Wahlergebnisse 2017

Das Wahlkomitee möchte all unseren KandidatInnen für ihre Anstrengungen während der diesjährigen Wahl danken. Und wir freuen uns nun, die Ergebnisse der Wahl 2017 bekanntzugeben.

Die folgenden KandidatInnen (in alphabetischer Reihenfolge) wurden offiziell in den Vorstand gewählt.

  • Claire P. Baker
  • Danielle Strong
  • Jessie Camboulives

Die neuen Vorstandsmitglieder werden ihre Amtszeit in aller Form am 1. Oktober beginnen. Wir wünschen ihnen alles Gute für ihre Amtszeit.

Damit ist die Wahlsaison beendet. Danke an alle, die sich beteiligt haben, indem sie auf die Wahl aufmerksam gemacht, den KandidatInnen Fragen gestellt und, natürlich, gewählt haben! Wir freuen uns darauf, Sie alle nächstes Jahr wiederzusehen.

Dieser Newsbeitrag wurde von freiwilligen ÜbersetzerInnen der OTW übersetzt. Um mehr über uns und was wir tun herauszufinden, schau auf der transformativeworks.org-Seite des Übersetzungsteams vorbei.

Vorstandsberufung der letztplazierten Kandidatin in den leeren Vorstandssitz

Am 14. August 2015 hat der Vorstand beschlossen, die Größe des Vorstandes von 9 DirektorInnen auf 7 zu reduzieren. Vor diesem Beschluss hat der Vorstand das Wahlenkomitee informiert, dass nur 2 Sitze für die Wahlen verfügbar wären. Dies stimmt mit Artikel V, #3 der OTW Statuten überein, der besagt, dass mindestens 2 DirektorInnen jährlich gewählt werden müssen, und falls der Vorstand 7 oder mehr DirektorInnen hat, mindestens ein Drittel des Vorstandes jährlich gewählt werden muss.

Am 16. September hat die Vorsitzende des Wahlenkomitees darauf hingewiesen, dass sich aufgrund der unerwartet hohen Anzahl an KandidatInnen die Möglichkeit bot, mehr Sitze zu füllen als das Minimum erforderte. Dies könnte einen schrumpfenden Vorstand wiederbeleben. (Es hatten sich zunächst 8 KandidatInnen zur Wahl gestellt.) Der Vorstand hat diesen Vorschlag abgelehnt, und Andrea Horbinski antwortete wie folgt: “Der Vorstand hat beschlossen, die Größe des Vorstandes auf 7 DirektorInnen zu beschränken. Da wir letztes Jahr 3 DirektorInnen gewählt haben, können wir dieses und nächstes Jahr 2 DirektorInnen wählen und immernoch im regulären Zeitplan sein — dem gleichen, auf dem wir uns befanden, bevor der Vorstand auf 9 Sitze vergrößert wurde.”

Später hat der Vorstand Nikisha Sanders vom Stimmzettel entfernt. Die Vorsitzende des Wahlenkomitees hat erneut protestiert und wurde vom Vorstand überstimmt. Anschließend hat Dan Lamson seine Kandidatur zurückgezogen.

6 Kandidatinnen hatten sich zur endgültigen Wahl aufgestellt. Sie wurden von den OTW-Mitgliedern wie folgt gewählt und rangiert:

  1. Matty Bowers
  2. Atiya Hakeem
  3. Alex Tischer
  4. Katarina Harju
  5. Aline Carrão
  6. Andrea Horbinski

Die fünftplatzierte Kandidatin, Aline, erhielt 2,89 Mal so viele Stimmen wie die sechstplatzierte Kandidatin Andrea.

Heute hat der Vorstand ein offenes Vorstandstreffen in dem öffentlich zugänglichem Public Discussion-Chatroom gehalten. Obwohl die freiwilligen HelferInnen, MitgliederInnen oder das Wahlenkomitee vorher nicht über diese Abstimmung informiert und gewarnt wurden, hat der Vorstand beschlossen, dass Andrea Horbinski zum Vorstand zurückkehrt und die Amtszeit, die am 31. Dezember 2016 endet und von Anna Genoese Ende 2014 niedergelegt wurde, zuende führen würde. Andrea Horbinski, Margaret J. MacRae, Cat Meier, and Jessica Steiner haben dazu ihre Jastimme abgegeben, Eylul Dogruel enthielt sich und Soledad Griffin war nicht anwesend. Das Protokoll dieser Abstimmung und der darauf resultierenden Reaktion kann hier eingesehen werden.

2010 trat eine ähnliche Situation ein, als ein Vorstandsmitglied direkt nach der damaligen Wahl zurücktrat. Damals wurde die nächstplazierte Kandidatin, Hele Braunstein, einberufen, den Sitz anzutreten. Präzedenzfälle, gesunder Menschenverstand und Moral diktieren, dass die Entscheidungen der Mitgliedschaft in einer Wahl berücksichtigt und respektiert werden. Das Wahlenkomitee unterstützt die Ernennung von Alex Tischer in den Vorstand, um Annas Sitz anzutreten. Falls Alex die Position nicht annehmen möchte, unterstützen wir die Ernennung von Katarina Harju oder Aline Carrão, in dieser Reihenfolge.

Update (23. November 2015): Der Vorstand 2015 ist, gültig zum 15. Dezember, zurückgetreten. Die neugewählten Vorstandsmitglieder Atiya Hakeem und Matty Bowers werden ihre Position spätestens zum 1. Dezember einnehmen.

