welcher wir die Öffentlichkeit einladen, uns Fragen für die Kandidaten zu schicken. Zusätzlich werden wir auch eine Reihe von Live Chats abhalten. Die genauen Daten und Zeiten werden wir nach Verfügbarkeit der Kandidaten bekanntgeben. Informationen über den Wahlzeitraum und wie gewählt wird, werden auch demnächst veröffentlicht.

Bis dahin lässt sich eine Zeitleiste mit den Events des Wahlenkomiteees hier finden. Lies weiter, um mehr über unsere KandidatInnen zu erfahren und wie Du ihnen Fragen schicken kannst.

Wahlprogramme and Biographien

Wir haben jede/n KandidatIn gebeten, eine Biographie einzureichen, die seine/ihre professionelle und fannische Erfahrungen summiert und eine Stellungnahme über seine/ihre Ziele während seiner/ihrer Vorstandsamtszeit zu schreiben, indem er/sie die folgenden Fragen beantwortet:

  1. Warum hast Du Dich entschieden, Dich zur Wahl in den Vorstand aufstellen zu lassen?
  2. Welche Kenntnisse und/oder Erfahrungen würdest Du in den Vorstand bringen?
  3. Welche Ziele möchtest Du in Deiner Amtszeit erreichen?
  4. Was ist Deine Erfahrung mit den Projekten der OTW und wie würdest Du mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu stärken und zu unterstützen? Sprich bitte im speziellen über die Arbeit mit dem Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv), Transformative Works and Cultures – TWC (Transformaive Werke und Kulturen), Fanlore, unserer Legal Advocacy (Rechtsabteilung) und Open Doors (Offene Türen), es steht Dir jedoch frei, die Bereiche, für die Du Dich besonders interessierst, hervorzuheben.
  5. Wähle zwei Themen aus, die für Dich für die OTW von besonderer Bedeutung sind, sowohl intern als auch extern. Was bedeuten Dir diese Themen und warum sind sie Dir wichtig? Wie wirst Du sie zu einem Teil Deiner Arbeit im Vorstand machen?
  6. Was sind für Dich die Hauptverantwortlichkeiten eines/des Vorstands? Bist Du vertraut mit den rechtlichen Auflagen für einen Vorstand einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in den USA?
  7. Wie würdest Du Deine Arbeit im Vorstand mit Deinen anderen Rollen in der OTW balancieren? Planst Du, Deine jetzigen Rollen an andere zu übergeben, und wenn ja, wie?

Du kannst die Antworten der KandidatInnen und die Biographien einsehen in dem Du den folgenden Links folgst.

Fragen und Antworten (F&A)

KandidatInnen werden auch Fragen, die von der Öffentlichkeit eingereicht werden, beantworten. Jeder kann Fragen über das Wahlformular einreichen. Bitte alle Fragen bis zum 21. September um 23:59 UTC einreichen. (Wie spät ist das, wo ich lebe?) Alle 8 KandidatInnen werden jede Frage, die eingereicht wurde, beantworten, sofern diese die folgenden Regeln einhalten:

  • Fragen dürfen nicht Wiederholungen der Fragen der Wahlprogamme sein. Dies erlaubt den KandidatInnen neue Fragen zu beantworten.
  • Ähnliche Fragen werden zusammengefasst, sodass die KandidatInnen sich nicht wiederholen müssen. Die freiwilligen MitarbeiterInnen des Wahlkomitees entscheiden, welche Fragen sich genug ähneln, dass sie zusammengefasst werden können.
  • Falls es sich um eine Folgefrage auf eine Wahlprogramsfrage handelt, gib dies bitte explizit an, damit sie nicht wie eine Wiederholungsfrage behandelt wird.

Die Veröffentlichungsdaten für die Antworten werden je nach Menge der eingereichten Fragen ausgewählt.

Dieser Newsbeitrag wurde von freiwilligen ÜbersetzerInnen der OTW übersetzt. Um mehr über uns und was wir tun herauszufinden, schau auf der transformativeworks.org-Seite des Übersetzungsteams vorbei.