Update 2 (23. November 2015): Aufgrund dieser ausserordentlichen Umstände, hat das Wahlenkomitee, mit Zustimmung von 5 der 6 Kandidatinnen, die Ergebnisreihenfolge dieser Wahlen bekanntgegeben. Wir haben nicht die Absicht, dies in zukünftigen Wahlen zu tun, sofern sich die Umstände des letzen Wochenendes nicht wiederholen, da es unser Ziel ist, einen gleichberechtigten und harmonischen Vorstand zu fördern.

Nikisha Sanders Biographie und Manifest

Nachträgliche Änderung: Laut dieser Ankündigung wurde Nikisha Sanders durch den OTW-Vorstand vom 2015-Stimmzettel entfernt.

Biographie

Nikisha Sanders hat einen BA in Soziologie und Anthropologie am Earlham College erworben, wo sie ihre Abschlussarbeit zum Thema Geschlechterbewusstsein und -identifikation unter queeren Frauen schrieb. Sie war Aktivistin für AIDS-Aufklärung und -Bildung, lobbyierte als Mitarbeiterin der Fairness Campaign auf lokaler und Landesebene für LGBT-Rechte, und diente als Vorstandsmitglied der “Jobs with Justice”-Zweigstelle in Kentucky. Von 2007 bis 2011 war sie freiwillige Mitarbeiterin im Finanzkomitee der OTW (Organisation für Transformative Werke). Von 2011 bis 2014 war sie Teil des Vorstands der OTW. Von 2011 bis 2015 war sie Schatzmeisterin der OTW und Vorsitzende des Finanzkomitees. Anfang 2015 ist sie dem Komitee „Entwicklung und Mitgliedschaft” beigetreten. In jeder ihrer Positionen hat sie ihre Erfahrungen im Management von gemeinnützigen Organisationen, Mittelbeschaffung sowie im Bereich der Finanzbuchhaltung eingebracht, sowie ein persönliches Interesse daran, eine Verbindung zu PoC (People of Color)-Fangemeinschaften herzustellen. Sie ist 2000 als eifrige Leserin von Buffy the Vampire Slayer-Fanfiction in das Online-Fandom eingestiegen. Seit 2006 schreibt sie auch in verschiedenen Film- und Fernsehfandoms. Mittlerweile umschließen ihre fannischen Interessen auch Vidding, Onlinecomics und das Marvel Cinematic Universe.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich war drei Jahre lang Mitglied des Vorstandes, nachdem ich 2011 gewählt wurde. Über die Entscheidung, nach einem Jahr als Amtsträgerin und reguläre freiwillige Mitarbeiterin wieder für den Vorstand anzutreten, habe ich monatelang nachgedacht. Ich werde ehrlich sein: Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es die beste Entscheidung ist. Ich habe beim ersten Mal Fehler gemacht. Ich bin mir sicher ich werde auch dieses Mal Fehler machen. Worüber ich mir aber ebenfalls sicher bin: Bei jedem Fehler, den ich begangen habe, habe ich mir Mühe gegeben, mich zu entschuldigen, meinen Fehler zu beheben und zu überdenken, und ich habe mich immer für diese Fehler verantwortlich gezeigt.

Während meiner ersten Amtszeit war es mir möglich, im Vorstand als Stimme für die freiwilligen MitarbeiterInnen zu fungieren, wenn andere deren Stimmen nicht wahrnahmen oder vertraten. Mir war es möglich, eine Beziehung zu einer Reihe von Komitees und Individuen aufzubauen und zu unterhalten, welche sich vorher vom Vorstand ausgeschlossen fühlten. Dies kam unserer Zusammenarbeit zugute. Ich konnte konkrete Unterstützung bei der Implementierung verschiedener Projekte und Vorgehensweisen bieten, welche die inneren Arbeitsabläufe der Organisation zum Besseren gewendet haben.

Ich glaube nicht nur, dass ich dies noch einmal tun kann, sondern auch, dass dies dringend nötig ist. Ich stimme der Richtung, die der Vorstand im Jahr 2015 eingeschlagen hat, nicht zu. Sie haben auf eine Weise gehandelt, die zu weniger statt zu mehr Transparenz geführt hat und so Fortschritte rückgängig gemacht, die während meiner Amtszeit erreicht wurden: mehr Probleme offen in Vorstandssitzungen zu besprechen und offeneren Dialog zwischen Vorstandsmitgliedern und freiwilligen MitarbeiterInnen zu fördern. Ich habe die Entfremdung zwischen dem Vorstand und den Komitees selbst erlebt. Es wurde nur wenig unternommen, um einen regelmäßigen Austausch mit freiwilligen MitarbeiterInnen zu ermöglichen. Statt dessen musste ich mit ansehen, wie der Vorstand Entscheidungen getroffen hat, die sich auf die Arbeit der Komitees auswirken, ohne sich vor Augen zu führen, wie dies die Arbeitsrealität beeinflusst. Dieses Defizit kann nur von Innen heraus behoben werden.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

In den letzten 20 Jahren habe ich Erfahrungen im gemeinnützigen Bereich gesammelt, wo ich von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin bis zur geschäftsführenden Direktorin jede Stellung eingenommen habe. Meine Aufgabengebiete beinhalteten unter Anderem das Beschaffen von Finanzmitteln, die Koordination und Schulung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, das Knüpfen von Kontakten, das Finanzmanagement, sowie die Koordinierung von Treffen. Durch die unterschiedlichen Posten, die ich im Laufe der Zeit in der OTW besetzt habe, verfüge ich außerdem über Erfahrung mit all diesen Aufgaben innerhalb der Organisation.

Als Vorstandsmitglied der OTW war ich eines von zwei Mitgliedern, die für die Bildung des ersten Komitees „Strategische Planung“ verantwortlich waren und die bei der Entwicklung und Umsetzung der ersten Phasen der „Strategische Planung“-Roadmap beteiligt waren. Ich habe mit dem „Freiwillige und Rekrutierung“-Komitee zusammengearbeitet, um einen Verhaltenskodex aufzustellen und einen konstruktiven Weg zu finden, auf Verstöße zu reagieren, durch welche alle Mitglieder geschützt werden. Außerdem habe ich mich beim „Freiwillige und Rekrutierung“-Komitee für Änderungen bei der Rekrutierung und Anlernung eingesetzt. Innerhalb des Vorstandes habe ich andere Mitglieder bei ihren jeweiligen Bemühungen unterstützt, die Dokumentation der Vorstandsarbeit zu verbessern, öffentliche Vorstandssitzungen abzuhalten und die Grundlagen für Konfliktlösungsstrategien zu legen, was die Verantwortlichkeit aller freiwilligen MitarbeiterInnen sowie der Vorstandsmitglieder erhöht hat.

Jede dieser Veränderungen führte zu Richtlinien, nach denen ich den größten Teil des Jahres 2015 als freiwillige Mitarbeiterin unabhängig vom Vorstand gearbeitet habe. Ich kenne aus erster Hand die Stärken, Schwächen und Auswirkungen der Vorstandsentscheidungen und wie sich diese auf die Arbeit der freiwilligen HelferInnen und Komitees auswirken. Diese Perspektive können nur eine Handvoll der OTW-Mitglieder aufweisen – es ist selten, dass Mitglieder des Vorstands danach wieder auf den Posten der freiwilligen HelferInnen zurückkehren – und der Vorstand kann von dieser Perspektive sehr profitieren.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Ich möchte, dass die OTW auch in 50 Jahren noch eine vitale Organisation ist, wofür eine Umsetzung des strategischen Plans und die Einstellung von leitenden Angestellten ein Anfang ist. Meiner Meinung nach brauchen wir mindestens eine/n VorstandsvorsitzendeN, eine/n FinanzchefIn, eine/n technische/n ReferentIn oder hauptverantwortliche/n CoderIn, eine/n HauptsystemanalytikerIn, eine/n UnternehmensjuristIn sowie eine/n LeiterIn der Personalabteilung. Idealerweise sollten diese Aufgabe in erster Linie an OTW-Mitglieder vergeben werden, die bereits in vergleichbaren Rollen tätig waren und welche in bezahlte Voll- oder Teilzeitstellen übernommen werden können. In Verbindung mit diesem Ziel würde ich es begrüßen, wenn einige unserer freiwilligen MitarbeiterInnen ihre ehrenamtlichen Stunden je nach Bedarf auf ein handlicheres und ausgeglicheneres Maß reduzieren könnten.

Unsere Zukunftsfähigkeit hängt auch von einer Erweiterung unserer Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung und unserer Fähigkeiten, Kontakte zu knüpfen, ab. Das „Entwicklung und Mitgliedschaft“-Komitee hat bereits gute Ideen für diesen Bereich, die ich umgesetzt sehen möchte. Das beinhaltet vor allem ein großes Spendenprogramm sowie Nachlassspenden und eine größere Präsenz der OTW auf Conventions und Konferenzen. Als Vorstandsmitglied würde ich dabei helfen, einen festen Plan für diese Dinge zu entwerfen und zusammen mit jetzigen und früheren Vorstandsmitgliedern nach den besten Möglichkeiten suchen, um uns mit bereits bestehenden oder zukünftigen UnterstützerInnen zu vernetzen und die Projekte der OTW einem neuen Publikum vorzustellen.

Am Ende meiner Amtszeit möchte ich, dass der Vorstand auf eine Art funktioniert, die eher einem traditionellen Vorstand entspricht, der sich auf die Unternehmensführung fokusiert. Um dies zu erreichen, muss der Vorstand seine Managementfähigkeiten ausbauen und eine Balance zwischen freundlicher Vernachlässigung und Micromanagement finden. Die Einbeziehung einer externen Ausbildung sowie die Schaffung eines Führungskomitees aus erfahrenen freiwilligen MitarbeiterInnen, Vorsitzenden und freien MitarbeiterInnen wird in einer effektiveren Führung resultieren und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich der Vorstand auf die Langzeitziele der Organisation konzentrieren kann.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Als Mitglied des Vorstands und anschließend als Schatzmeisterin habe ich mit allen Komitees der OTW in irgendeiner Weise zusammengearbeitet und bin mit allen unseren Projekten vertraut. Ich weiß aus Erfahrung, dass es als Vorstandsmitglied in erster Linie meine Aufgabe wäre, den Vorschlägen der Komitees zu folgen, ihren Fachkenntnissen zu vertrauen und auf ihre Anfragen zu reagieren, sowie von Zeit zu Zeit durch Nachfragen sicherzustellen, dass ihre Arbeit im Einklang mit der Mission und den Anforderungen der Organisation steht, sowie mit den gesetzlichen Bestimmungen, welchen wir als eingetragene gemeinnützige Organisation unterliegen.

Ein bestimmtes Beispiel dafür kam Ende des letzten Jahres sowie Anfang 2015 auf. Ein Projekt wurde vorgeschlagen, welches mit unserer Mission und mit unseren Zielen übereinstimmte, aber der Antrag äußerte sich nicht zur Zusammenarbeit mit anderen Komitees und er berücksichtigte nicht die finanziellen Auswirkungen des Plans. Mir ist es gelungen, auf diese Fragen aufmerksam zu machen und mit dem Komitee Wege zu finden, um diese Lücken anzusprechen. Dies führte zu einem besseren Verständnis für das Projekt, dessen Bedürfnisse sowie die möglichen Auswirkungen auf die Organisation.

Ich denke, dass dies eines der besten Dinge ist, die ich einbringen kann: die Fähigkeit, mit allen Komitees nach Bedarf zusammenzuarbeiten, um verschiedene Perspektiven ihrer Arbeit zu beleuchten und dabei zu helfen, ihre Projekte mit unseren gemeinsamen Zielen zu verbinden.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich nähere mich der Arbeit mit der OTW immer noch aus der Perspektive der Mittelbeschaffung und der Finanzen und dies sind auch mit die Bereiche, von denen ich denke, dass sie intern von höchster Priorität sein sollten. Sowohl im Bereich der Mittelbeschaffung als auch im Finanzmanagement waren wir nie in besserer Verfassung. Wir müssen beides beibehalten, sowie unsere Kapazitäten zur Mittelbeschaffung auf verschiedene Aktivitäten ausweiten, etwa indem wir ein großes Spendenprogramm schaffen und Nachlassspenden sowie die Verwendung von verzinsten Konten ermöglichen. Dies alles würde unsere Einnahmen erhöhen.

Nach Außen würde ich es gerne sehen, wenn die OTW sowohl online als auch offline mehr Beziehungen zu fannischen Gemeinden aufbaut. Dabei interessiert es mich besonders, unsere Präsenz auf Conventions, Konferenzen und an anderen Veranstaltungsorten zu erhöhen. Die Möglichkeit, persönlich mit anderen Fans in Kontakt zu treten, ist ein Privileg, und wir haben die Mittel, dies mehr unserer freiwilligen MitarbeiterInnen und HelferInnen zu ermöglichen und dabei gleichzeitig die Arbeit der OTW zu fördern. Wir können solche Plattformen nutzen, um Podiumsdiskussionen zu veranstalten, HauptrednerInnen zur Verfügung zu stellen und andere Möglichkeiten finden, um Diskussionen anzustoßen oder weiterzubringen – etwa über fannische Werke, die juristischen Probleme mit denen sich SchöpferInnen konfrontiert sehen, das entstehende akademische Feld der Fanstudien, sowie die Wichtigkeit, fannische Geschichte oder Produkte zu erhalten. Mein Ziel ist die Zusammenarbeit mit dem „Entwicklung und Mitgliedschaft“-Komitee und dem Vorstand, um ein konzentriertes Programm zur Kontaktaufnahme zu starten und einen Vorteil aus unseren Möglichkeiten zu ziehen, uns zu vernetzen und unsere Arbeit voranzubringen.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich bin sehr vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen, mit denen sich ein Vorstand einer gemeinnützingen Organisation konfrontiert sieht, da ich vor meiner Arbeit bei der OTW bereits bei zweien gearbeitet habe, sowohl als Personalvertretung als auch als Geschäftsführerin. Außerdem habe ich in meinen über 20 Jahren im gemeinnützigen Bereich noch mit vielen weiteren solchen Organisationen zusammengearbeitet.

Die Frage nach den Hauptverantwortlichkeiten teilt sich für mich in zwei Bereiche auf. Erstens ist da die juristische und treuhänderische Verantwortung einer guten Geschäftsführung, sowie die Pflichten der Loyalität, der Sorgfalt und der Gehorsamkeit, die die Verwaltung von Finanzen und Mitteln bestimmen. Dies sind die Grundsätze eines Managements einer gemeinnützigen Organisation. Zweitens glaube ich, dass der Vorstand die komplizierteren und manchmal etwas unklaren Verpflichtungen gegenüber den Menschen hat, mit denen und für die sie arbeiten. Diese Prinzipien beinhalten Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit; für die freiwilligen MitarbeiterInnen als Unterstützung da zu sein, zur Betreuung, Leitung und Zusammenarbeit; und die Fähigkeit, das große Ganze im Auge zu behalten, während man sich gleichzeitig angemessen Mühe gibt, die Details zu verstehen, um einen Plan zu entwickeln, um die Organisation auch für die Zukunft zu erhalten.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich habe meinen Posten als Schatzmeisterin bereits aufgegeben, etwas dass ich zum Ende des Jahres ohnehin tun wollte. Unabhängig vom Ausgang der Wahl möchte ich weiterhin ein Teil des „Entwicklung und Mitgliedschaft“-Komitees bleiben. Da das Komitee außerhalb der zwei jährlichen Kampagnen ein relativ geringes Arbeitsvolumen hat, und da ich möchte, dass der Vorstand eine aktivere Rolle in der Mittelbeschaffung einnimmt, habe ich keine Sorge, die Anforderungen meiner beiden Aufgaben miteinander zu vereinbaren.

Wahlergebnisse 2015

Das Wahlkomitee möchte allen diesjährigen KandidatInnen seinen Dank für ihre Bemühungen während dieses Wahlzeitraums aussprechen. Wir sind erfreut, euch hiermit die Ergebnisse der Vorstandswahl 2015 mitteilen zu können.

Atiya Hakeem und Matty Bowers (alphabetisch nach Vornamen geordnet) wurden offiziell in den Vorstand gewählt. Die neuen Vorstandsmitglieder werden, beginnend mit einem Monat Übergangszeit, am ersten Dezember ihren Sitz einnehmen. Wir wünschen ihnen für ihre Amtszeit alles Gute.

Damit endet diese Wahlperiode. Vielen Dank an alle die sich beteiligt haben, sei es durch die Verbreitung von Informationen zur Wahl, oder das Einreichen von Fragen für die KandidatInnen oder, natürlich, der Abgabe ihrer Stimmen. Wir freuen uns darauf Euch alle im nächsten Jahr wiederzusehen.

Dieser Newsbeitrag wurde von freiwilligen ÜbersetzerInnen der OTW übersetzt. Um mehr über uns und was wir tun herauszufinden, schau auf der transformativeworks.org-Seite des Übersetzungsteams vorbei.

Atiya Hakeems Biographie und Manifest

Biographie

Atiya Hakeem (Lady Oscar) schloss ihr Grundstudium in Biologie am California Institute of Technology ab und ging anschließend an die University of Hawaii, um in biomedizinischen Wissenschaften zu promovieren. Nachdem sie viele Jahre als Neurobiologin an der Caltech Autismus und soziale Kognition studierte, kehrte sie vor kurzem nach Hawaii zurück und verbringt im Moment ihre Zeit mit Erdferkeln im Zoo von Honolulu. Fandom war für sie schon immer Fluchtmöglichkeit und kreatives Ventil, mit Interessen wie Star Trek, Baseball, das Zeitalter der Segelschiffe, Hawaii Five-O und Anime. Aufgrund von letzterem begann sie, bei der Anime Expo und AX New York mitzuarbeiten. 2012 wurde sie Freiwillige bei der OTW (Organisation für Transformative Werke), und hat seither als Teil des Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) Support-Teams etwa 5.000 Anfragen von BenutzerInnen beantwortet. Da sie direkt dazu beitragen wollte, das AO3 am Laufen zu halten, trat sie Barrierefreiheit, Design und Technik (dem Programmier- und Designskomitee des AO3) als Testerin bei und ist jetzt Leiterin im Unterkomitee Qualitätssicherung und Test. Sie war auch aktiv in den Arbeitsgruppen Kategorieanpassung und Gutachten.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Nachdem ich die letzten 3 ½ Jahre für die OTW gearbeitet habe, möchte ich die so gesammelte Erfahrungen dafür nutzen, bei der Führung zu helfen. Wir sind nicht irgendeine gemeinnützige Organisation – unsere Stellung als internationale, virtuelle und Fandom-orientierte Gruppe macht uns ungewöhnlich, ebenso wie unsere extrem vielfältigen aber miteinander verbundenen Projekte. Ich glaube, es ist extrem wichtig für die Zukunft der OTW, einen Vorstand zu haben, der die speziellen Charakteristiken der OTW und ihrer Freiwilligen versteht, und ich kann zu diesem Verständnis beitragen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Zuallererst bringe ich meine Erfahrungen in der OTW selber mit. Als altgediente freiwillige Mitarbeiterin im AO3-Support habe ich ein Gespür dafür, was unsere Mitgliedschaft bewegt, sowie viel Erfahrung darin, mit diesen Anliegen hilfreich und professionell umzugehen. Ich habe durch Supportmeldungen, Kommentare zu Newsbeiträgen und den AO3 Status-Twitter ausgiebig mit dem fannischen Publikum zu tun gehabt. Als Mitglied von BD&T (Barrierefreiheit, Design und Technik) bin ich den Herausforderungen bei der Leitung eines großen Multikomitee-Projekts begegnet. Obwohl meine Arbeit größtenteils innerhalb des AO3 war, hatte ich in den Arbeitsgruppen Kategorieanpassung und Gutachten, in thematischen Chats und in sozialen Bereichen der OTW die Gelegenheit, Freiwillige aus allen Teilen der Organisation zu treffen und mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Im wirklichen Leben habe ich zwei relevante Erfahrungsquellen. Zuerst habe ich viele Jahre im Umfeld von akademischen Laboren gearbeitet. Dadurch habe ich Erfahrungen mit Budgetierung, Projektplanung, Personalmanagement, Mentoring und Training gesammelt. Außerdem habe ich Erfahrung mit mehreren gemeinnützigen Organisationen, sowohl als Mitglied wie auch als Spenderin, und habe aus erster Hand gesehen, wie viele gemeinnützige Gepflogenheiten in der “realen Welt” funktionieren oder nicht funktionieren.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

  • Prozesse optimieren, so dass alle Anfragen an den Vorstand rasch beantwortet und Entscheidungen schnell getroffen werden können
  • Debatten und Entscheidungsbildung des Vorstandes über alles außer vertraulichen persönlichen Angelegenheiten in den öffentlichen Raum bringen
  • Verbesserung des Finanzmanagement, Budgetplanung und Transparenz inbegriffen
  • Teil eines Vorstands sein, in dem alle Mitglieder produktiv und professionell zusammenarbeiten

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Überwiegend kommt meine Erfahrung vom AO3, sowohl vom Support-Komitee als auch vom “Barrierefreiheit, Design und Technik”-Komitee (BD&T). Als Mitglied von BD&T habe ich mit allen AO3-Komitees zusammengearbeitet, um das AO3 zu erhalten und zu verbessern. Dies beinhaltet das Offene Türen-Projekt, da BD&T das “Offene Türen”-Komitee beim Import von gefährdeten Archiven ins AO3 unterstützt. Meine Erfahrung bedeutet, dass ich aufs Engste und laufend damit vertraut bin, was die AO3-Komitees an Hilfe und Aufsicht vom Vorstand brauchen und nicht brauchen, und ich hoffe, dieses Verständnis in den Vorstand als Ganzen einbringen zu können. Da das AO3 sowohl der größte Verbraucher der finanziellen Ressourcen der OTW wie auch das bekannteste Projekt bei der Spendensammlung ist, halte ich es für extrem wichtig, dass der Vorstand es vollständig versteht und unterstützt.

Fanlore ist ein Projekt mit ähnlichen technischen Herausforderungen wie das AO3, aber mit noch größeren Personal- und Ressourcen-Schwierigkeiten. Ich würde gerne dabei helfen, stärkere Grundlagen zu entwickeln, damit die freiwilligen MitarbeiterInnen mehr Freiheit haben, sich auf die Ziele des Projekts zu konzentrieren.

Transformative Works and Cultures – TWC (Transformative Werke und Kultur) und Legal (Rechtsvertretung) laufen momentan sehr effizient und funktionell. Als Außenstehende und im Rahmen meines Umgangs mit Legal beim Weiterleiten von Support-Angelegenheiten, bin ich sehr von der Professionalität und Kompetenz ihrer freiwilligen MitarbeiterInnen beeindruckt. Ich denke, dass das Beste, was ich als Vorstandsmitglied für sie tun könnte, wäre es, sie so zu unterstützen, wie sie es wünschen.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich denke, die höchste Priorität der OTW sollte es sein, unser eigenes Haus in Ordnung zu bringen. Unser Finanzmanagement muss nachhaltiger sein: nicht nur eine Person, die alle Konten ungeprüft verwaltet, und keine Spendensammlung mehr ohne konkrete Ausgabenziele und geplante Budgets. Das ist etwas, das die erfolgreichen gemeinnützigen Organisationen, mit denen ich im “wahren Leben” zu tun habe, gut machen, und ich möchte ihre Arbeit als Vorbild nutzen.

Unser Umfeld für die Freiwilligen muss gesünder sein: weniger Überlastung, bessere Werkzeuge, bessere Kommunikation, besserer Informationsfluss vom Vorstand und durch Komitees.

Bei der Arbeit im AO3 sind mir häufig Situationen begegnet, in denen die fehlende Unterstützung durch den Vorstand unsere Arbeit erschwerte und die Stabilität des AO3 riskierte. Verzögerte Entscheidungen verhinderten den Kauf von notwendiger Ausrüstung, obwohl das Geld vorhanden war. Grundsatzentscheidungen ohne Transparenz und mit mangelndem Verständnis der Probleme führten zu schlechterer Moral bei den Freiwilligen und Entgleisung von Projekten. Als Vorstandsmitglied werden mir diese Erfahrungen dabei helfen, die Unterstützung all unserer Projekte und Freiwilligen zu verbessern.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich habe mich im Internet über die rechtlichen Grundlagen für den basierten Vorstand einer in den USA basierten gemeinnützigen Organisation informiert. Darüber hinaus, was wir von einem Vorstand brauchen, ist eine Gruppe, bei der sich unsere Freiwilligen darauf verlassen können, dass sie:

  • sich über die Projekte der OTW auf dem Laufenden hält
  • transparente, informierte und zeitnahe Entscheidungen trifft
  • verantwortungsbewusste finanzwirtschaftliche Aufsicht bietet
  • öffentlich die OTW repräsentiert

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Es ist wichtig, dass der Vorstand mit den alltäglichen Abläufen in den Komitees der OTW in Verbindung bleibt. Deshalb plane ich nicht, vollständig von meinen Rollen zurückzutreten. Support hat kürzlich eine Anzahl vielversprechende neue MitarbeiterInnen rekrutiert, und ich plane, meine Mitwirkung dort auf Mentoring und die Bewahrung von Wissen zu beschränken, wodurch sich mein zeitliches Engagement reduziert. Als LeiterIn in QS&T (Qualitätssicherung und Test) plane ich, ein/e MitarbeiterIn zu rekrutieren, der/die mir beim Management von Freiwilligenaufgaben hilft; wir sind auch daran, unsere Suite von automatischen Tests zu verbessern, was mein Engagement bei der Beaufsichtigung manueller Tests reduziert.

In der Vergangenheit habe ich meine Komiteearbeit zeitgleich mit einer Vollzeitstelle erledigt. Momentan nehme ich mir etwas Zeit, um mich auf meine Freiwilligenarbeit und Karriereentwicklung zu konzentrieren, was es mir ermöglichen sollte, meinen Verantwortlichkeiten im Vorstand die nötige Zeit zu widmen.

Matty Bowers Biographie und Manifest

Biographie

Matty stolperte das erste Mal über’s Fandom im Mai 1998. Richtig tief eingestiegen ist sie jedoch erst 2001. Ihre ersten Fandoms waren Highlander und Buffy, aber sehr schnell landete sie in einer Menge anderer Fandoms. Heute ist sie ein ausgesprochener Fan der Fandoms. Sie liest so ziemlich jedes Werk von epischer Länge in jedem Fandom! Matty hat sich die ersten Jahre im Hintergrund gehalten, aber schließlich begann sie, zu Fan-Projekten wie Newslettern und Rec-Communities beizutragen. Sie war fasziniert und interessiert, als sie erstmals Gerüchte über die Gründung eines Platzes hörte, wo die Fandoms die Server besitzten, und als 2009 Freiwillige gesucht wurden, trat sie der OTW (Organisation für Transformative Werke) als Tagbändigerin bei. Seit dem hat sie im Support-, dem Archive of Our Own – AO3 Dokumentations- und dem Missbrauchskomitee gearbeitet. Matty hat einen Hochschulabschluss in Pädagogik und verbrachte über zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie eine Arbeit auf technischem Gebiet aufnahm. Derzeit ist sie als Managerin für ein regionales Unternehmen tätig, und in ihrer Freizeit als technischer Support für ihre vielen Freunde und die Familie.

Manifest

1. Warum haben Sie sich entschieden, für die Vorstandswahl anzutreten?

Ich war für die OTW als freiwillige Helfer- und Mitarbeiterin tätig sowie als Vorsitzende verschiedener Komitees in unterschiedlichen Situationen – ich habe in funktionierenden und nicht funktionierenden Teams gearbeitet, und ich lernte, was nötig ist, um besser zu werden. Das war nicht immer einfach, aber ich bin willens, die notwendige Arbeit reinzustecken. Zusammen mit einigen fantastischen freiwilligen MitarbeiterInnen half ich sowohl Support als auch Missbrauch, von einem nicht funktionierenden Komitee zu einem erfolgreichen umzuformen. Diese Erfahrung half mir aus verschiedenen Perspektiven zu verstehen, wie die OTW funktioniert, beziehungsweise nicht funktioniert. Ich glaube, wir haben einen kritischen Punkt in der Entwicklung der OTW erreicht, und ich möchte dem Vorstand und der OTW helfen zu wachsen und voranzukommen.

2. Welche Fähigkeiten und/oder Erfahrungen würden Sie in den Vorstand einbringen?

Während meines Berufslebens, sowohl als Lehrerin als auch als Geschäftsführerin, gewann ich eine Unmenge von Erfahrungen im Umgang mit Leuten in einer Vielzahl unterschiedlicher Situationen mit unterschiedlichen Fristen und Erfordernissen. Schnell und effektiv zu Kommunizieren ist eine Kernkomponente der Lehrtätigkeit; dies ist eine weitere Fähigkeit, die mir im Vorstand helfen wird. Das Arbeiten in der Grundschule lehrt, wie man mehrere Projekte gleichzeitig managed und Sachen erledigt.

Diese Erfahrungen waren sehr nützlich für mich, als ich mit der Aufgabe konfrontiert wurde, erst Support, dann Missbrauch, welche kurz vor dem Zusammenbruch standen, wieder aufzubauen. Beide Komitees waren von ihrer Arbeitslast erdrückt und hatten mit einem empfindlichen Mitarbeitermangel zu kämpfen. Mit der Unterstützung einiger fantastischer freiwilliger MitarbeiterInnen gelang es mir, die Arbeitsorganisation und das Training zu verbessern, effektivere Kommunikationswege mit anderen Komitees zu schaffen und einen festen Kern engagierter und aktiver Freiwilliger zu halten, der es uns erlaubte, auf die Nachfragen der BenutzerInnen in einer deutlich fristgerechteren Art zu reagieren. Das so geschaffene Fundament dürfte beiden Komitees helfen, mit den steigenden Anforderungen durch die BenutzerInnen zu wachsen. Ich bin sehr stolz auf diese Arbeit und auf die Teams, die wir gemeinsam aufgebaut haben.

Ich denke, der Vorstand ist ebenfalls an einem kritischen Punkt angelangt, und ich glaube, dass die Lektion, die mir die Arbeit an Support und Missbrauch erteilt hat, von großem Nutzen bei der Vorstandstätigkeit sein wird.

3. Welche Ziele möchten Sie während Ihrer Amtszeit erreichen?

Eins der ersten Dinge, das wir tun müssen, ist einen Blick darauf werfen, wo wir jetzt sind und was Komitees tatsächlich vom Vorstand benötigen. Um das zu tun, ist es wichtig, alle Vorsitzenden in einen Dialog über den Zustand der OTW und ihrer Komitees einzubinden. Ich wäre gerne Teil eines Vorstands, der diesen Dialog mit den Vorsitzenden führen kann – der sich der derzeitigenProbleme bewusst ist und der Integration und Zusammenarbeit zwischen den Vorsitzenden fördern kann, um Lösungen für unsere gemeinsamen Probleme zu finden.

In den letzten Jahren haben wir uns damit abgemüht, Kontinuität zu erreichen. Einige Komitees schienen sich gut zu schlagen, während andere zu kämpfen hatten. Es ist zwingend notwendig, dass die OTW die Balance findet und sicher stellt, dass alle ihre Komitees und der Vorstand zusammenarbeiten, wenn ich meine Vorstandsarbeit beende. Unsere interne und externe Kommunikation ist oft nur Stückwerk; was dem Erfolg unserer Projekte und einem glücklichen und produktiven Umfeld für unsere Freiwilligen entgegensteht. Das muss sich ändern, und ich denke, dass der erste, essentielle Schritt hierfür die Änderung der Arbeitsweise der Vorstands ist.

4. Was ist Ihre Erfahrung hinsichtlich der OTW-Projekte und wie würden Sie mit den relevanten Komitees zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen und zu stärken? Schließen Sie bitte AO3, TWC, Fanlore, die Arbeit unserer Legal Advocacy (Rechtsvertretung) und Open Doors (Offene Türen) ein, aber fühlen Sie sich frei, bestimmte Gebiete zu betonen, an denen Sie besonders interessiert sind.

Ich war im Support, der AO3 Dokumentation, Missbrauch und bei den Tagbändigern für mehrere Jahre tätig, und als Vorsitzende habe ich häufig mit den freiwilligen MitarbeiterInnen von Barrierefreiheit, Design und Technik, der Systemadministration, der Rechtsabteilung, Übersetzung, Kommunikation und Offene Türen zusammengearbeitet. Ich konnte mit eigenen Augen sehen, wie unglaublich engagiert jedeR in diesen Projekten ist und wie effektiv die Zusammenarbeit zwischen ihnen sein kann, wenn die richtigen Arbeitsabläufe vorhanden sind. Persönlich genieße ich die Arbeit an Fanlore und verschlinge mit Begeisterung jedes Journal; ich halte diese für wichtige Quellen des Fandoms.

Ich denke, das Wichtigste was ich als Vorstandsmitglied tun kann, ist herauszufinden, was jedes Projekt braucht und mein Bestes zu tun, dem Rechnung zu tragen. Der Vorstand sollte bereit und in der Lage sein, Komitees und freiwillige MitarbeiterInnen zu unterstützen und anzuleiten, so wie sie es benötigen, aber ihnen Freiheit bei ihrer täglichen Arbeit lassen. Eins der ersten Dinge, die ich als Vorstandsmitglied tun möchte, ist jedem Projekt die Hand zu reichen und einen offenen, ehrlichen Dialog darüber zu führen wo sie stehen und wo sie hin wollen. Ich werde dann diesen Belangen den Vorrang geben und sicherstellen, dass alle Projekte die Werkzeuge, die Mitarbeiter und die Ressourcen haben, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein.

5. Wählen Sie zwei Punkte/Themen, von denen Sie annehmen, dass sie eine hohe Dringlichkeit für die OTW haben, sowohl in- als auch extern. Was bedeuten Ihnen diese Punkte und weshalb? Wie möchten Sie sie in Ihre Vorstandstätigkeit integrieren?

Ich möchte mehr Transparenz und Kommunikation zwischen Vorstand und den OTW Freiwilligen und Mitgliedern sehen. Die Freiwilligen des OTW sollen verstehen, warum der Vorstand die Entscheidungen trifft, die er trifft, und was der Vorstand für die Zukunft plant. Erhöhte Transparenz ermöglicht nicht nur einen gesteigerten Haftungsumpfang der Vorstandsmitglieder, sie gibt den freiwilligen MitarbeiternInnen und HelferInnen auch ein besseres Verständnis dafür, was innerhalb der Organisation passiert. In der Lage zu sein, das große Ganze zu sehen, erlaubt es Allen zu verstehen, wie ihr Einsatz die OTW formt und sich enger in die gesamte Organisation eingebunden zu fühlen.

Ich möchte ebenso gewährleisten, dass jedes Komitee die Hilfe und die Ressourcen hat, die es braucht, um erfolgreich zu sein. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit weiß ich nur zu gut, wie schwierig es ist, ein Komitee ohne ausreichende MitarbeiterInnen oder angemessene Arbeitsmittel zu leiten. Ich denke, es ist essentiell, dass Komitees, die dringend neue Werkzeuge benötigen um ihre Arbeit zu tun, die Unterstützung und Billigung für deren Einführung vom Vorstands innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens erhalten. Komitees sollten in der Lage sein, alle ihre Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Freiwillige MitarbeiterInnen sollten rechtzeitig bestätigt werden. Emails sollten umgehend beantwortet werden. Das war bisher nicht der Fall, und das ist etwas, was ich zu ändern hoffe.

6. Was glauben Sie sind die Schlüsselverantwortlichkeiten eines/des Vorstandes? Sind Sie vertraut mit den gesetzlichen Bestimmungen für den Vorstand einer gemeinnützigen Organisation in den USA?

Ich habe mehrere Jahre mit Arbeit für nicht-internetbasierte, gemeinnützige Organisationen verbracht, und als Vorsitzende des Supports habe ich selbständig einiges zu den Bestimmungen gemeinnütziger Organisationen in den USA recherchiert.

Der Vorstand hat die Verantwortung für die Leitung der OTW und die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, welche im Interesse der Organisation und ihrer Mitglieder sind. Ich glaube, es ist die Verantwortung des Vorstands Freiwillige und Mitglieder auf dem Laufenden zu halten, was in der Organisation geschieht, von den Finanzen bis hin zu den täglichen Entscheidungen des Vorstandes. Wir haben sicherzustellen, dass die OTW auf festem Boden steht um ihre Mission zu erfüllen, den Interessen der Fans zu dienen, indem wir einen Zugang zur Geschichte der Fanwerke und Fankultur ihren unzähligen Formen schaffen, und damit auch ihre Bewahrung ermöglichen.

7. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit mit anderen Rollen in der OTW in Einklang bringen oder inwieweit planen Sie, Ihre derzeitigen Rollen abzugeben, um sich auf die Vorstandsarbeit zu konzentrieren?

Ich habe mich vor kurzem aus dem Tagbändigen und dem Support zurückgezogen und ein Trainingsprogramm für Vorsitzende des Missbrauchs gestartet. Mit Beginn der nächsten Amtszeit dürfte ich eineN funkelnagelneueN Missbrauchs Co-VorsitzendeN haben. Am Ende der nächsten Amtszeit sollten weitere freiwillige MitarbeiterInnen ihr Vorsitzenden-Trainingsprogramm abgeschlossen haben. EineR dieser glücklichen MitarbeiterInnen wird als Co-VorsitzendeR aufrücken, was mir erlaubt, auf den Posten einer Mitarbeiterin zurückzutreten. Mein Ziel ist, in irgendeiner Form beim Missbrauch zu bleiben, um nicht die Verbindung zu den Angelegenheiten der Komitees zu verlieren. Ich fühle, dass es wichtig ist, das Vorstandsmitglieder beteiligt bleiben und die Bedürfnisse der Komitees verstehen. Weiter zum Missbrauch zu gehören, einem Archive of Our Own – AO3 (Ein Eigenes Archiv) Komitee, was mit allen anderen AO3 Komitees sowie direkt mit den Benutzern arbeitet, würde mir ermöglichen, in Verbindung mit diesen anderen Teilen der OTW und den Benutzern des AO3 zu bleiben.